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Aus:

W. Andreae: Beiträge zur Genealogie und Geschichte der Familien Andreae. Köln, 1902. Bd. 1, H. 1/3, Abschnitt 2, Genealogische Nachrichten über die Vorfahren und Nachkommen des Dr. theol. Jacob Andreae, S. 41-56:

 

 

Genealogia doctoris Jacobi Andreae[1]

Probst und Canzler der Universität zu Tübingen

beschrieben von Mag. Jacobo Andreae, Pfarrherrn zu Metzingen, doctoris

Jacobi filio natu majore

 

 

Doctoris Jacobi Andreae Voreltern sein im Beyerlandt Burger und Einwohner gewesen, mehrentheils im Bisthumb Aychstätt, dessen man Brief und Siegel aufweisen kan.

Sein D. Jacobs Andreae Uranherr hat geheißen Stephan Enderiß, sein Hausfraw Elisabeth, von Geschlecht ein Holzapfelin, haben verlaßen nachfolgende Kinder:

Stephan. Von dem hernach Hannß Endriß. Dessen Kinder sind gestorben, aber hat Enckelein hinterlassen zu Mickellaw, nämlich Hans Enderiß, Barbara, Waldburg, Elisabeth, Ottylia und Anna. Die erst verheirathet sich Hannß Stoltzen, mit dem sie fünf Kinder gezeugt, die noch im Leben, dergleichen auch Waldburga mit Burkhardt Schmider gezeugt.

Leonhardt Enderiß hat einen Sohn verlaßen mit Namen Leonhardt und eine Tochter mit Namen Anna; die war verheurath mit einem Burger zu Ingolstatt, namens Jacob Schreiner, hat noch kein Kind.

Peter Enderiß und Jacob Enderiß haben keine Kinder verlaßen. Peter Enderiß hat ein Weib gehabt mit Namen Elisabeth, eines Bawers Tochter zu Newburg.

Elisabeth, obgemeldter Brüder Schwester, ist verheurath worden mit Michael Pfeifer von Hertzhofen, hat Kinder verlaßen zwen Söhn, man weißt aber nicht, ob sie im Leben seyn oder nicht.

Catharina, ihr Schwester, wird verheurath einem Bauermann, Lienhardt Appel genannt, des Doctor Appels Bruder zu Berkhen geseßen, haben Kinder verlaßen zu Veldtkirch bey Newburg, zwo Töchter, Barbara und Waldburga, seyn beyde verheurath.

Stephan Endriß[2], sein erste Haußfraw Anna Hertlin genandt, ihr Vater Conrad Hertlin, haben miteinander gezeigt zu Adelschaft[3] im Bißthumb Aychstätt und seyn hernach miteinander gen Ingolstadt gezogen. Kinder: Hannß, Michael, Jacob[4], der ist D. Jacobi Andreae Vater, Stephan, Anna und Leonhardt.

Von seiner anderen Haußfrawen, mit Namen Margreth, Michael Naimers Tochter, hat er gezeigt siebenzehn Kinder. Margreth eine Wittfrau, ihr Mann hat geheißen Jerg Zietz, und verlaßen zween Söhn, Georg und Thomas, ein Burger zu Ingolstadt, ein Tochter Barbara, ihr Mann Matthias Bender, zu Ingolstadt Burger, der hat viel Kinder. Thomas Endriß soll noch leben, hat ein Weib, aber kein Kind.

 

Stephan Endriß, Stephan Endriß Sohn, Kinder von der ersten Frawen:

 

H[ann]ß Endriß, sein Haußfraw Waldburga, zeugt mit ihr fünf Kinder: Michel, Hanns, Georg, Waldburga, Anna. Bey der andern Frawen Kinder erzeugt: Catharina, Georg Zinnßmeister von Bergheim, die haben vierzehn miteinander gezeugt, leben noch Andreas, Leonhardt, Magdalena, Rehila.

Michel Endris, Stephans Sohn, seßhaft zu Mikelaw, seine Haußfraw Felicia, Leonhardt Klarens Tochter, hat mit ihr Kinder gezeugt: Hannß, Georg, Leonhardt, Michel, Christoph, Anna, Andreas Endriß, sein Haußfraw Barbara, Hannß Fauhlers Tochter, haben ein Kind, heißt Margreth.

Lienhardt Endriß, sein Haußfraw Anna, Georg Wagerers Tochter von Dalstein, hat kein Kind.

Michel Endriß ist ohne Leibeserben abgestorben.

Magdalena, Rehila, seynd noch unverheurath.

Stephan Endris, Doctor Jacob Vaters Bruder, zu Nassenfels seßhaft, seine Haußfraw Elisabeth, seynd beide gestorben, haben Kinder hinterlassen: Hannß, Elisabeth, Waldburg und Anna.

Hannß Endris, sein Haußfraw Dorothea, zu Nassenfels seßhaft, seine Kinder: Anna und 2 Knaben.

Elisabeth, Steffan Endriß Tochter, zeucht uf dem Land umher, ist allenthalben daheimb.

Waldbuga, ihre Schwester, hat sich verheurath mit Lienhard Beken, haben auch Kinder.

Anna, ihre Schwester, hat sich verheurat mit Hanns Bausaminer, einen Schneider, zu Wolkenhofen seßhaft.

Hannß Endriß, Steffan Endriß, D. Jacob Vaters Bruder Sohn, wie oben vermeldet, hat sieben Kinder verlassen: Andreas, Lienhardt, Hannß, Michel, Anna, Magdalena.

Michael Endris, Hannß Endris Sohn, dieser ist den 1. September anno 1585 zu D. Jacob Andreae gen Tübingen kommen, bey ihm geblieben bis auf den 19. September sambt seinen Enkeln Hannßen, Lienhardt Endris Soh, dieser Michel hat übergeben seinem Sohn Sebastian die Nutzung aller seiner Gütter für sein Unterhaltung sein Leben lang. Der hat 16 Kinder gezeugt, davon noch im Leben seyn Anna, Hanns, Sebastian, Georg, Leonhardt, Michael, Christoff, Simon; Anna ist vermählet Sebastian Obermajer, wohnhaft zu Mikelaw. Georg hat ein Kind zu Mikelaw. Leonhardt zu Mikelaw hat zween Söhne und ein Tochter. Michel hat ein Sohn. Christoff ist noch ledig, ein Schneider. Simon ist noch ledig, ein Schneider. Dieser Simon[5] hat ein Zeit lang zu Tübingen geschaft, ist ein Zeit lang unsers Schwagers Anthony Hoffschneider geweßt, ein frommer, redlicher, stiller Gesell.

Hannß Endriß wohnet zu Nassenfels, ist ein Ambtsknecht daselbsten, hat von dem ersten Weib einen Sohn, genannt Simon, und vier Töchter, und von dem andern Weib zween Söhn.

Lienhardt Endris zu Mickelaw gestorben, hat verlassen zween Söhn: Hannß und Leonhardt, und zwo Töchter: Margaretha und Anna, obgemeldter Hannß Endris ist mit seinem Vater seligen Bruder Michael anno 1585 von dem andern September bis auf den 19. September bey D. Jacob Andreae, Probst zu Tübingen, wie oben vermeldt, gewesen.

Rahel, Hannß Endriß Tochter zu Bissenhardt, hat drey Söhn und ein Tochter verlaßen.

Anna, ihr Schwester zu Derndorf, hat kein Kind, hält sich ehrlich bey einem Meßpriester zu Aichstätt, kann also das Geschlecht den Reimen zu Nürnberg nit abwäschen.

Steffen Endriß, D. Jacobs Vater Bruder, hat eine Tochter[6] verlaßen mit Namen Elisabeth, ist in ein hoch Alter kommen, welche etlichmal aus dem Bayerlandt von Nassenfels zu D. Jacob Probst zu Tübingen und seinem Vater Jacob Endriß, so zu Bebenhausen einen Herrentisch umb seinen Pfenning gehabt, kommen, die hat eine Tochter wohnend auf einer Mühlen zu Menlinshofen im Bayerland, bey deren sie sich hält, welche hat 3 Kinder, ein Sohn und zwo Töchter. Der Sohn Jacob Endriß wohnt zu Danhofen im Bistumb Aichstätt, der hat auch Kinder.

 

 

Folgt das Geschlecht D. Jacobs Andreae Anfrawen, hero Anna genannt.

 

Ihr Vater hat geheisen Conrad Hartlin, den zeugt Lenhardt Hartlin, sein Haußfraw Waldburg, beide gestorben, haben verlaßen einen Sohn Leonhardt Hartlin und 6 Töchtern: Barbara, Margareth, Elisabeth, Anna, Petronella, Königunda.

Leonhardt, sein Sohn zu Mikelaw, hat auch ein Sohn verlaßen: Leonhard.

Barbara hat zween Mann gehabt, der erst Hannß Keßler, hat ein Sohn von ihm Hanß Bartel[7]. Sein Weib Anna, des Baurnfeind Tochter zu Tuttenfeldt. Der ander Mann Georg Stolz, von dem sie einen Sohn Georg Stolz, ein Schmidt, dessen Weib Anna, Hannß Bellen Tochter von Mikelaw, hat ein ganzen Wagen voll Kinder, unter denen einer heißt Hannß.

Elisabeth, Leonhardt Hartlins[8] Tochter, verheurathet sich an Georg Ackel, zeugen ein Tochter mit Namen Elisabeth, die sich nachmahlen verheurath mit Hannß Reinoehl, so auch gestorben, haben keine Kinder verlaßen.

Anna, Elisabeth Schwester, ihr Mann hieß Stubenrauch, welches Geschlecht auch zu Dürmstein bey Wormbs zu finden, sind beide gestorben, haben verlaßen zween Söhn: Georg und Wilhelm.

Georg Stubenrauch hat sich verheurathet mit Barbara N., haben viel Kinder. Wilhelm Stubenrauch, seine erste Hausfraw Dorothea, die letzte Barbara.

Petronella, Leonhard Hartlins Tochter, hat zween Männer gehabt, haben 2 Söhn gezeugt: Georg Hopf von Mikelaw, sein Hausfraw Anna Hartlin, Hannß Hopf zu Zell hat auch Kinder.

Kunigunda, ihr Mann; Hannß Thomas Nestmar, sind beide gestorben, ihre Kinder: Christoph, Thomas, Elisabeth, Anna, Waldburg, sind alle verheurathet.

Bisher D. Jacobi Andreae, Propst Canzlers zu Tübingen, Blutsfreundt von Anherr und Anfrawen hero, so im Land Bayern gewohnt.

 

Jetzt folgt die Blutslinien Doctoris Jacobi Andreae von seinem Vater hero,

Stephan Endris Sohn, so zu Bebenhausen gestorben

 und allda in der Kirchen begraben worden, nit weit von der Prälaten Begräbnis.

 

Allda sieht man seinen Grabstein, darauf zu lesen: Anno 1566 d. 1. Junii starb der ehrbar Jacob Endriß[9], dem Gott gnad. Amen. Uf dem Stein ist das Andreaeisch Wappen gehauen.

Jacob Endriß, Doctor Jacobi Andreae und Kanzlers der Universität zu Tübingen Vater, ein Bürger und Schmidt zu Waiblingen, im Land zu Wirtemberg gelegen. Ist in seiner Jugend dem Handwerkh[10], zweymal in Hispanien zu St. Jacob gen Compostel gezogen, hernach durch Welschland, Neapolin, Rom und Mayland gewandert und wieder in Teutschland kommen und sich endlich zu Waiblingen im Wirtemberger Land verheurathet mit Anna Weisköpfin von Gundelfingen, daselbsten das Schmidthandwerk getrieben. Haben Kinder mit einander gezeuget, vier Söhn: Jacob, Georg, Philipp und Johann, und ein Tochter, Anna genannt.

Georg, D. Jacobs ältester Bruder hat sich mit eines ehrlichen Bürgers Tochter zu Waiblingen verheurathet, mit Namen Anna, ist auch seines Handwerks ein Schmidt gewesen, hat seinem Vater helfen schaffen, zeugen miteinander 2 Töchter: Anna und Maria. Seine Tochter Anna hat sich verheurathet mit Mag. Johann Parsimonio, Pfarrherrn zu Rembs im Ramsthal, des ehrwürdigen hochgelehrten Herrn Johann Parsimonii, fürstlich wirtembergischen Hofpredigers und hernach Abts zu Hirsaw Sohn, die zeugen miteinander eine Tochter, Anna genannt; ihr Herr Vater starb und war ihre Mutter eine Wittib, hauset also zu Rembs mit der Mutter. Ein überaus schöner Mensch, (dann ihr Herr Vatter ein schöner starker Herr war) diese ersahe auf ein Zeit ein Nachrichter von Hall, ein sehr reicher Mann, als er seinen Bruder zu Rembs besuchte, der auf einem Berg in einem alten Schloß, nit weit von Rembs, seine Wohnung hatte, ein Wasenmeister war, der doch seiner Reichthum halber das Handwerk nicht trieb, sondern durch seine Knecht verrichten ließe, war darneben ein berühmter Arzt, ein Medicus, hatte einen großen Zulauf, hatte Niemand ob ihm einen Abschewen, weder geist- noch weltlich.

Dessen Bruder, der Nachrichter zu Hall, wie obgemeldt, ersahe gemeldte Mag. Parsimonii Tochter, gewinnet ein Lieb zu ihr, macht Kundtschaft zu ihr und spricht sie umb die Ehe an, schenkt ihr etlich Stück Golds, und weil der Nachrichter auch ein schöner Mann war, bekam sie auch ein Lust zu ihme, und versprachen einander die Ehe, weil er fürgab, daß in der Reichsstadt Hall Niemand ob dem Nachrichter (denn er kein Wasenmeister sey) Abschew trage, wie hernach folgen wird. Und weil der Tochter Mutter nit viel Uebriges hatte als ein Wittfraw, gab sie den Willen in den Heurath, wollten also sich die Eheleuth miteinander verkünden laßen, aber der Pfarrer wollte darein nit bewilligen, wie auch die ganze Freundschaft, von wegen Doctoris Jacobi Andreae ehrlicher Freundschaft; diese Ehesache kame für das Consistorium und Ehegericht zu Stuttgardten, da man sie beide wieder von einander geschieden und allen Pfarrherrn im Schorndorfer und Waiblinger Ambt verbotten, sie nicht auszurufen, viel weniger eine Ehe zu machen. Sie beide aber wollten dannoch einander nit laßen, sondern er bescheidet sie zu sich in ein Waldt und beschlief sie, schüttet ihr 100 fl. in die Schöos mit dem Versprechen, er wolle sie in Lieb und Leid nit verlaßen, ziehen mit einander Hall zu, die Mutter verkauft alles, was sie zu Rembs gehabt, zeucht ihnen nach, und hielten mit einander eine stattliche Hochzeit, und ist ihnen zu Ehren ein ganzer ehrsamer Rath zu Hall zur Hochzeit erschienen, weil sie kein Abschewen ob diesem Nachrichter trugen; leben also im Frieden und groß Reichthumb miteinander. Also daß Docter Jacobus Andreae den Reimen zu Nürnberg nit abwaschen kann, daß er nicht Huren und Buben in Seinem Geschlecht hab.

Philippus Andreae, Dr. Jacobs Bruder, ist Anfangs Diaconus zu Göppingen bey seinem Bruder Dr. Jacob gewesen, hernach Pfarrer zu Eberspach, Göppinger Ambts, und zuletzt zu Giengen in der Reichsstadt Pfarrer worden. Seine Haußfraw war Catharina, eines Bürgers und Schuhmachers Tochter zu Göppingen, der Wiesensteiger genannt, hielten Hochzeit zu Göppingen.

Ich M. Jacob Andreae, Pfarrer zu Metzingen, damals ein Knab umb 7 Jahr, that bey gemeldter Hochzeit einen Spruch, wie es in der lateinischen Schul bey allen Hochzeit bräuchlich, verehrt man der Hochzeiterin ein Kränzlein, darumb ein Ruth, wirft's der Hochzeiterin in den Arm, und spricht:

Nemmend hin die Ruth,

Machen ewern Mann mit gut,

Und schlagen ihn ins Paradeiß

Mit diesem gezierten Reiß.

 

Und zum Wortzeichen hab ich im Werfen ein groß Glaß mit Wein verworfen, da es ein groß Gelächter geben, und hat mich einer genommen, uf den Tisch gestellt, da mich die Hochzeitterin zu ihr an Tisch ihr Seiten gesezt; bin also wohl daran gewesen und hab mein Sach wohl verricht und der Schuler-Suppen wohl verdienet, dann man allemal den Schulern ein großen Ropfsuppen mit weiß Brod eingeschnitten und in die Schul vor der Hochzeit-Predigt geschickt.

Diese zwey Eheleuth zeugten mit einander eine ein[z]ige Tochter, mit Namen Anna, diese, als sie mannbar war, verheurathet sich mit einem ehrlichen Bürger zu Giengen, mit Namen Ulrich Rockenburger, ein stattlicher Gastgeb zu Giengen, die zeugten mit einander 6 Söhn und 6 Töchter. Die ältiste Tochter Anna war verheurathet M. Eberhards Andreae, Pfarrer zu Wümpfen, Mr. Jacobi Andreae, Pfarrers zu Metzingen Sohne, von deren Ehe hernach folgen wird.

Obgemeldten Herrn Philippi Andreae Haußfraw hat sich in ihrem Wittwenstand anderwerts verheurathet mit dem ehrwürdigen wohlgelährten Herrn Mr. Daniel Wallißern, Pfarrern zu Geißlingen, Ulmischen Gebiets, haben viel Jahr bey einander gelebet, aber sie hat ihren Herrn überlebt; ist ein feiner starker Herr gewesen, aber gehlingen[11] gestorben, als er mit einem guten Freund ein Trunk gethan und in desselben Hauß im Brettspiel kurzweilet, ist er gehlingen krank worden und nur die Wortte gesagt: "Ach Gott, wie will mir werden", ist umgesunken und straks todt gewesen, zu Nacht hat man ihn in einem Zuber in's Pfarrhaus getragen, hernach zu Geißlingen ehrlichen mit großem Klagen begraben. Hat also dies alte Weib, so über die 90 Jahr alt gewesen, den jungen Mann (der doch auch alt geworden, aber sie jung genommen,)[12] überlebt, ein namhaftes von ihme geerbt, welche hernach bey ihrer Tochter Anna zu Giengen, die auch eine Wittfraw war und noch lebt, anno 1629 so mit ihrem Sohn hauset, der die Wirtschaft treibt, eine stattliche Herrberg und ein groß Gut unter ihren haben, daselbst bey der Tochter, da sie ihr besonder Gemach gehabt und ihre gute Pfläag in eigenem Losement hatte, seeliglich gestorben und zu Giengen begraben worden.

Johann, Dr. Jacobs dritter Bruder, seines Handwerks ein Schmidt, hat seinem alten Vater helfen in der Schmitte schaffen, ist ledigen Stands gestorben.

Anna, Doctor Jacobs Schwester, hat sich verheurathet mit einem Schuhmacher zu Waiblingen, Hannß Bobfingers, sonst Bok genannt, haben viel Kinder mit einander gezeugt, sonderlich einen Sohn, Michael Bock genannt, der in ein fürstlich Kloster recipiert, zu Tübingen Magister worden und Theologiam gestudiret, hernach von seinem Vater Dr. Jacob Andreae, als er zu Hagenaw ein christlich evangelische Kirche gepflanzet, und Dr. Jacob Heerbrandt, Pfarrern zu Hagenaw, confirmiret und eingesegnet, seinen Vettern Mag. Michael Bock ledigen Stands gen Hagenaw geschikt, der Dr. Jacob Heerbrands Diaconus worden, hat sich daselbst ehelich verheurathet und etlich Kinder mit seiner Haußfraw gezeuget, ist daselbsten gestorben und begraben worden.

 

Folgt jetzt Jacob Enderis, Bürgers und Schmidts zu Waiblingen,

erstgebohrner Sohn Jacobus und seine Kinder und Kinds Kind.

 

Doctor Jacobus Andreae[13] war gebohren zu Waiblingen von Meister Jacob Enderis, ein Schmidt, und Anna Weißkopfin anno 1528 den 25. Martii. Anno 1541 ein Studiosus zu Tübingen war Bacalaurius. Anno 1545 ward er Magister. Anno 1546 ward er Diaconus zu Stuttgardten. In dem Jahr hielt Dr. Jacobus Andreae Hochzeit mit seiner ersten Haußfrawen Anna Entringerin, Johann Entringers Tochter zu Tübingen, seiner Tochter Hochzeit daselbsten den 30. Junii. Anno 1549 ward er geurlaubet zu Stuttgardten wegen Interims, war aber bald hernach Diaconus zu Tübingen. Anno 1552 ward Dr. Jacobus Andreae Pfarrer Generalis und Specialis zu Göppingen. Anno 1553 factus Jacobus Andreae doctor cum D. Ludovico Rabus. Anno 1582[14] war er von Herzog Christoph von Wirtemberg zu einem Probst und Canzler der Universität zu Tübingen geordnet.

Im Stand der heiligen Ehe hat Dr. Jacobus Andreae mit seiner ehelichen Haußfrawen gezeugt nachfolgende Kinder:

Anno domini 1545[15] den 16. Junii war gebohren meine[16] erste Tochter Susanna, zwischen 9 und 10 Uhr Nachmittag. Starb anno 1552 den 11. Junii.

Anno domini 1548 den 7. Junii zwischen 5 und 6 Uhren Nachmittags ward gebohren Juditha, starb anno 1550.

Anno 1549 den 11. October umb 4 Uhr Nachmittag zur Zeit des leidigen Interims, da er ohne Dienst war, zu Tübingen in der Marktgaßen in eines Sattlers Behaußung war gebohren Jacobus Andreae, sein erstgeborner Sohn, Gevatter waren Herr Leonhardt Fuchsius, der Arzney Doctor und Professor zu Tübingen, Gevaterin Anna, Herrn Johannis Benigni, Professoris zu Tübingen, Haußfraw.

Anno domini 1551 war gebohren David Andreae, weiter ist nit aufgezeichnet worden, in Vergeß gestellet worden, so der Vater oft klagt.

Anno domini 1552 den 10. October in der Nacht um 10 Uhr war gebohren Susanna. Gevater Jacobus Schekh, der Arzney Doctor und Professor zu Tübingen, Gevaterin ohnernannt Gablers Haußfraw.

Anno domini 1554 den 2. März war gebohren umb 5 Uhr Nachmittag Johannes, Gevater Wendel Schreiner, Bürger zu Göppingen, Gevaterin Apolonia Clessin.

Anno domini 1555 den 8. Augusti umb 2 Uhr Nachmittags ward gebohren Ulricus. Gevater der wohlgeborne Herr Grav Ulrich von Helfenstein und Herr Johannes Krauß, der Rechten Doctor und fürstlich wirtembergischer Rath zu Stuttgart.

Anno domini 1557 den 10. Aprilis umb 12 Uhr Mittags war gebohren Blandina. Gevater Johannis Thobel, ein Gastgeber und Fautor aller Pfarrer und Geistlichen, und Margaretha Rohrbächin, Stadtschreiberin zu Göppingen.

Anno domini 1559 den 28. Maji Morgens umb 6 Uhr ward gebohren[17] Daniel. Gevater Herr Johannes Thobel, Gevaterin Margaretha Rohrbächin.

Anno 1560 den 10. December umb 9 Uhr ward gebohren[18] Maria. Gevater Herr Simon, ein Ledergerber. Gevaterin Ursula, Herrn Georg Jägers Ratsherren Haußfraw.

Anno 1562 den 17. December ward gebohren[19] Corona. Gevater Herr Johannes Seihel, der Rechten Doctor, Gevaterin Fraw Corona, Doctoris Jacobi Schekij Haußfraw.

Anno 1564 den 4., Maji um 1 Uhr Nachmittag war gebohren Ludwig[20]. Gevater der wohlgebohrne Grav Ludwig von Oetingen und Herr Kilian Vogler, der Rechten Dr. und Professor zu Tübingen, Gevaterin Frau Corona, Dr. Schekhen Hausfraw.

Anno 1567 den 29. Maji um 9 Uhr Vormittags war gebohren[21] Judith. Gevater der ehrwürdige Herr Bartholomäus Kaeser, Probst zu Denkendorf, und Mr. Georgius Hizler, Professor zu Tübingen, Gevaterin Corona, Dr. Jacob Schekhen Haußfraw.

Anno 1569 den 7. Maji zwischen 4 und 5 Uhr Nachmittags ward gebohren[22] Agnes.

Anno 1571 den 30. October um 9 Uhr Nachmittag war gebohren[23] Hedwig. Gevater Herr Joachimus Blatterhardt, Bürgermeister zu Eßlingen, und die durchlauchtige hochgebohrne Fürstin und Fraw, Fraw Hedwig, Herzogen Julii aus Braunschweig Gemahlin.

Anno 1574 ward gebohren[24] Petrus, war auch getauft worden und gleich gestorben.

Anno 1577 war gebohren[25] Paulus, ist auch geh getauft und gleich gestorben.

Anno 1579 ward gebohren[26] Isaac, Gevater Mr. Georgius Hizler, Professor zu Tübingen, Gevaterin Corona, Dr. Jacob Schekhen Haußfraw zu Tübingen.

Anno 1583 den 25. Julii starb Herrn Doctoris Jacobi Andreae, Probst und Canzler zu Tübingen, erste Haußfraw Anna; die Leichtpredigt hat gethan Doctor Anthonius Bahrenbüller[27], damals Diaconus zu Tübingen.

Anno 1585 den 16. Februar hielt[28]. Doctor Jacobus Andreae, Probst und Canzler zu Tübingen, seine andere Hochzeit mit der ehren- und tugendsamen Frauen Regina, Herrn Johann Reitters seel. von Regenspurg Wittib. Doctor Jacobus Andreae ist mit allen seinen Kindern und Kindskindern, die er alle, die junge Enkel-Söhn in schwarz- und die Enkel-Töchterlein in roth Attlaszeug gekleidet, in die Kirchen gangen, dergl. zuvor nie geschehen noch gesehen worden.

Anno 1590 den 7 Januar starb[29] Dr. Jacobus Andreae, Probst und Kanzler der Universität zu Tübingen, hat gelebt 63 Jahr 13 Tag, hat der Kirchen gedient 43 Jahr; die Leichenpredigt hat gethan Herr Lucas Osiander, der hl. Schrift Doctor und Hofprediger zu Stuttgardt, ward zu Tübingen in der Kirchen zu St. Georgen begraben.

Anno 1592 den 17. September starb die ehren- und tugendsame Frau Regina, Herrn Doct. Jac. Andreae andere Haußfraw. Herr Doctor Sigwart hat die Leichenpredigt gethan.

 

 

Folgt jetzunder, wie sich Doctor Jacobi Andreae, Probst und Canzlers

zu Tübingen, Kinder und Enckelen verheurathet haben.

 

Erstlich Jacobus Andreae, Dr. Jacos erstgebohrner Sohn. Anno 1566 (schreibt er selbst) bin ich Baccalaurius zu Tübingen worden, meines Alters im 17. Jahr. Anno 1568 den 11. Augusti bin ich Magister worden, meines Alters im 19. Jahr.

Anno 1569 bin ich vom Herzog Ludwigen von Wirtemberg zu einem Pfarrer in Hagenloch[30] gnädigst bedacht und den 5. Junii von dem ehrwürdigen, hochgelehrten Herrn Eberhardt Bidenbach, der heil. Schrift Doctor und Abt zu Bebenhausen, in Gegenwart meines Herrn Vaters, Dr. Jacobi Andreae, Herrn Thomae Dürnauers, Pfarrers und Special-Superintendenten zu Weil im Schönbuch, Herrn Balzer Linders, Vogts, und Isaac Schwarzen, geistlichen Verwalters zu Bebenhausen, nachdem ich meine Probepredig gethan, eingesegnet und der Gemeinde zu Hagenloch präsentirt worden, meines Alter im 20. Jahr.

Anno 1570 den 13. December hab ich zu Denkendorf im Closter zu Abends einen Handstreich gehalten mit der ehren und tugendsamen Jungfrauen Anna Beerin, des ehrenvesten und hochgelehrten Herrn Casper Beeren, der Rechten Doctoris, Herzog Ulrich und Herzog Christophs Rath zu Stuttgardten, Tochter, in Gegenwärtigkeit Herrn Johann Brentzen, Propsts zu Stuttgardten, Doctor Kilian Voglers, auch Doctor Beati Fabri, fürstlich wirtembergischen Advocaten, und Herrn Bartholomaei Kaesen, Propsts zu Denkendorf, als der Jungfrauen Pfläeger. Die Hochzeit ist zu Tübingen gehalten worden, den 9. Januar anno 1571.

Anno 1573 hat mir meine liebe Haußfrau zu Hagenloch einen Sohn gebohren, mit Namen Jacob, ist aber gleich den 13. Februar gestorben. Anno 1573 bin ich von dem ehrwürdigen und wohlgelehrten Herrn Thoma Dürnauern, Pfarrern und Special-Superintendenten zu Weil im Schönbuch, zu einem Pfarrer in Dußlingen eingesegnet worden.

Anno 1576 den 17 März zwischen 12 und 1 Uhr Nachmittags starb mir meine liebe Haußfraw Anna, als wir friedlich und ehrlich miteinander im Ehestand gelebt 5 Jahr, zween Monath und 4 Tag. Gott gebe ihr am großen Tag des Herrn eine fröhliche Auferstehung. Sie liegt zu Dußlingen in der Kirche begraben, darinn ihr Grabstein und Epitaphium zu sehen. Anno 1551 ward meine liebe Haußfrau[31] zu Stuttgart gebohren von Herrn Dr. Caspar Beeren und seiner Haußfrauen Margaretha, hat sie aus der Tauf gehoben eine ehrbare Frau, die Breuninge genannt.

Anno 1576 den 20. September habe ich mich Mr. Jacobus Andreae, Pfarrer zu Dußlingen, anderwärts verheurathet mit der ehren und tugendsamen Jungfrauen Catharina, Veit Mannen und seiner Haußfrauen Apolonia Tochter, die Hochzeit ist hernach den 16. October am St. Gallentag zu Blaubeuren gehalten worden. Gemeldte Tochter Catharins war gebohren zu Blaubeuren anno 1558 den 25. November, Gevatern Conrad Denzel, Gevaterin Margaretha, Sebastian Seyfarts Haußfrau zu Blaubeuren, und ist das erste Kind, so aus Befelch Herzog Christophs zu Wirtemberg in das Taufbuch zu Blaubeuren eingeschrieben worden.

Anno 1577 den 23. September zwischen1 und 2 Uhr in der Nacht ward mir gebohren mein erster Sohn von meiner lieben Haßfrauen Catharina, Jacobus, Gevatern Herr Jacob Käfer, Vogt von Gömerigen[32], und Conrad Dirr, Schultheis zu Dußlingen, Gevaterin Frau Anna, Herrn Caspar Majers, der Arzney Doctoris zu Tübingen, Haußfrau.

Anno 1579 den 2. April um 8 Uhr Vormittags[33] ward gebohren Ludwig Andreae, Gevater der ehrwürdig und wohlgelehrte Herr Thomas Dürnauer, Pfarrer und Special-Superintendens zu Weyl im Schönbuch, Herr Johann Faustus, Pfarrer zu Nehren; Gevaterin Cordula, Herrn Pfarrer Salomon Schradins zu Gömerigheim[34] Haußfraw. Starb zu Metzingen den 28. November anno 1589.

Anno 1580 den 2 December zwischen 12 und 1 Uhren in der Nacht ward gebohren[35] Christoph, Gevater Herr Salomon Schradin, Pfarrer zu Gömerigen, und Mr. Eusebius Stetter, Rector der[36] Schul zu Tübingen auf dem Österberg, Gevaterin Frau Anna, Herrn Caspar Meyers, med. Doctoris zu Tübingen, Haußfrau. Starb anno 1581 den 29. Maji zwischen 12 und 1 Uhr Nachmittags.

Anno 1582 zwischen 3 und 4 Uhr Nachmittags, am heil. Auffahrtstag, ward gebohren[37] Christoph, Gevatern Herr Salomon Schradin, Pfarrer zu Gömerigen, Hr. Johann Faustus, Pfarrer zu Nehren, Ursula, Jacob Keiffers, Vogt zu Gömerigen, Haußfrau. Starb peste zu Gröningen bey Herrn Stadtschreiber als ein Scribent daselbsten anno 1596 den 30. December, liegt bey ihm ein Schenkel, so man Herrn Mr. Jacobo Magiro, Pfarrern zu Gröningen, meinem lieben Schwager, abgeschnitten.

Anno 1583 den 16. November um 1 Uhr in der Nacht ward gebohren[38] Eberhardt, Gevatern, Herr Jacob Kaiffer, Vogt von Gemerigheim, und Conrad Dürr, Schultheis zu Dußlingen, Gevaterin Frau Apolonia, Pfarrers zu Nehren Johannes Fausten Haußfraw.

Anno 1586 den 15. Januar zu Abends um 7 Uhr war gebohren[39] Antonius, Gevater Mr. Sebastianus Mockel, Pfarrer zu Ofterdingen und Specialis-Superintendens, Herrn Johann Faust, Pfarrer zu Nehren, Frau Ursula, Herrn Jacob Käfers, Vogts zu Gömerigen, Haußfraw. Starb am St. Stephanstag 1596 zu Metzingen.

Anno 1588 den 10. März um 8 Uhr Nachmittags ward gebohren[40] Johannes Martinus, Gevatern Mr. Eusebius Stetter, Rector der Schul uf dem Österberg, Conrad Dürr, Schultheis zu Dußlingen, Gevaterin Frau Ursula, Jacob Käfers, Vogts zu Gemerigen, Haußfraw.

Anno 1589 bin ich Mr. Jac. Andreae zu der Pfarr Metzingen im Auracher Thal von Herzog Ludwig von Wirtemberg gnädig bedacht und auf St. Matthiae Tag von dem ehrwürdigen und wohlgelehrten Herrn Mr. Johann Schmidlin der Kirchen daselbst präsentirt worden. Anno 1589 den 24. December ward gebohren[41] Anna, Gevatern Hannß Heinrich Dünkelaker, Amtmann zu Metzingen, Heinrich Knaber, Anna, Georg Albers Haußfraw zu Metzingen.

Anno 1591 den 14. Maji ward gebohren zu Metzingen Regina, Gevater Hannß Heinrich Dünkelaker, Amtmann, Heinrich Knaber, Anna, Georg Albers Haußfrawen zu Metzingen.

Anno 1593 den 6. Aprilis ward gebohren Catharina, Gevater Heinrich Knaber, Gevaterin Anna, Jerg Albers Haußfraw. Starb den 26. Julii 1593.

Anno 1596 den 22. September ward gebohren[42] Joseph, Gevater Conrad Dürr, Schultheis zu Dußlingen, Anna, Georg Albers Haußfraw, Gevaterin.

Anno 1598 den 23. August war gebohren Catharina, Gevater Johann Harpprecht, der Rechten Doctor und Professor zu Tübingen, Gevaterin Anna, Jerg Albers Haußfraw.

Anno 1601 den 18. April war gebohren Christoph der Dritte, Gevater Johann Harpprecht, der Rechten Doctor und Professor zu Tübingen, Gevaterin Anna, Georg Albers Haußfraw. Starb in dem Jahr den 7 Maji.

Anno 1617 bin ich Mr. Jac. Andreae von 4 gottlosen Metzingern von Metzingen vertrieben[43] und Pfarrer zu Kirchentellinsfurth worden.

 

Folgt wie ich Mr. Jacobus Andreae meine Kinder verheurathet habe,

und ihre Kinder und Kinds-Kinder.

 

Mr. Jacobus Andreae, mein erst gebohrner Sohn, hat sich erstlich verheurathet mit der ehren- und tugendsamen Jungfrawen Anna Maria, Herrn Johann Walthers, Bürgers und Gastgebers zu Brakenheim, Tochter, die hat ihm Kinder geben: 1) Anna Catharina, 2) Eva, 3) Anna Maria, 4) Hannß Jacob, 5) Marx.

Nach dem Absterben seiner ersten Haußfrawen hat er sich anderwärts verheurathet mit Catharina, Mr. Johann Walthers, Schulmeisters zu Waiblingen, Wittib. Haben keine Kinder mit einander gezeugt. Starb zu Mußbern den 6. April 1621.

Nach dem Absterben hat er sich zum dritten Mal verheurathet mit Frau Euphrosina, Herrn Dr. Schmidloppen nachgelaßener Wittib, anno 1621.

Seine Tochter Anna Maria verheurathet sich mit Herrn Johann Rößlin von Winnenden, zeugen mit einander Kinder: 1) N., 2) Hannß Jacob, haben mich zu einem Uranherren gemacht.

Mr. Eberhardus Andreae verheurathet sich mit der ehren- und tugendsamen Jungfrawen Anna, Herrn Ulrichen Rockenburgers von Giengen Tochter, haben anno 1608 an Allerheiligen Tag Hochzeit zu Geißlingen gehalten. Zeugen mit einander Kinder wie folgt: 1) Jacob †, 2) Anonymus †[44], 3) Johannes †, 4) Daniel †, 5) Andreas †, 6) Catharina †, 7) Anna †, 8) Maria †, 9) Anna Maria †, 10) Regina, 11) Eberhardus, 12) Blandina.

Mr. Johannes Martinus Andreae hat sich anno 1612 den 3. November verheurathet mit Catharina, Mr. Ludwig Breitmejers, Pfarrers zu Bittenfeld, Tochter, haben zu Metzingen Hochzeit gehalten und haben Kinder miteinander gezeugt: 1) Ludwig, 2) Johann Jacob, 3) Thabita †, 4) Lucas, 5) Joh. Martinus, 6) Andreas †, 7) Hannß Valentin, 8) Johann Ludwig, 9) Samuel †, 10) Catharina, 11) Eberhardt.

Mr. Josephus Andreae hat sich anno 1624 verheurathet mit der ehren- und tugendsamen Jungfrauen Anna Maria, Herrn Hieronimi Benders, vieljährigen Gemmingischen Vogts uf dem Schloß Hornberg bei Nekerzimmern in der Pfalz, und Apoloniae, seiner Haußfrawen, eine gebohrene Häußnerin, Tochter, haben mitein[and]er Kinder gezeugt: 1) Jacob †, 2) Joseph, 3) Agnes, 4) Hieronymus, 5) Catharina, 6) Maria posthuma †.

Ist bey seiner Pfarr zu Nekerzimmern anno 1633[45] gestorben und daselbsten neben die kleine Kirchthür mit großen Klagen begraben worden, die Leichenpredigt hat gethan Mr. Johannes Vinizianer Villato Carinthas, damals Gemmingischer Pfarrer zu Michelfeldt am Crächgow[46].

Den 29. August 1652 hat sich Hieronymus verheurathet mit Anna Magdalena, Herrn Mr. Johannes Hagelohr, Pfarrer zu Murr, eheliche Tochter, haben Kinder miteinander gezeugt: 1) Anna Maria, 2) Anna Catharina.

Anna, Mr. Jacobi Andreae Tochter, hat sich verheurathet mit Mr. Sigmund Roth, Pfarrer zu Tolfingen[47] am Neccar, haben Hochzeit gehalten den 9. April anni 1611, zeugen miteinander Kinder wie folgt: 1) Jacob †, 2) Jacob, 3) Joseph, 4) Christoph, 5) Anna Barbara, 6) Catharina, 7) Ursula. Starb deren Kind Mutter den 10. September 1623. Anno 1629 den 19. Maji starb Mr. Sigmund Roth, Pfarrer zu Tolfingen, ward allda in die Kirch begraben. Ihme succedirt N., Herrn Jacob Mayerri, gewesenen Abts zu Lorch und seiner Haußfrawen Hedwig, meiner Schwester, Sohn.

Anno 1618 den 2. Junii hielt meine Tochter Regina Hochzeit mit Mr. Ulrich Schrollen, Pfarrer zu Braitenholz, zu Metzingen, zeugten miteinander nachfolgende Kinder: 1) Jacob, 2) Barbara, 3) Johannes, 4) Anna Magdalene, 5) Zween Zwilling, die gleich auf den Abend nach der Geburt starben.

Catharina Andreaein, meine letzte Tochter, ist noch der Zeit ledigen Stands.

 

Folgen jezo Dr. Jacobi Andreae, Probsts und Canzlers zu Tübingen,

 andere Kinder und Kinds-Kinder.

 

Mr. David Andreae,[48] Pfarrer zu Jesingen, hernach zu Gilsen[49], verheurathet sich mit Fraw Agnes, Doctor Johann Greißen Tochter zu Marggrawen Baden, zeugen miteinander nachfolgende Kinder: 1) Anna Maria, 2) Christian, 3) Sabina, welche 3 Kinder gestorben, wie auch ihre Mutter hernach, liegt zu Jesingen[50] in der Kirch begraben. Nachmals verheurathet er sich anderwärts mit Jungfraw Margaretha, Herrn Jeremiae Godelmanns, Pfleegers uf Rosek, Tochter, ward die Hochzeit auf Rosek gehalten; zeugen miteinander Kinder: 1) Jacob, 2) Anna, 3) Maria.

Anno 15[88] starb Mr. David Andreae, Pfarrer zu Gilsten, und verheurathet sich sein Wittib mit Mr. Plancken, Abt zu Murrhardt, die ano 16 auch gestorben.

Mr. Johannes Andreae, der dritte Sohn Dr. Jacobi Andreae, Pfarrer zu Herrenberg, hernach Abt zu Königsbronn, verheurathet sich mit Jungfrauen Maria, des ehrenvesten fürgeachten Herrn Valentin Moser, Vogts zu Herrenberg, Tochter, haben miteinander nachfolgende Kinder gezeugt: 1) Jacob, 2) Ludwig, 3) Johann Valentinus. NB: Dieser Sohn Valentinus ist S. S. Theol. Dr., fürstlich Lüneburgischer Rath und noch zu dieser Stund Hofprediger zu Stuttgart, aber schneeweis, dieser hat das Andreaeische Geschlecht-Register gar in einer schönen Ordnung trucken laßen[51]. 4) Johannes, 5) Ludwig, 6) Anna, 7) Margaretha, 8) Regina.

Mr. Jacob, der älteste Sohn, Pfarrer zu Gebersheim, hat sich verheurathet mit Margaretha, N. Hoffmanns Tochter, haben miteinander Kinder erzeugt: 1) Johannes, 2) Jacobus, 3) Christianus, 4) Anna Maria, 5) Anna Rosina, 6) Anna Elisabetha.

Mr. Johannes Andreae, Pfarrer zu Beilstein, hat sich verheurathet mit Herrn Pfarrers zu Boppenweiler Mr. Josua Grüningers Tochter, Barbara genannt. Zeugen miteinander Kinder: 1) Johann Josua, 2) Johann Erasmus, 3) Johann Jacob, 4) Johann Ludwig, 5) Johann. NB: Man hat ihn an einem Stein geschnitten, darüber er gestorben.[52]

Mr. Johannes Valentinus Andreae ihr dritter Sohn (von dem allererst droben Meldung geschehen) war damalen Pfarrer und Special-Superintendens zu Calw, hatte sich verheurathet mit Elisabetha, Herrn Pfarrers zu Poppenweiler Mr. Josua Grüningers Tochter, haben Kinder miteinander gezeugt: 1) Maria, 2) Concordia, 3) Agnes Elisabeth †, 4) Agnes Elisabeth, 5) Gottlieb, der jezo Diaconus zu Cantstadt und mit des berühmten Theol. Mr. Sauberti zu Nürnberg Tochter verheurathet, 6) Ehrenreich.

Mr. Ludwig Andreae, ihr vierter Sohn, ist ein Herr Prediger worden, und 1610, da der Molsheimer Krieg gewesen, im Lager gestorben.

Anna, obgedachten Bruders Schwester, hat sich verheurathet mit Sixt Brauchen, Herrn Kastner und Untervogt zu Heydenheim, haben Kinder miteinander zeugt: 1) Ein ungetaufter Sohn, 2) Maria, 3) Philippus, 4) Arnold, 5) Anna, 6) Phil. Christoph, ihr Herr starb.

Margaretha, ihre Schwester, hat sich verheurathet mit Mr. Johann Balthasar Plieninger, Pfarrer zu Pfaffenhofen, haben Kinder miteinander gezeugt: 1) Maria Margaretha, 2) Agnes, 3) Johann Conrad, 4) Johann Balthasar, 5) Johann, 6) Maria, 7) Anna.

Regina, deren Schwester, hat sich anfangs verheurathet mit Sebastian Hoschen von Sulz, ein Alchimist und Chimicus, der starb ohne Kinder. Hernacher hat sie sich anderwärts verheurathet mit Herrn Balthasar Simon von Schmalkalden, der Arzney Doctor und Professor zu Tübingen, zeugen miteinander Kinder: 1) Jacob Balthasar, 2) Eva Maria.

Ulricus Andreae, Doctor Jacobs Andreae vierter Sohn, der Arzney Doctor zu Lindaw, hat sich verheurathet mit einer Wittfrawen, Ursula genannt, Herrn Joachims Franzen, Stadtschreibers zu Lindaw Tochter, ward die Hochzeit zu Lindaw gehalten, dabey Vater und Mutter und fast alle seine Geschwistrig gewesen, hat die Hochzeit fast acht Tage gewähret, zeugen miteinander 3 Töchter: 1) Anna, 2) Ursula, 3) Blandina. Diese 3 Schwestern haben 3 Brüder Doctor Daniel Möglins, der Arzney und Professoris zu Tübingen, zur Ehe bekommen. Ihr Herr Vater starb zu Lindaw, ihr Frau Mutter Ursula zu Tübingen anno 1624 als 75 Jahr alt worden. Anna, die älteste Tochter, verheurathet sich mit Herrn Johann David Möglin, der Arzney Doctor, zu Calw, zeugen miteinander: 1) Hanß David, 2) Anna Ursula, 3) Magdalena, 4) Ursula, 5) Anna Margaretha, 6) Daniel, 7) Christian.

Ursula, ihre Schwester, hat sich verheurathet mit Herrn Wilhelm Möglin, der löblichen Universität zu Tübingen Pfleegern zu Sindelfingen, haben miteinander Kinder gezeugt: 1) Ursula, 2) Joh. Wilhelm, 3) Daniel, 4) Ulrich, 5) Blandina, 6) Hanß Heinrich, 7) Ursula, 8) Hanß David, 9) Christoph, 10) Anna.

Blandina, ihre Schwester, hat sich verheurathet mit Herrn Johann Ludwig Möglin, der Arzney Doctor und Professor zu Tübingen, anno 1666, haben miteinander Kinder gezeugt: 1) Daniel, 2) Hannß Ulrich, 3) Ursula, 4) Blandina, 5) Johann Ludwig, jezo Professor Math. et Phil. zu Tübingen, dieser hat sich verheurathet mit Anna Elisabeth Weigenmajerin, haben miteinander Kinder gezeugt: 1) Johann Ludwig Möglin der Arzney Doctor, hoc tempore Physicus zu Waiblingen, 2) Wolfgang, 3) Rudolph, 4) Philipp, 5) Daniel, 6) David, 7) Blandina. 8) Rosina, 9) Margaretha, 10) Heinrich.

Daniel Andreae, Dr. Jacobi Andreae, Propsts und Canzlers, fünfter Sohn, hat sich verheurathtet zu Stuttgardt mit Frau Ursula, Herrn Johann Schnerren, Bürgers zu Stuttgart und Assessoris im fürstlichen Hofgericht zu Tübingen [Tochter], starb ohne Leibeserben anno 1615 den 5. December zu Stuttgart. Seine Haußfraw starb bald nach ihm.

Susanna, Doctoris Jacob Andreae, Propsts und Canzlers zu Tübingen, älteste Tochter, verheurathet sich mit dem edlen und vesten Herrn Balthasarn Eysegrein, der Rechten Doctor und des fürstlichen Consistorii zu Stuttgarten Doctor[53], haben zu Tübingen Hochzeit gehabt anno 1571 den 20. Februar, haben miteinander Kinder gezeugt wie folgt: 1) Johann, starb in seiner blühenden Jugend, ein gelehrter Jüngling, 17 Jahr alt, 2) Hanß Balthasar, 3) Hanß Balthasar, 4) Johann Martin, 5) Anna Maria, 6) Susanna, starb im 3. Jahr ihres Alters, 7) Johann Martin, 8) Veronica, 9) Tobias, 10) Ester, starb in der Jugend.

Herr Johann Balthasar, Dr. Balthasars Sohn, verheurathet sich mit der ehren- und tugendsamen Jungfrawen Justina, Herrn Johann Wimplins, Bürgermeisters von Gröningen, Tochter, zeugen miteinander Kinder: 1) Johann Balthasar, 2) Hanß Balthasar, 3) Susanna, 4) Anna Justina, 5) Anna Maria, 6) Susanna.

Johannes Martinus Eyßegrein, Dr. Balthasarn Eyßegrein Sohn, verheurathet sich mit der ehren- und tugendsamen Jungfrawen Barbara, Herrn Conrad Schloßbergers Tochter, zu Eßlingen, ist daselbsten im Bebenhäusischen Hof Pfleger.

Tobias Eysegrein, Dr. Balthasars Eysegerein [sic!] Sohn, verheurathet sich mit der ehren- und tugendsamen Jungfrawen Barbara, Herrn Johann Schauppen, Rathsverwandten zu Biberach, Tochter, zeugen miteinander Kinder: 1) Anna Dorothea, 2) Christoph, 3) Tobias, 4) Maria Barbara.

Veronica, Herrn Dr. Balthasarn Tochter, verheurathet sich mit Herrn Conradt Reißern, der Rechten Doctor. Starben beide ohne Kinder.

Anna Maria, Herrn Dr. Balthasarn Eysegrein Tochter, verheurathet sich mit Herrn Sebastian Bloßer[54], der Arzney Doctor und Professor zu Tübingen, zeugen miteinander Kinder: 1) Susanna, 2) Johann Balthasar, 3) Joh. Sebastian, 4) Anna Maria, 5) Anna Magdalena, 6) Anna Dorothea, 7) Anna Christina, 8) Johann Jakob, 9) Johann Ludwig, 10) Johann Balthasar, 11) Johann Martin, 12) Johann Tobias, 13) Esther, gebohren anno 1588, starb 1589 den 13. März.

Doctor Sebastian Ploß starb zu Sülz. Doctor Sebastian Ploß verheurathet sich, Anna Maria Ploßin verheurathet sich.

Blandina, Dr. Jacobi Andreae, Propst und Canzler zu Tübingen, Tochter [verheurathet sich] mit Herrn Antonio Schweickharden von München, Universitätsverwandten zu Tübingen, zeugen miteinander nachfolgende Kinder: 1) Johann, 2) Jacob, 3) Anna, 4) Regina, 5) Anthonius, 6) Zween Zwilling Georg und 7) Johann. Johannes, ihr erstgebohrner Sohn, Dr. juris, verheurathet sich erstlich mit Anna Felicitas Aichmaennin, zeugen miteinander Kinder: 1) Johann, 2) Anthonius. Hernach verheurathet er sich anderwärts mit Maria Margaretha Remoldin, zeugen mit einander Kinder: 1) Nit zur Tauf kommen. 2) Auch nit getauft worden. 3) Blandina.

Mr. Jacobus Schweickhardt, Antonii Schweikhardts anderer Sohn, Pfarrer zu Niederhofen, verheurathet sich mit Anna Mettmännin zu Bünnigheim, zeugen miteinander Kinder: 1) Blandina, 2) Jacob, 3) Magdalena.

Anna, Herrn Anthonii Schweickhards Tochter, verheurathet sich mit Herrn Andreae Grammern, der Arzney Doctor, starb ohne Kinder. Hernach verheurathet sie sich anderwärts mit Mr. Blasio Braunen, Pfarrer zu Münchingen, zeugen miteinander Kinder: 1) Anna, 2) Jacob, 3) Blandina, 4) Regina, 5) Agnes.

Regina, ihre Schwester, hat einen grosen Hofer, ist alt worden, starb ledig 1624.

Philippus[55], Herrn Anthonii Schweikhardts Sohn, verheurathet sich p.

Maria, die dritte Tochter Dr. Jacobs Andreae, verheurath sich erstlich mir Mr. Georg Schüzen, Pfarrers zu Möhringen ober Stuttgardt, welcher Fleckh gen Eßlingen gehörig, zeugen miteinander Kinder: 1) Johannes, 2) Georg, 3) Jacob, 4) Anna Maria, 5) Susanna, 6) Georg.

Mr. Johannes Schüz, Prediger in Schlesien zu Troppaw, verheurath sich mit Jungfraw Felicitas Ritterin, Herrn Ritters, Notarii publici, Tochter, darnach mit Anna Brentzin. Sollen miteinander 7 Kinder gezeugt haben, man weiß aber nichts von ihnen, außer daß der Vater zu Troppaw vertrieben worden; ist jezo nit weit von Wien in Österreich bey einem Freyherrn. Die Kinder haben geheißen: 1) Johann Georg, 2) Johann Jacob, 3) Maria Anna, 4) Agnes Maria, 5) Johann Armenius, 6) Anna Maria, 7) Felicitas. Johann Georg ist anno 1630 bey mir als ein Soldat gewesen.

Georgius Schütz, sein Bruder, verheurathet sich zu Lintz mit Jungfrau Sophia, Dr. Georgii Kaeblins, Utr. Jur. Lic. und Advocaten, Tochter, starb ohne Kinder.

Jacobus Schüz, Dr. Juris, verheurathet sich mit Anna Maria, Herrn Dr. Georgii Burkhardt, Rath und Advocaten zu Nürnberg, Tochter, sollen 6 Kinder haben.

Anna Maria, M. Georgii Schüzen Tochter, verheurathet sich mit dem ehrwürdigen wohlgelehrten Herrn Mr. Erhardo Cellio, damals Pfarrer zu Wankhen, hernach Pfarrer zu Wimpfen in der Reichsstadt, und zulezt Pfarrer zu Eßlingen. Zeugen miteinander Kinder: 1) Anna Maria, 2) Johann Georg, 3) Johannes Erhard, 4) Joh. Jacob, 5) Joh. Anastasius, 6) Joh. Wilhelm, 7) Anna Ursula, 8) Anna Sabina, 9) Anna Barbara, 10) Susanna, 11) Anonimus, 12) Anna Rosina, 13) Johann David.

M. Joh. Georg Cellius, Herrn Joh. Erhard Cellii Sohn, Pfarrer zu Heuerbach, verheurathet sich mit Jungfraw Magdalena, des eedlen, hochgelehrten Herrn Andreae Bayers, der Rechten Doctoris und Professoris zu Tübingen, Tochter, zeugen miteinander nachfolgende Kinder:

Johannes Erhardus Cellius, Doctor medicinae, Physicus zu Esslingen, verheurathet sich.

Anna Maria, obgemeldter Brüder Schwester, verheurathet sich mit dem ehrenvesten wohlfürgeachten Herrn Ernst Jacob Bechten, Stadtzinnßern zu Eßlingen, zeugen miteinander Kinder: 1) Ernst Friedrich.[56]

Obgemeldte Maria, Doctor Jacobs Andreae Tochter, und des verstorbenen Mr. Georgii Schüzen, Pfarrers zu Möhringen, nachgelaßene Wittib, hat sich anderwärts verheurathet mit Herrn Johann Harpprecht, der Rechten Doctor und Professor zu Tübingen, zeugen miteinander nachfolgende Kinder: 1) Christoph, 2) Regina, 3) Maria, 4) Agnes, 5) Rosina, 6) Johannes, 7) Julius, Gevater Herzog Julius zu Wirtemberg p.

Christoph, Dr. Harpprechts erstgebohrner Sohn, Doctor Juris, verheurathet sich mit Jungfraw Ursula, Herrn Ottonis Gryphri[57], gewesenen Rectoris Gymnasii poetici Ratisbonensis, Tochter, zeugen miteinander nachfolgende Kinder: 1) Anna Maria, 2) Regina Maria, 3) Joh. Christophorus.

Regina, Dr. Harpprechts Tochter, verheurathet sich mit Herrn Ludwig Koenig, Dr. Ludwig Königs, Advocaten, Sohn; er starb bald, hatte eine unfruchtbare Ehe.

Diese Regina hat auch mit Herrn Joh. Enzlin, Herrn Dr. Matthaei Enzlins Sohn, einen Sohn gezeugt, Namens Johannes. Die Regina verheurathet sich anderwärts mit dem ehrenvesten, hochgelehrten Herrn Johann Renzenbach, der Arzney Dr. und Physicus in der Freudenstadt, zeugen miteinander Kinder.

Maria, Dr. Harpprechts Tochter, verheurathet sich mit dem ehrenvesten, hochgelehrten Herrn Martino Rümmelin, Professor zu Tübingen, zeugen miteinander Kinder: 1) Maria Margaretha, 2) Anna Rosina, 3) Anna Maria, 4) Johann Christoph, 5) Agnes.

Agnes, Dr. Harpprechts Tochter, verheurathet sich mit Herrn Dr. Mundio, Advocaten zu Coburg im Land Sachsen, zeugen miteinander Kinder, wie folgt:[58]

Susanna, Mr. Georgii Schüzen Tochter, obgemeldter Maria Harpprechtin Schwester, verheurathet sich mit dem hochgelehrten Herrn Marcello Dieterich von Schankewiz, der Rechten Doctor, Pfalzgraven Augusti zu Sulzbach Rath und Stadthaltern, haben eine unfruchtbare Ehe.

 

Corona, Herrn Dr. Jacobi Andreae, Propsts und Canzlers zu Tübingen, Tochter verheurathet sich mit Herrn Johann Jacob Freyen, der Arzney Doctor und Physicus zu Lindaw, Eßlingen und Cron-Weisenburg, zeugen miteinander nachfolgende Kinder: 1) Anthonius, 2) Johann Jacob, 3) Marx, 4) Corona.

Johann Jacob Frey verheurathet sich als Chymicus mit N.N., Herrn Johann Schindelins, Untervogts, Tochter, sind beide ohne Leibeserben abgestorben.

Marx Frey, Pfalzgraven von Lützelstein, der Herzogin Frau Ursula Wittib Herr Bruder, Leib-Medicus, hat sich verheurathet, aber man hat nichts von ihm.

Corona, Dr. Hannß Jacob Freyen Tochter, hat wider ihres Herrn Vater Willen einen Calvinischen Herrn zur Ehe genommen, können wir nichts von ihme erfahren.

 

Hedwig, Herrn Dr. Jacobi Andreae fünfte Tochter, verheurathet sich mit Herrn Jacobo Mageiro, Abt zu Lorch, zeugen miteinander Kinder wie folgt: 1) Hannß Jacob, 2) Ludwig, 3) Johannes, 4) Anna, 5) Hedwig.

Hucusque Mr. Jacobus Andreae, Pfarrer von Metzingen

 

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NB.

 

Eine schöne ordentliche Genealogia über das Andreaeische Geschlecht und von Uranen hero beiderseits Linien hat Herr Dr. Johannes Valentinus Andreae, fürstlich wirtembergischer Hofprediger zu Stuttgart, in Druck kommen laßen. So bey ihm zu fordern, und giebt er's den Befreunden gar gern, hat auch mir vor etlich Jahren ein Exemplar davon überschickt, so ich meinen Notario Caesareo allhier vor 2 Jahren geliehen und bis dato nit wieder von ihm bekommen kann, sonsten hätt' ich's übersendet.

Mr. Philippus Uckelin

 

Es ist auch obgedachter Herr Mr. Jacobus Andreae, Pfarrer zu Metzingen, anno 1631[59] gestorben, sonsten er alles beßer ausgeführt und die junge und neue Familien auch eingebracht hätte, die bereits uf den heutigen Tag im Wirtemberger Land sich in die Länge und Breite häufig finden. Und wie man von Leuthen Meister sagt: Er könne bis gen Rom reisen und alle Nacht uf einem ihm zugehörigen Gut seine Zährung und Nachtlager haben: Also darf einer im Wirtembergischen Land keinen ganzen Tag reisen, sondern er kann gleichsam in einem jeden Städtlein oder Dorf Jemanden von der Andreaeischen Linie antreffen und seinen Ausspann haben.



[1] Die Genealogie ist von Jacob Andreae [dem Vater des Musberger Pfarrers] bis zu seinem Tode 1630 geführt, enthält aber einige Zusätze, die bis in die 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts reichen und von unbekannter Hand stammen. - Als Vorlage für die hier zum ersten mal veröffentlichte werthvolle Quelle diente eine im Cod. hist. Fol. Nr. 727 der kgl. Bibliothek in Stuttgart erhaltene Kopie aus dem 18. Jahrhundert.

[2] Randnotiz: "Jacobs Anherr"

[3] Wahrscheinlich ein Irrthum des Abschreibers; gemeint kann nur Adelschlag sein

[4] Randnotiz: "D. Jacobs Vater"

[5] Randnotiz: "NB. anno 1584"

[6] Randnotiz: "Alte Baß"

[7] Orig. hat Hartel, zweifellos statt Bartel, vgl. nächste Fußnote

[8] Orig. hat Bartlins fälschlich statt Hartlins

[9] Randnotiz: "Vater, seines Handwerks ein Schmidt zu Waiblingen"

[10] Zu ergänzen: "nachgegangen"

[11] Jählings

[12] Im Original schließt die Klammer hinter "geworden"

[13] Randnotiz: "Dr. Jacobus gebohren"

[14] Verschrieben für 1562, in welchem Jahre A., wie anderweitig bekannt, Probst und Kanzler wurde.

[15] Verschrieben für 1547

[16] Der Verfasser Jacob A. hat hier offenbar die Selbstbiographie seines Vaters Dr. Jacob A. vor sich gehabt und das Wort "meine" aus Versehen übernommen.

[17] Randnotiz: "Zu Göppingen"

[18] Randnotiz: "Zu Göppingen"

[19] Randnotiz: "Zu Tübingen"

[20] Randnotiz: "Starb anno 1570, d. 10. September"

[21] Randnotiz: "Zu Eßlingen"

[22] Randnotiz: "Zu Tübingen, starb 1570, 2. October"

[23] Randnotiz: "Zu Eßlingen"

[24] Randnotiz: "Zu Tübingen"

[25] Randnotiz: "Zu Tübingen"

[26] Randnotiz: "Zu Tübingen, starb anno 1586 d. 2. Dcbr."

[27] Anmerkung GHT: Offensichtlich verlesen statt „Vahrenbühler“

[28] Randnotiz: "Zu Tübingen"

[29] Randnotiz: "Zu Tübingen"

[30] Jetzt Hagelloch

[31] Randnotiz: "Anna". Vgl. oben

[32] Gomaringen

[33] Randnotiz: "Dußlingen"

[34] Gomaringen

[35] Randnotiz: "Zu Dußlingen"

[36] Im Text: "zu"

[37] Randnotiz: "Zu Dußlingen"

[38] Randnotiz: "Zu Dußlingen"

[39] Randnotiz: "Zu Dußlingen"

[40] Randnotiz: "Zu Dußlingen"

[41] Randnotiz: "Zu Metzingen"

[42] Randnotiz: "Zu Metzingen"

[43] Randnotiz: "Exilium"

[44] Er hieß Daniel

[45] Dieser und der folgende Absatz sind von anderer Hand, da Jacob Andreae 1630 starb

[46] Michelfeld im Kraichgau

[47] Neckar-Thailfingen

[48] Randnotiz: "Anno 1551 gebohren"

[49] Gültstein

[50] Mscr. har "Insingen"

[51] Nachtrag von späterer Hand

[52] Nachtrag von späterer Hand

[53] Soll heißen Direktor

[54] Anmerkung GHT: Muß „Bloßen“ heißen

[55] Randnotiz: "Diaconus zu St. Georgen"

[56] Die übrigen Kinder sind nicht genannt.

[57] Anm. GHT: Muß richtig lauten: „Gryphii“

[58] Hier hat der Abschreiber offenbar die Namen der Kinder ausgelassen.

[59] Er starb schon 1630

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