Girardi von Castell, Frhrn.
Stammwappen
Diese Familie stammt aus der Naehe von Roveredo in Tyrol, war aber 1530
noch nicht im Besitz des Adelsstandes, da in diesem Jahre erst 2 Gebrueder
Girardi vom Erzherzog von Oesterreich, einen, bekanntlich den Adel nicht
bedingenden, Wappenbrief erhielten. Der (angeblich schon 1511 ertheilte)
Adelstand scheint, allem Vermuthen nach, erst durch das Diplom d.d. 20.
Mai 1633 ertheilt worden zu sein, durch welches Johann Franz Girardi, Oberjaegermeister
zu Freiburg im Breisgau und sein Bruder Peter, Hauptmann der Landmiliz
in Tyrol den erblaendisch oesterreichischen Freiherrnstand mit dem Praedikat
*von Castellen zu Weuerberg und Limpurg* -nach zwei ihnen gehoerenden gleichnamigen
Schloessern im Breisgau - erlangten. Das 1580 durch den Wappenbrief erlangte
Wappen war ein durch aufsteigende eingebogene r. Spitze gespaltener # Schild.
In der Spitze auf gr. Berge ein s. Castell mit # Thor und Fenstern; beiderseits
der Spitze einwaertskehrend ein g. Loewe.
Auf dem mit # g. - r, s, Decken und Wulst versehendem Stechhelme waechst
ein g. Loewe.
Dies Wappen bildet die Grundlage des 1633 verliehenen freiherrlichen.
Letzteres ist gevirtet, mit einschobener r. Spitze (worin das Castell,
hier aber mit spitzen Thuermen, ohne Berg) und aufgelegtem, mit hermelingestuelptem
r. (Fuersten-) Hut (ohne Buegel etc.) gekroentem ledigem b. Herzschilde.
In III. und IV. erscheinen die beiden g. Loewen in #, gegen die Spitze
gekehrt. I. von R. und S. getheilt mit einwaertsgekehrtem Loewen verwechselter
Tinctur. II. in G. ein aus b. Schraegflechtgitter wachsender gr. Baum.
Helme. Helm II. der Hut; auf ihm ein gekroenter # Adler.
Decken: b. g.
Freiherrliches Wappen
Quellen: *Elsaesser Adel* - J. Siebmacher's grosses Wappenbuch, Seite
9, Tafel 11
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