Castell
ein uraltes fraenkisches Turnier-Geschlecht. Waren Erbschenken der Bischoefe
von Wuerzburg. Dem Haupte der Familie gebuehrt der Titel: Erlaucht.
Ihr Wappen ist auch eines der wenigen, die sich bis zum heutigen
Tage in der urspruenglichen Einfachheit Jahrhunderte durch erhalten haben.
Der Schild ist von R. und S. geviertet. Auf dem Helm ruht
ein Stulphut, der mit Verwechselung der Farben von S. und R. in 6 Plaeze
getheilt ist. Oben ist der Hut g. - gekroent und mit 3 Pfauenfedern besteckt.
Statt des Hutes soll zuweilen ein Thurm oder Kastell das Kleinod gewesen
sein, was aber gewiss erst die verdorbene Heraldik dem Namen zulieb aus
dem Hute gemacht hat. Manchmal findet man auf dem Helm einen r., mit g.
Spangen, Perlen und Reichsapfel gezierten Fuerstenhut, hinter dem dann
der oben beschriebene Stulphut hervorragt. Auch diese Darstellung muss
als unrichtig bezeichnet werden, da der Fuerstenhut, den die Standesherrn
jetzt haeufig zu fuehren pflegen, unmittelbar auf den Schild, dagegen das
Kleinod allein auf den Helm gehoert. - Decken: r. und s.
Quellen: *Die Wappen des bayerischen Adels* (Bayerischer Adel
- Grafen), Seite 8 +Tafel 3
- J. Siebmacher's grosses Wappenbuch Band 22 -.
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