Johann Baptist Einhart
und die Vertreibung des Großherzogs aus Immenstaad
von Wolfgang Trogus
Geburt und Familie
Was sich während der Revolutionsjahre 1848/49 in der Provinz,
speziell in den Dörfern am äußersten Ende des badischen
Stiefels, abspielte, ist nur teilweise bekannt. Der außergewöhnliche
Lebensweg des Johann Baptist Einhart ist ein Beispiel dafür.
Im Immenstaader Kirchenbuch steht zu lesen: “Am 12. Juli 1820 ist morgens
3 Uhr geboren worden das uneheliche Kind Johannes Baptista Ainhardt, der
Vater dieses Kindes hat sich gerichtlich angegeben, und ist der ledige
und volljährige Johannes Baptista Ainhardt ehelicher Sohn des ehrgeachten
Severin Ainhart Rothgerber, und Maria Chatrina Bergerin von Immenstaad.
Die Mutter ist die ledige und volljährige Anna Maria Reebstein, eheliche
Tochter des ehrgeachten Johann Melchior Reebstein Kirchenpfleger, und Anna
Maria Berger in Immenstaad. Dieses Kind ist den 12. Juli morgens 7 Uhr
in hiesiger Pfarrkirche getauft worden, wobei Zeugen waren der wohlehrwürdige
Herr Nicolaus Keller Curat Caplaneyverweser in Immenstaad, und die ehrbare
Maria Elisabetha Rietterin, Ehegattin des ehrbaren Lorentz Rauber Reebmann
in Immenstaad, der 2. manliche Zeug war der Pfarrmeßmer Reebstein.
Actum Immenstaad den 12.Juli 1820, Pfarrer Berger Mppia (= eigenhändig).”
Am Rande ist vermerkt: “ Spurius, legitimatus per subsequens matrimonium
1828 (also: unehelich, durch nachfolgende Ehe 1828 legitimiert)”, und weiter:
“ + ist gefallen im amerikanischen Krieg am 7. Februar 1865”[1].
Wie in einer Nußschale zeigt sich hier schon das ganze Leben des
Johann Baptist Einhart. So - mit Ei - schreibt er und das ganze Geschlecht
sich später, während bis in die ersten Jahrzehnte des 19. Jahrhunderts
die Schreibweise mit anlautendem Ai üblich war. Das Geschlecht Ainhard
ist eines der ältesten in Immenstaad, es wird schon 1427 erwähnt,
und 1460 ist Jos Ainhard Ammann des Mainauer Ortsteils.
Acht Jahre später, am 28. Januar 1828, heiratet Baptist Ainhard
die Maria Anna Rebstein; er war 43 Jahre alt, sie 38. Sie waren nahe verwandt,
nämlich Vetter und Kusine, ihre Mütter waren Schwestern. Sicher
hatte er damals schon das Geschäft seines Vaters Severin übernommen,
der 1832 im Alter von 81 Jahren, ein Jahr nach seiner Frau, starb. Sie
wohnten im Happenweiler, am Bach, wo sich heute die Gärtnerei Dickreiter
befindet, und reichlich Wasser für eine Gerberei vorhanden ist.
Noch 3 Töchter wurden dem Ehepaar geboren, also Schwestern unseres
Helden: Katharina, geboren 1828, die 1854 den Gerber Peter Josef Roberz
heiratete, der aus dem Rheinland als Rotgerbergeselle herkam und sich in
des Meisters Töchterlein verliebte. Als Schreiber zog er später
nach Meersburg und Überlingen. Bei seinen Nachkommen haben sich die
Unterlagen und Erinnerungen an Johann Baptist Einhart erhalten, für
die wir Herrn Friedrich Mußler sehr zu Dank verpflichtet sind [3].
Die zweite Schwester, Ottilie, geb. 1829, wurde Hebamme im Ort und heiratete
den Seilermeister Anton Vittel aus Stetten, dessen Nachkommen noch heute
hier leben; ein Sohn wanderte nach den USA aus. Sie starb 1875.
Die 3. Schwester, Antonie, heiratete den Gärtner Karl Hammer;
sie starben ebenfalls in den USA.
Wie erzählt, heirateten die Eltern von Johann Baptist Einhart
erst, als er schon 8 Jahre alt war; warum, wissen wir nicht. Wir können
nur vermuten, daß das Einkommen nicht reichte, eine Familie zu ernähren.
Wie seine Altersgenossen besuchte Baptist - so wurde er meist genannt
- die Immenstaader Volksschule, die sich damals in dem Elternhaus des Stifters
Stephan Brodmann befand, das 1864 abbrannte (heute Hauptstraße 34).
Vermutlich war er auch Soldat im badischen Heer, nichts davon ist jedoch
überliefert.
Er erlernte das Handwerk seines Vaters, wohl, wie es üblich war,
bei ihm und wurde Geselle; den Meister machte er nicht. Ein erstes Lebenszeichen
von ihm findet sich 1846, als sein Vater ihm ein christliches Erbauungsbuch
schenkt: “Das Leben unseres Herrn Jesu Christi”, von J.P. Silbert, mit
385 Seiten, erschienen 1838 in Leipzig. Darin haben sich Vater und Sohn
als Besitzer eingetragen: “1841 den 6. Jenner kauft das Buch Baptist Einhart
Rothgerber Immenstaad am Bodensee”, und: “Dieses Buch gehört dem Gerbersohn
Johan Baptist Einhart in Immenstaad 25 Juli 1846”. F.Mußler hat dieses
Buch 1996 dem Heimatverein Immenstaad geschenkt [3].
Viel Abwechslung herrschte nicht im Dorf. Der Musikverein (“die türkische
Musik”) bestand schon seit vor 1800, ebenso der Schützenverein und
der katholische Kirchenchor. Fasnet, wie sie heute gefeiert wird, gab es
noch nicht. Von einer ersten Theatergesellschaft wird berichtet, die nach
1800 entstand und 1846 von dem Polizeidiener und Ratsschreiber Joseph Dikreuter
wiederbegründet wurde [6]. Johann Baptist war wohl Mitglied dieser
Theatergesellschaft; Berger [7] berichtet, daß er ihr unentgeltlich
ein Podium gebaut habe.
Lehrer Bickel
1843 wurde Heinrich Bickel als Hauptlehrer nach Immenstaad versetzt
[8] [9]. Ihm lastete man später alles Unheil an, er habe die Jugend
verdorben. Auf unseren Helden trifft das sicher nicht zu, er war ja bereits
lange aus der Schule entlassen. Bickel wagte es, wegen der Lehrerwohnung
und seiner Besoldung bei der Gemeinde Ansprüche zu erheben, und er
bekam von der Regierung des Seekreises sogar Recht! Auch mit dem Pfarrer
Sättele legte er sich an. Noch nach Jahren spürt man in den Akten
die Empörung der Oberen, des Bürgermeisters und Gemeinderats,
darüber. Mit Frau und 5 Kindern wohnte er im damaligen Rathaus (jetzt
Drogerie Schlecker).
1847 rügte man Bickels Lebenswandel, und im Februar 1848 zeigte
Bickel an, daß Bürgermeister Josef Berger die Kinder abhalte,
zur Schule zu gehen. Der Hintergrund dieses Skandals ist uns nicht bekannt.
Im Mai 1848 berichtet der katholische Oberkirchenrat dem Großherzoglichen
Ministerium des Innern, daß neben anderen auch Bickel sich am Heckeraufstand
beteiligt habe [10]. In der Tat, denn Schieber hat dem Lehrer Bickel in
seiner “Konstanzer Freiheits-Chronik vom Jahr 1848” ein Denkmal gesetzt
[30]: “Ein Lehrer als Wagenmeister angestellt, hat eine ausgezeichnete
Thätigkeit und Energie bewiesen; ich bewunderte ihn oft und rühmte
ihn auch. (Fußnote: Seinen Namen weiß ich leider nicht, er
trug eine Brille, und soll von Immenstaad sein und Bickel heißen,
sitzt dafür zu Meersburg in Verhaft)”.
Im November 1848 wurde Bickel kurzfristig, unter Androhung der Entlassung,
nach Epfenhofen bei Blumberg versetzt, dort wurde er im März und April
beschuldigt, “sich haben Exceße zu Schulden kommen lassen” [9] [10],
und er war bei der Bildung des demokratischen Volksvereins Fützen
als Vorstand beteiligt. In die Mairevolution 1849 verwickelt, mußte
er fliehen und wurde aus dem Schuldienst entlassen. 1850 wurde er zu einem
Jahr Haft sowie gemeinschaftlichen Schadensersatz für den dem Staat
durch die Revolution entstandenen Schaden verurteilt, was natürlich
den Einzug des gesamten Vermögens bedeutete [9].
Im hiesigen Gemeindearchiv hat sich eine Abschrift des “Einschiffungszeugnisses”
erhalten [28], in dem bescheinigt wird, daß Heinrich Bickel, 40 Jahre
alt, von Hüfingen, mit seiner Frau Beata (45 Jahre) und den 4 Kindern
Constantin (18), Henriette (10), Emma (9) und Emil (7) am 6. Juli 1854
an Bord des Postschiffs “Admiral”, Kapitän Bliffens, von Le Havre
mit den gesetzlich vorgeschriebenen Lebensmitteln nach New York abgereist
sind. So wichtig muß dies den Behörden gewesen sein, daß
die Schiffahrtsgesellschaft Chrystie, Schlößmann & Cie.
im September dieses Zeugnis ausstellen mußte, welches dann ihr Agent
im Großherzoglichen Bezirksamt Donaueschingen abgab, von wo
es nach Hüfingen gelangte. Das dortige Bürgermeisteramt fertigte
eine Abschrift, beurkundete deren Richtigkeit und sandte sie nach Immenstaad,
wo sie säuberlich abgeheftet wurde!
Bürgermeister Berger bezeichnet Bickel 1850 als “dieser sittlich
und moralisch verdorbene Mensch” [8] [9]. Die wenigen Jahre, in der Bickel
in Immenstaad wirkte, widerlegen eigentlich alle Vorwürfe, er habe
die Jugend verdorben, denn seine Schüler spielten bei den Ereignissen
1848/49 in Immenstaad keine Rolle. Vielleicht hatte er einen gewissen Einfluß
auf die 20- bis 30jährigen.
Hansjakob berichtet in den Schneeballen [12] von “dem jungen Lehrer
Bickel von Immenstaad”, gebürtig von Donaueschingen, der in die Schweiz
geflüchtet war und zur Auswanderung nach Amerika begnadigt wurde.
Hansjakob schreibt weiter: “Er war befreundet mit dem ‘närrischen
Maler’ von Hasle (Carl Sandhaas [17] von Haslach im Kinzigtal) und dieser
hielt sich anfangs der vierziger Jahre längere Zeit bei ihm auf, in
dem einsamen Schwarzwald-Weiler Raitenbuch bei Lenzkirch, wo Bickel vor
seiner Anstellung in Immenstaad funktioniert hatte. Des Malers Flötenspiel
entzückte oft die Lehrersfamilie, die er auch mit seinem Pinsel verewigte.
Ich verdankte diese Mitteilung einer Tochter des Lehrers, die als Kind
mit ihren Eltern nach Amerika auswanderte und jetzt in Hoboken bei Neuyork
als Frau Burhorn lebt und in müßigen Stunden Hansjakob liest.”
Leider ist es nicht gelungen, das Bild der Familie Bickel aufzutreiben;
vielleicht hat es sich bei seinen Nachkommen in USA erhalten.
Die ganze Tragik derjenigen, die sich für die demokratische Sache
eingesetzt hatten, kann man bei Hansjakob in den “Schneeballen” nachlesen,
in denen er vom Schicksal seines Mesners Kübele in Hagnau erzählt
[12].
Revolutionäres Vorspiel
Bei dem gescheiterten Hecker-Zug im April 1848 war Johann Baptist Einhart
ebenso wie Georg Dafinger, dabei gewesen; der Bericht des Bezirksamts Meersburg
schreibt, er sei “als überspannter Mensch bekannt” [10]. Der vergebliche
Struve-Aufstand im September 1848 heizte die Stimmung wieder an.
Das “Bürgermilitär” spielte bei den Ereignissen eine große
Rolle. Schon im 16. Jahrhundert bestand ein “Schießgrün” am
Kippenhorn [24] und die Schützengesellschaft wird z.B. 1801 und 1804
[26] zusammen mit den Musikanten erwähnt. Entsprechend einem großherzoglichen
Erlaß von 1810 wurde 1823 eine Miliz gebildet, und die “waffenfähige
Mannschaft” wurde in 3 Altersklassen und 11 Rotten gegliedert [27]. Im
Jahre 1838 wurde dann in Immenstaad die Schützengesellschaft, später
Bürgermilitär genannt, neu gegründet. Zusammen mit
der Musikkapelle trat das Bürgermilitär an den Festtagen in derselben
Uniform auf [19] [20] und hatte zu Fronleichnam dreimal einen gemeinsamen
Trunk [2][25]. Diese Uniformen hatte der Schneidermeister Klemens Bock
aus Hagnau gefertigt, der 1844 auch Mitglied und Fourier des Bürgermilitärs
war, 1832 die Tochter Crescentia des letzten fürstenbergischen Amtmanns
Franz Xaver Karl in Immenstaad geheiratet hatte und im Schwörerhaus
wohnte; über beide kann bei bei Hansjakob nachlesen [12], und auch
in den Heimatblättern [21] [22].
Johann Baptist Einhart hat dabei sicher begeistert mitgemacht, denn
bei der Neuorganisation des Bürgermilitär-Corps 1844 wurde er
zum Fähnrich gewählt [25]; das prächtige farbige Bild, das
wir von ihm haben und das sich in der Ferne erhielt [3], zeigt ihn als
“Fahnenjunker der Bürgergarde Immenstaat”; der Maler ist nicht genannt.
Ähnliche Bilder sind mir nicht bekannt. Jehle zitiert [25] die Beschreibung
der Uniform: sie besteht
“a) in einem Rock von dunkelblauer Farbe mit roten Aufschlägen
und Achselklappen von weißgelber Farbe auf denen das Gemeindezeichen
Immenstaad mit weißen Schnüren aufgenäht ist, nach einem
gleichen modernen Schnitte
b) in einem weißen Pantalons
c) in einem Tschako von Pappdeckel und mit Wachstuch überzogen
und der Bezeichnung G.I. (Gemeinde Immenstaad) mit meßigem Batalieband
(= Kinnband aus Messing) und grünen Huggons (?) auf dem Tschako.”
Wie das Bild zeigt, trägt Einhart diese Uniform; als Fähnrich
hat er allerdings einen noch prächtigeren Tschako auf.
Das “Schwörerhaus” wurde eine Zeitlang auch “Pulverturm” oder
“Pulvermühle” genannt, angeblich weil für die Bürgerwehr
im Erdgeschoß des Hauses Pulver hergestellt und aufbewahrt wurde;
Berger weiß davon nichts zu erzählen. Die Eintragungen im Kassenbuch
1843/44 berichten allerdings von Pulverlieferungen durch H. Voltenauer
in Konstanz an die Schützencompagnie, für 19 Gulden 50 Kreuzer
[25]. Durch Gesetz vom April 1848 wurde das Bürgermilitär in
die “Bürgerwehr” umgestaltet, die sich hier auch alsbald bildete.
Im Juli 1849 wurde die Bürgerwehr aufgelöst.
Seit Mai 1848 tagte die erste deutsche Nationalversammlung in Frankfurt.
Erzherzog Johann v. Habsburg wurde zum Reichsverweser gewählt. Das
Parlament befaßte sich vorrangig mit den Grundrechten, sein Werk
ist heute noch mustergültig, sie sind z.B. bei Hans Blum gedruckt
[23]. Über die Regierungsform und das Staatsoberhaupt war man völlig
zerstritten; in der Zwischenzeit gewannen die Fürsten wieder Selbstvertrauen
und Macht, und im Volk glühte es unter der Asche.
Erstaunlich ist es trotzdem, daß in der kleinen Gemeinde, die
damals um 700 Einwohner hatte, anläßlich der Fasnet 1849 die
demokratische Gesinnung so stark hervorbrach. Man bedenke, daß der
große badische Aufstand erst drei Monate später, im Mai, losging,
als der König von Preußen die Kaiserkrone ablehnte.
Ein revolutionäres Theaterspiel
Die Ereignisse bei der Fasnet 1849 hat der Archivdirektor Hermann Baier
1931 anhand der Akten [10] [16] und nach ihm Günther Martin in der
Festschrift der “Hennenschlitter” 1973 und 1998 ausführlich geschildert
[4] [29]; wir gehen hier ausführlich darauf ein, da sie den Mittelpunkt
der Biographie Einharts bilden.
Fasnachtsdienstag war 1849 am 20. Februar, und dazu hatten sich die
jungen Leute etwas ausgedacht. Sicher spielten dabei die Theatergesellschaft
und das Bürgermilitär die entscheidende Rolle; wer der geistige
Urheber des revolutionären Fasnachtsspiels war, bleibt unbekannt.
Jedenfalls deutete später alles auf Einhart, da er geflohen war. Immerhin
hatte er auf der Bühne die Exekution von Markgraf Wilhelm, dem Bruder
des Großherzogs, und von Staatsrat Bekk vorgeführt; dieser war
1846 als gemäßigter Liberaler Innenminister geworden, was ihn
den Radikalen verhaßt gemacht hatte.
Was ging denn im einzelnen vor sich? Dargestellt wurde ein künftiger
Freischarenzug und die Vertreibung des Großherzogs. Einhart hatte
die Leitung des Spiels. Die Teilnehmer waren wohl alle ledig und zwischen
20 und 30 Jahre alt. Das Rathaus befand sich damals noch (von 1823 bis
1853) im Hause Hauptstraße 2 (wo sich heute die Drogerie Schlecker
befindet), es gehörte der Gemeinde und war das frühere Haus des
Gerichtsschreibers (des hiesigen Urkundsbeamten). Dort war also auch die
Bühne aufgeschlagen, nicht am heutigen Rathausplatz.
Das Großherzoglich Badische Bezirks-Amt Meersburg schreibt am
7. März 1849 an das Ministerium des Innern einen ausführlichen
Bericht: “Am verwichenen Fastnachtsdienstag trafen die ledigen Pursche
in Immenstaad unter Leitung des bei dem Heckerschen Freischarenzuge beteiligt
gewesenen, und als überspannter Mensch bekannten Gerbergesellen Joh.
Baptist Einhard Anstalten zu einem Fastnachtsspiele, welches den künftigen
Freischarenzug vorstellen sollte.
Der Zug bewegte sich von einem Ende des Fleckens zum anderen, wo vor
dem Rathaus ein Gerüst aufgeschlagen war, auf dem ein Tisch und fünf
Sessel standen. Das Personale bestund aus Georg Dafinger, ebenfallsiger
Teilnehmer am Heckerschen Freischarenzuge, welcher Seine Königliche
Hoheit den Großherzog, und Anton Vittel von Stetten, der Se. Großherzogl.
Hoheit, den Herrn Markgrafen Wilhelm vorstellen sollte. Beide waren in
Offiziersuniformen der Immenstaader Bürgergarde gekleidet, mit Schärpen,
Degen und Schiffhüten mit Federbusch. Diesen folgten drei Männer
in Zivilüberröcken mit Degen und Mützen, Benedikt Schild,
Anton Rauber und Ferdinand Joos, wovon der erste für Herrn Staatsrat
Bekk und der zweite für Herrn Staatsrat Mathy ausgegeben wurde. Die
Rolle des Dritten ist noch unbekannt. (Man glaubt aber, es sei der Fürst
Windischgrätz gewesen, der 1848 den Wiener Oktoberaufstand niedergeworfen
hatte und nun gegen die aufständischen Ungarn operierte.) Hinter diesen
wurden Struve (Joh. Bapt. Einhard) und Fickler (Christian Wolpert), an
Händen, Füßen und am Halse mit Ketten belastet, in Zivilkleidern
von mehreren Soldaten in der Uniform und mit der Waffenausrüstung
der Bürgergarde eskortiert. Nachdem Struve und Fickler in einem Keller
und in eine Remise eingesperrt waren, bestiegen die fünf obbenannten
Personen die Bühne, ließen sich am Tisch nieder und berieten
über die gegen die Freischaren zu ergreifenden Maßregeln.
Auf die von Staatsrat Bekk dem Großherzog gegebene Versicherung,
daß Pulver, Blei und Bajonette hinlänglich zu Gebote stehen,
stellte Markgraf Wilhelm an den Großherzog die Frage, wer denn aber
die Kosten bezahle, worauf der Großherzog erwiderte: “Der deutsche
Michel!” Hierauf wurden Struve und Fickler zur Aburteilung vorgeführt,
welche die Sache der Freiheit verteidigten, und hiefür dafür
sterben zu wollen erklärten. Im Augenblicke, als die beiden Gefangenen
wieder abgeführt werden sollten, rückten die Freischaren unter
Trommelschlag und mit Musik heran, denen sich eine Schar Schulknaben
mit hölzernen Gewehren angeschlossen hatte. Nachdem der Anführer
-Severin Heger- die auf der Bühne befindlichen Personen fruchtlos
zur Übergabe aufgefordert, erfolgte der Angriff gegen dieselben
und die zu ihrem Schutz aufgestellten Soldaten, welche überwältigt
und gefangen genommen wurden.
Der die Person Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs vorstellende
Georg Dafinger hatte noch vor dem Angriff mit den Worten die Bühne
verlassen: “Hier ist Gefahr, ich gehe!” Hierauf entfernte er sich auch
vom Platze, ohne weiter am Spiele teilzunehmen. Anton Vittel - den Herrn
Markgrafen Wilhelm - und Benedikt Schild, den Herrn Staatsrat Bekk präsentierend
- wurden hierauf an einem Ladenkloben aufgehängt, indem Joh. Bapt.
Einhard denselben einen Schiebkarrenriemen unter den Armen um den Leib
schlang und mit Hülfe der Freischaren die Exekution vornahm, worauf
Joh. Bapt. Einhard noch die Bühne bestieg, und eine Anrede hielt,
wobei er sich die rohesten Ausfälle gegen die deutschen Fürsten
erlaubte.
Hiermit endigte das scheußliche Spiel, das übrigens bei
dem besseren Teile der Zuschauer und der Einwohner von Immenstaad große
Entrüstung und Unwille erregt haben soll...
Joh. Bapt. Einhard hat sich der Untersuchung durch die Flucht entzogen.
Sowohl er als Georg Dafinger wurden, als Teilnehmer der hochverräterischen
Unternehmungen im April v. J., amnestiert.
Der ärgerliche Vorfall konnte von uns nicht verhütet werden,
da wir erst vier Tage nachher hieran Kenntnis erhielten, die Gendarmerie
angewiesen war, während den Faschingtagen hauptsächlich in den
Städten Meersburg und Markdorf Aufsicht zu pflegen, und da die Sache
so schnell bewerkstelliget, und so geheim gehalten worden zu sein scheint,
daß eine vorläufige Anzeige an diesseitige Stelle nicht einmal
möglich war.
Diese Schandtat ist, worüber nur eine Stimme, eine Folge des unheilvollen
Wirkens des Lehrers Bickel, der die früher so ruhige und ordnungsliebende
Gemeinde Immenstaad fast ganz unterwühlt, und den jungen Leuten die
Köpfe verrückt hat.” Soweit der Meersburger Amtmann [10]. Baier
fügt hinzu: Das Fastnachtsspiel stammt kaum von Lehrer Bickel,
es war wohl bodenständiges Seehasengut.
Späterer Lebensweg der Beteiligten
Mit dem ausgefeilten Bericht des Bezirksamts war alles entschieden
und die Schuldfrage klar. Wir wollen versuchen, den späteren Lebensweg
der Hauptbeteiligten zu skizzieren, soweit wir ihn in Erfahrung bringen
konnten:
- Georg Dafinger soll auch nach USA ausgewandert sein [5]
- Johann Baptist Einhart, unser Held
- Severin Heger, geb. 1825, + 1912, ein Vetter Johann Baptists, Landwirt,
Bote nach
Friedrichshafen, heiratet Veronika geb. Hafen; zahlreiche Nachkommen
in
Immenstaad
- Ferdinand Joos
- Anton Rauber, geb. 1831, Landwirt, heiratet Maria geb. Dafinger,
4 Kinder
- Benedikt Schilt
- Anton Vittel, geb. 1826, + 1876, der spätere Schwager Einharts,
Seilermeister
- Christian Wolpert (Wöllbert), ging wohl 1849/50 heimlich nach
Nordamerika [5]
- zu Lehrer Bickel ist oben schon alles erzählt worden.
Von zweien der Mitspieler ist also nichts weiter bekannt, man erfährt
von ihnen weder etwas bei Berger, noch kommen sie in der Einwohnerliste
1864 [8] vor; vielleicht mußten sie ebenfalls ihre Heimat verlassen.
Bemerkenswert ist, daß die Spieler zum Teil in den Offiziersuniformen
der Immenstaader Bürgerwehr auftraten, mit Schärpen, Degen und
Schiffhüten mit Federbusch. Trotz der nachfolgenden Bestrafung ließen
sich die Immenstaader von nun an die Lust am Theater- und Fasnachtsspielen
nicht verderben, wie Berger bereits aus den 1860er Jahren berichtet, und
noch heute sind die Prinzenhochzeit und die “Hennensuppe” die Hauptereignisse
in jeder Fasnet [6] [7]. Die Narrengesellschaft “Hennenschlitter” betrachtet
das revolutionäre Fasnetsspiel von 1849 als Gründungs-ereignis
und feierte daher 1998 ihr 150jähriges Bestehen - ein Jahr zu früh,
wie es Narren zusteht.
Bestrafung
Die Behörden reagierten schnell und hart auf die Provokation;
noch war in Deutschland die Lage ruhig, denn erst im Mai 1849, als die
deutsche Einigung mißlungen war, brach der 2. republikanische Aufstand
in Baden los, den preußische Truppen mit Gewalt und vielen Todesopfern
niederschlugen. Aus unserer Gegend mußten dabei einige hart büßen,
wie auch Hansjakob erzählt [2] [12]; Pfarrer Uhlmann von Kluftern
wurde zu 6 Jahren Zuchthaus verurteilt und 1852 zur Auswanderung nach USA
begnadigt, von wo er 1857 zurückkehren durfte [11]. In Immenstaad
wurden bestraft [2] [18]: “der reiche Müllersohn Ignaz Stephan,
der zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt, nach einem Jahr jedoch begnadigt
wurde; der Schreiner Stephan Fink, der nach dem Prozeß freigelassen
wurde; Gebhard Heger, der um eine Gefängnisstrafe herumkam,
weil er aufgrund einer Operation nicht transportfähig war, sowie Michael
Dafinger, genannt “Ölmichel”, der ziemlich lange im Gefängnis
saß”, sowie der Ziegler Fidel Ganter, wie Hansjakob berichtet [12].
Der Lehrer Büche von Kippenhausen wurde wegen Hochverrats zu 2 Jahren
Zuchthaus verurteilt [8].
Berger [2] erzählt von Stephan und Fink: “Der erste Besitzer [von
Helmsdorf], den ich kannte, war Ignaz Stefan, er war ein reicher Müllerssohn
von Oberteuringen, der die Tochter des ebenfalls sehr reichen früheren
Besitzers Joh. Ganter geheuratet. Er war ein feiner Lebemann und Hauptmann
des Immenstaader Bürgermilitärs. Es war eine Freude, ihn in Uniform
auf einem Prachtschimmel vor dem Chor [Korps] herreiten zu sehen. Aber
in der Revolution ließ er sich zu stark hinein reißen, konnte
nicht mehr flüchten und wurde nachher zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt.
Nach einem Jahr wurde er begnadigt, nachdem seine Frau einen Fußfall
vor dem Großherzog Leopold gemacht und um Gnade für ihn gebeten
hatte. Aber seine Kraft war gebrochen, er kränkelte und nach etlichen
Jahren starb er...”.
Stefan Fink war Schreiner und Leimsieder. “In der Revolution war er
der Hauptkrägehler [-krakeeler], er schimpfte lästerlich über
die Regierung. Als die Preußen [hessische Truppen im Juli 1849, vgl.
in [20]] einmarschierten, wurde er vor den Major geführt, der in gehörig
in die Kur nahm und ihm drohte, er wolle ihn erschießen lassen, denn
solche Ausdrücke gegen die Regierung sollte man nicht einmal denken,
viel weniger sagen. Da fiel der Maulheld auf die Knie, mit aufgehobenen
Händen und rief: ‘Ach gnädigster Herr Oberst, i will gern nume
denka’. Der Major mußte lachen und ließ ihn laufen” [2].
Eine Szene, die Berger als geborener Theaterspieler sicher ausgemalt hat,
die aber auch heutzutage mancherorts bedenkenswert ist.
Dagegen erhielt der “Schmiedemeister Joseph Berger [1789-1869, Großvater
Johann Baptist Bergers], der über 30 Jahre hier Bürgermeister
war [1838-1861], für seine Bemühungen, während der Revolution
die Ordnung in der Gemeinde aufrecht zu erhalten, von seiner Königl.
Hoheit, dem Großherzog Leopold, die goldene Verdienstmedaille.”
Auswanderung
Doch bevor alles soweit kam, hatte sich der Lebensweg Einharts bereits
entschieden. Der behördlichen Verfolgung entzog er sich durch die
Flucht; Zeitpunkt und Umstände sind nicht bekannt. Jedoch ist die
polizeiliche Untersuchung “gegen Johann Baptist Einhart und Genossen von
Immenstaad wegen Majestätsbeleidigung” bereits im März bedrohlich
geworden, denn im “Seeboten” vom 31.3.1849 ist ein Fahndungsaufruf vom
7.März abgedruckt.
Er lautet: “Der ledige Rothgerbergeselle Johann Baptist Einhart von
Immenstaad, welcher sich der gegen ihn wegen Majestätsbeleidigung
eingeleiteten Untersuchung durch die Flucht entzogen hat, wird hiermit
aufgefordert, sich um so gewisser zu stellen, als sonst gegen ihn nach
Lage der Akten erkannt würde. Zugleich werden sämmtliche Polizeistellen
ersucht, auf denselben zu fahnden und ihn im Betretungsfall anher liefern
zu lassen. Personalbeschrieb: Alter 29 Jahre, Größe 5’ 6’’ 4’’’,
Statur besezt, Gesichtsfarbe lebhaft, Gesicht rund und vollkommen, Haare
blond, Stirne bedeckt, Augenbraune blond, Augen blau, Nase mittel, Mund
gewöhnlich, Zähne gut, Schnurrbärtchen blond, Kinnbart blond
(Heckerbart). Kleidung: Derselbe trug bei seinem Entweichen: einen dunkelgrünen
Rock, dunkelgrüne Hosen, einen weißen Filzhut (Heckerhut), blaue
Blouse und Stiefel. Soviel bekannt, besizt er keine Reiseurkunden. Meersburg,
den 7. März 1849. Großh. Bezirksamt.” [13]
Auf diese Weise haben wir, zusätzlich zu der Zeichnung als Fahnenjunker,
eine genaue Vorstellung von seinem Aussehen und seiner Größe:
etwa 169 cm (es handelt sich um badische Fuß à 30 cm mit Zehnereinteilung
[14]). Soviel wissen wir sonst von keinem seiner Dorfgenossen.
Johann Baptist versteckte sich zunächst, wie überliefert
wird, in einem hohlen Nußbaum (die Stelle hat noch um 1900 Hermann
Vittel dem Neffen Einharts gezeigt [3]), wo er heimlich verpflegt wurde,
vielleicht im Speckholz [2]. “In einer Gondel” flüchtete er über
den See in die Schweiz, vielleicht schon im März 1849. Sicher hat
man ihm das Geld für die Überfahrt nach den Vereinigten Staaten
mitgegeben; Papiere hatte er wohl nicht [13].
Ob er wohl von einem französischen Hafen sich einschiffte? Und
wie kam er dahin? Zu Fuß? Das Eisenbahnnetz war damals noch sehr
lückenhaft.
Wir finden jedenfalls die nächsten Spuren von Johann Baptist erst
wieder in New Jersey, im Essex County, Newark 1850 und 1856 [5], später
in Richmond und im Clovester (=Gloucester ?) County in Virginia. Er war
verheiratet und Geschäftsführer einer Gerberei, aber noch nicht
amerikanischer Staatsbürger. Von Kindern wissen wir nichts. Als sein
Vater 1862 starb, und er knapp 300 Gulden erbte, erfuhren die Behörden
seinen Aufenthaltsort. Sie beschlagnahmten das Vermögen und forderten
ihn im Oktober auf, binnen drei Monaten beim Großherzoglichen Bezirksamt
zu erscheinen, um sich für seinen unerlaubten Wegzug zu rechtfertigen.
Im Januar wurde ihm, da er nicht kam, das Staats- und Ortsbürgerrecht
entzogen und, neben den Kosten, 3 % des Vermögens als gesetzliche
Strafe einbehalten [13]. Ob er das Geld je erhielt? Es war ja schon Krieg
in Amerika.
Die Gerberei hatte inzwischen sein Schwager Peter Roberz übernommen,
und, wie oben erzählt, dann aufgegeben. Das Haus kam an Johann Dikreuter
[2].
Bürgerkrieg
Ein letztes Mal bestimmten die politischen Ereignisse Einharts Leben.
Der amerikanische Bürgerkrieg, der 1861 begann, forderte auch ihn.
Ob er sich freiwillig als Soldat meldete? Sicher kämpfte er auf Seiten
der Südstaaten, da Virginia seine Heimat geworden war. Kurz vor Ende
des Krieges, am 7. Februar 1865, fiel er, bei Richmond. Näheres konnte
in amerikanischen Archiven leider nicht in Erfahrung gebracht werden.
Wahrlich ein bemerkenswertes Leben eines Immenstaaders, das bisher fast
unbekannt war!
Quellen
[1] Kirchenbücher, kath. Pfarramt Immenstaad
[2] Johann Baptist Berger: Immenstaad und seine Bewohner seit Mitte
des vorigen Jahrhunderts. Manuskript, 1917.
[3] Mitteilungen und Stiftungen von Friedrich Mußler, Herxheim
[4] Günther Martin: Ein Abstieg in die Geschichte der Narretei
von Immenstaad, 4 Seiten. In: 125 Jahre Immenstaader Narretei, Festschrift
der “Hennenschlitter” 1973; und in [29]
[5] Barbara Waibel: Aus Mangel an Verdienst. Die Auswanderungen und
ihre Ursachen. In: Immenstaad - Geschichte einer Seegemeinde, 1995, S.
137-146.
[6] Katja Franke: Die Theatergesellschaft. In: wie eben, S.441-448,
spez. S. 441f.
[7] Johann Baptist Berger: Erinnerungen eines alten Dorfkumödianten.
Manuskript 1919.
[8] Gemeindearchiv Immenstaad
[9] Briefwechsel Hans Meichle/ Werner Freund 1978-1981.
[10] Generallandesarchiv Karlsruhe 236- 8507, Bl. 17, 103-119; 237-
16844, 235- 29562.
[11] Bernd Caesar: Johann Baptist Uhlmann. Klufterner Hefte Nr.1, 1995.
[12] Heinrich Hansjakob: Schneeballen III.
[13] siehe in [5], S.140
[14] Gerhard Jehle: Die Maße und Gewichte vor 150 Jahren. In:
Imm. Heimatblätter 3, S. 61-63.
[15] “Hennenschlitter” ist kein Übername mehr. Südkurier
24.1.1958.
[16] Hermann Baier: Ein politisches Fastnachtsspiel in Immenstaad (1849).
In: Bodensee-Chronik 20 (1931), Nr. 1
[17] Freundliche Mitteilung von Manfred Hildenbrand, Hofstetten.
[18] Hildegard Bibby: Und doch lebte man, wie es sich auf dem Lande
geziemt. In: wie [5], S.114.
[19] Gerhard Jehle: Aus der Geschichte des Musikvereins seit seiner
Entstehung bis zum Jahre 1949. In: Festschrift 175 Jahre Musikverein Immenstaad,
1976.
[20] Gerhard Langkau: Vereine und Verbände. In: wie [5], S.449-469,
spez. S.459 u. 463.
[21] Gerhard Jehle: Die Eigentümer des Schwörerhauses. In:
Immenstaader Heimatblätter 8, 1984, S. 66-87.
[22] Rolf Hiß: Heinrich Hansjakob und Immenstaad. In: Imm. Heimatblätter
14, 1992, S.135- 142; spez. S.136 und Anmerkung der Redaktion, S.142.
[23] Hans Blum: Die deutsche Revolution 1848-49. 1897, S. 475-480.
[24] Plan im GLA Karlsruhe 229/ 49115; abgedruckt in: Imm. Heimatblätter
9, 1985, S.142f.
[25] Gerhard Jehle: Vor 150 Jahren - Die Revolution 1848, Einrichtung
eines Bürgermilitärs in Immenstaad. In [29], S.33 - 48.
[26] Generallandesarchiv Karlsruhe, Sign. 61/6980.
[27] Wolfgang Trogus: Die “waffenfähige Mannschaft” 1823. In:
Imm. Heimatblätter 9, 1985, S. 95-100.
[28] Für den Hinweis danke ich Gerhard Jehle.
[29] Festschrift 150 Jahre Narrengesellschaft Immenstaad. 1998. Darin
die 1. Fassung des vorliegenden Aufsatzes (S.18 - 30).
[30] Schieber: Konstanzer Freiheits-Chronik vom Jahr 1848. Faksimilenachdruck
1997.
*** Note: The author would very much appreciate
any additional information on the life and death of John Einhart in New
Jersey and Virginia. ***
(Wolfgang Trogus, Kapellenweg 21a, D-88090 Immenstaad; Feb. 1998)
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