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Europas Hochadel trauerte in Monaco um Fürst Rainier

Bischof Barsi: „Jetzt ist er
mit seiner Frau vereint“



Monaco hat mit einer bewegenden Trauerfeier Abschied von Fürst Rainier III. (†81) genommen. Unter den 800 Gästen waren Spaniens König Juan Carlos, Schwedens Königspaar Carl Gustav und Silvia sowie die frühere persische Kaiserin Farah Dibah.

Es waren Stunden der Tränen. Um 12 Uhr startete der Trauerzug vom Ehrenhof des Palastes zur Kathedrale. 36 Kanonenschläge ehrten den toten Fürsten. Erzbischof Bernard Barsi fand ergreifende Worte, würdigte Rainier als erfolgreichen Sanierer des kleinen Staates Monaco. Am Sarg zündeten die Enkel des Fürsten Kerzen an (das große Foto zeigt Carolines Tochter Charlotte).

Während der Chor sang, weinte Caroline still um ihren geliebten Vater. Beim Schlußgebet verlor ihre Schwester Stephanie die Fassung. Schluchzend verneigten sich die Schwestern vor dem Sarg, stiegen draußen in schwarze Limousinen. Prinz Albert, der Thronfolger, trauerte mit versteinertem Gesicht. Heute Abend wird Rainier III. beigesetzt.

So verabschiedete sich Monaco von seinem Fürsten:

14.00 Uhr: Die Trauerfeier ist beendet. Fürst Rainiers Sarg bleibt in der Kathedrale. Um 18.30 Uhr beginnt dort ein Requiem. Danach wird Rainier in der Apsis der Kathedrale neben seiner 1982 tödlich verunglückten Frau Gracia Patricia beigesetzt. Nur engste Familienmitglieder dürfen dabeisein.

13.55 Uhr: Prinz Albert, seine Schwestern und die anderen Familienmitglieder verneigen sich noch einmal vor dem Sarg und verlassen mit der Prozession die Kathedrale. Draußen auf den Stufen danken sie dem Bischof und steigen in bereitstehende Linousinen.

13.51 Uhr: Die Trauergemeinde singt das Schlußgebet.

13.48 Uhr: Das Orchester spielt „Air“ von Johann Sebastian Bach“.

13.45 Uhr: Erzbischof Barsi segnet den Sarg des Fürsten mit Weihrauch. Der Chor singt Rainiers Lieblingslied „Der Glöckner von St. Nikolaus“.

13.40 Uhr: Der Bischof spricht ein Gebet: „Möge unser Bruder Rainier seinen Platz im Himmel finden.“ Schweigend gedenken die Trauergäste des Fürsten.

13.33 Uhr: Prinzessin Caroline weint. Sie braucht ein Taschentuch. Prinzessin Stephanie ringt um Fassung, Prinz Albert schließt mit versteinertem Gesicht die Augen.

13.29 Uhr: Ein Orchester spielt das Adagio für Streicher von Samuel Barber. Albert, Caroline und Stephanie empfangen ihre Hostien als Erste.

13.24 Uhr: Erzbischof Barsi: „Gebt euch ein Zeichen des Friedens.“ Prinz Albert küßt seine Schwestern auf die Wangen. Der Chor sind „Agnus Dei“. Die Kommunion beginnt.

13.16 Uhr: Der Chor singt das monegassische Lied „Christ ist Fleisch geworden“.

13.08 Uhr: Die Eucharistie-Feier (Abendmahl) wird vorbereitet.

13.04 Uhr: Der Chor der Kathedrale singt ein „Sanctus“. Es werden Fürbitten gesprochen.

12.45 Uhr: Erzbischof Barsi beginnt die Trauer-Predigt: „Gestärkt durch die letzte Ölung, gestützt durch die Liebe seiner Familie, ist Rainier III., souveräner Fürst von Monaco, am Mittwoch nach Ostern friedlich heimgegangen zu seinem Herrn.“

12.41 Uhr: Zweite Lesung aus dem Johannes-Evangelium.

12.32 Uhr: Der Chor singt „Kyrie eleison“. Es folgen das Eröffnungsgebet und eine Lesung aus dem 1. Brief des Apostels Paulus an die Thessalonicher.

12.30 Uhr: Die Enkelkinder des Fürsten zünden Kerzen an. Erzbischof Barsi: „Wir wollen das Licht zeigen, das die Osternacht erhellte. Möge es unserem Bruder Rainier leuchten.“

12.25 Uhr: Erzbischof Bernard Barsi eröffnet die Trauerfeier: „Wir bitten den Herrn, unseren geliebten Fürsten bei sich aufzunehmen. Jetzt ist er mit seiner viel zu früh von uns gegangenen Frau Gracia Patricia vereint.“

12.23 Uhr: Die Familienmitglieder verneigen sich einzeln vor dem Sarg des Fürsten. Vor dem Sarg liegen Trauerkränze seiner Kinder in Herzform, die aus weißen und roten Rosen bestehen. Rainiers Familie nimmt rechts neben dem Altar Platz. Prinzessin Caroline sitzt neben der Schwester ihres verstorbenen Vaters, Prinzessin Antoinette (84).

12.22 Uhr: Der Sarg wird vor dem Altar abgesetzt. Ein Chor singt die Antiphon „Requiem aeternam“ („Herr, gib ihnen ewige Ruhe“).

12.19 Uhr: Trauergäste bekreuzigen sich, als der Sarg an ihnen vorbeigetragen wird.

12.18 Uhr: Träger haben den Sarg von der Ehrengarde übernommen, bringen ihn in die Kathedrale. Die Orgel spielt den Choral „Jesu, meine Freude“ von Johann Sebastian Bach.

12.15 Uhr: Die Fürstengarde setzt den Sarg ab, eine Fanfare ertönt.

12.14 Uhr: Der Trauerzug erreicht die Stufen der Kathedrale.

12.04 Uhr: Zehn Träger der Fürstengarde tragen den Sarg des Fürsten. Darauf liegt die Monegassen-Fahne mit dem Wappen der Grimaldis. Caroline weint. Sie trägt den Schleier, den sie auch schon bei der Beisetzung ihrer Mutter 1982 trug.

12.02 Uhr: Der Trauerzug zur Kathedrale beginnt. Die Ehrengarde begleitet den Sarg des Fürsten, hinter dem auch sein Lieblingshund an der Leine geführt wird. Eine Kapelle spielt den „Trauermarsch“ von Beethoven. Die Sonne scheint.

12 Uhr: Prinz Albert und seine Schwestern Prinzessin Caroline und Prinzessin Stephanie stellen sich hinter dem Sarg auf.

11.59 Uhr: Die Glocken läuten. Im Säulengang des Hofes senken 120 Bedienste des Fürstenhauses ihre Köpfe. In der Hand halten sie Blumen.

11.55 Uhr: Der Sarg wird aus der Kapelle des Fürstenhauses auf den Hof getragen.

11.51 Uhr: Die Ehrengarde nimmt Aufstellung.

10.03 Uhr: Die ersten Trauergäste aus Adel und Politk fahren am Grimaldi-Palast vor. Einer der ersten: König Carl XVI. Gustaf von Schweden mit seiner Frau Silvia, dann kommen der britische Prinz Andrew, und Spaniens König Juan Carlos


Abschied von Fürst Rainier

Das Fürstentum der Tränen

Sie war so stark, so tapfer, so gefaßt. Bis ihre Tränen kamen und sie bitterlich weinte.

Prinzessin Caroline (48) und der Abschied von ihrem geliebten Vater Fürst Rainier III. († 81).

Caroline trug exakt denselben schwarzen Schleier, unter dem sie bereits vor fast 23 Jahren die Trauer um ihre Mutter Gracia Patricia hat verbergen wollen. Und sie saß wieder an dem Ort, an dem auch ihre Mutter begraben liegt

Die ganze Welt sah ihre Tränen. Tränen einer Frau, der die Schicksalsschläge unheilbare Narben ins Herz gegraben haben.

Die Beisetzung von Fürst Rainier. Es war eine Trauerfeier, die die ganze Welt bewegte ...

10.20 Uhr: Persiens Ex-Kaiserin Farah Diba (schwarze Sonnenbrille) ist eine der ersten am Fürstenpalast. Nacheinander treffen Schweden-König Carl Gustaf und Silvia, Spaniens Hoheit Juan Carlos sowie Frankreichs Staatspräsident Jacques Chirac ein.

Staatsmänner und gekrönte Häupter aus aller Welt nehmen einzeln Abschied von Rainier, der noch aufgebahrt in der Kapelle des Palastes liegt. Die Ehrengarde des Fürsten steht Spalier.

Anschließend werden die Gäste einzeln die 30 Stufen der Ehrentreppe hinauf in den Blauen Salon geführt, wo sie von Fürst Albert, Prinzessin Caroline und Prinzessin Stéphanie persönlich begrüßt werden.

11.26 Uhr: Die ersten Ehrengäste (u. a. auch Prinz Andrew, Hollands Kronprinz Willem-Alexander) verlassen das fürstliche Palais.

11.50 Uhr: Der Trauerzug mit Ehrengästen, katholischen Geistlichen und Ehrengarde setzt sich in Richtung Kathedrale in Bewegung.

11.55 Uhr: Erst jetzt wird der Sarg (mit weiß-roter Nationalflagge und Wappen der Grimaldis bedeckt) mit den sterblichen Überresten Rainiers von 6 Trägern geschultert in den Palastinnenhof gebracht.

11.58 Uhr: Albert, Caroline und Stéphanie treten zum ersten Mal auf den Palastbalkon. Rainiers Töchter sind tief verschleiert. Auffällig: Caroline trägt diesmal keine Sonnebrille wie zuletzt beim Papstbegräbnis.

Stéphanie zeigt schwarze Strümpfe unter dem knielangen Rock, die große Schwester trägt Schwarz bis zum Knöchel.

12.02 Uhr: Der Trauerzug der Grimaldis setzt sich in Bewegung. 10 Soldaten der Fürstengarde tragen – wie von Rainier gewünscht – den Sarg. Gespenstische Stille, nur die Möwen kreischen in der Ferne.


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