Ur-Ur-Enkel des Kaisers sucht Job!
Chef der Hohenzollern, 29, led., kinderl., belastb., sehr
gute
Erzieh. u. Manieren, gepfl. Erscheinung, sucht schnellstmögl. Job
als
Kulturmanager in Berl. o. Potsd. Militärdienst bei den
Gebirgsjägern.
Abgeschl. BWL-Studium (Notendurchschnitt etwa 2,0) Gehalt: Nebensache,
da 50 Mio. Euro Familienvermögen.
Von TOMAS KITTAN
Mal ohne Krawatte und Anzug: Prinz Georg
Friedrich von Preußen, 29, in Mitte
Foto: Frank Zauritz
Hätte es die Novemberrevolution 1918 nicht gegeben,
wäre er heute
deutscher Kaiser. Durch den Sturz seines Ururgroßvaters, Kaiser
Wilhelm
II., und die spätere Erbfolge ist er "nur" Prinz Georg Friedrich
von
Preußen. Aber immerhin Chef des Hauses Hohenzollern mit
einem
geschätzten Familienvermögen von 50 Millionen Euro. Er ist
Herr auf der
Burg Hechingen, hat Immobilien in Bremen, Niedersachsen und Berlin. Der
inzwischen 29 Jahre alte Prinz lebt in der Hauptstadt, hat seine
Wohnung in Mitte, ganz in der Nähe des Berliner Ensembles. Sein
Studium
der Betriebswirtschaft an der Bergakademie in Freiberg/Sachsen
schließt
er gerade ab. "Mein Notendurchschnitt ist besser als 2,0", verrät
er
der B.Z.. Im Lieblingsfach Informatik
schaffte er sogar eine glatte Eins! Diplomarbeit-Thema: "Das virtuelle
Museum im Internet". Und was macht er danach? Wir fragten den Prinzen.
Und seine Hoheit antwortet so selbstverständlich, wie alle
Absolventen:
"Jobsuche". Wie bitte? "Ich werde mich um eine Tätigkeit als
Kulturmanager in Berlin oder Potsdam bewerben."
"Mein Name kann auch hinderlich sein."
Mit diesem Familiennamen doch eigentlich kein Problem? Der
Prinz: "Da
bin ich mir nicht so sicher. Mein Name kann auch hinderlich sein."
Haben Sie nicht genug zu tun bei der Verwaltung des Hohenzollern-Erbes?
"Ja, aber da habe ich gute Unterstützung. Und diese Tätigkeit
lastet
mich nicht aus."
Die B.Z. will dem Prinzen helfen
und erstellt für ihn eine Bewerbungsanzeige. Bei dieser Vita
müßte doch was zu machen sein...
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