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Seiten 84-

Die Tochter des Max Wilhelm (110):

(121) Ma r g a r e t h e  H i l d e g a r d , geb. 8. Februar 1909 in Aufhausen, OA. Geislingen.

Die Kinder des Johann Jakob Karl Friedrich Reinhold (111) sind:

(122) a)  E l i s a b e t h , geb. 27. August 1907 in Harzburg.
(123) b)  I l s e , geb. 2. Mai 1909 in Harzburg.

(Anmerkung: Leider stehen die Seiten 30-83 nicht zu meiner Verfuegung und weiss deshalb auch nicht, wohin oben genannte Leute gheoeren)
 

Jüngere oder Balthasarische Linie.

B a l t h a s a r  IV (10), geb. 4. Mai 1525, + 4. Mai 1595 in Stuttgart. Uber seine Jugend ist nichts Zuverlässiges bekannt, doch scheint er studiert zu haben, da er in späteren Quellen als Doktor bezeichnet wird (1). 1547 war er Untervogt in Schorndorf, 1551 Kloster Adelbergischer Pfleger in Göppingen (2), und 1558 bekleidete er das Bürgermeisteramt daselbst (3), das er bis zum Jahr 1571 innehatte. Von Göppingen siedelte er nach Stuttgart ueber, war daselbst einige Zeit ohne Dienste, worauf er vom Herzog zum Rentkammerrat ernannt wurde (4), welches Amt er 35 Jahre bis zu seinem Tode behielt. Er starb nach fünfjähriger Krankheit (5). Die Leichenrede des M. Johannes Magirus, Propsts zu Stuttgart, hebt hervor, daß ihm außer der Verwandtschaft und einer sonstigen großen Anzahl Leute ,,Jhrer fürstlichen Gnaden Gesandte, die fürstlichen Räte und der damals versammelte Große Ausschuß der Landschaft die letzte Ehre erwiesen haben."

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Zu (10) 1) Pfaff, Geschichte der Stadt Stuttgart, Bd. I, S. 63.
(1) v. Georgii-Georgenau, Dienerbuch S. 240.
(3) Reg. Nr.53.
(4) Stadtarchiv Stuttgart, Teil B, Büsch. 76, Unterb. 2, Nr.4.
(5) Leichenpredigt, K. Landesbibliothek.
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Seite 85

Die amtliche Laufbahn Balthasars verlief anscheinend in ruhigem Geleise. Um so eifriger betätigte er sich in seinem Privatleben, namentlich durch finanzielle Unternehmungen, die ihn aber in langwierige Konflikte mit dem Rat der Stadt Stuttgart brachten. Der Rat verdachte ihm seine Häuser-An- und -Verkäufe in der Stadt (s. u.) darum, weil er das Bürgerrecht daselbst nicht besaß und es offenbar auch nicht zu erwerben beabsichtigte. Dadurch wollte er eben der Steuer entgehen, die auf Ämter und Städte und von diesen auf die Bürger umgelegt wurde. Übrigens stand Moser mit der Einrede, er sei nicht Buerger, durchaus nicht allein, sondern es waren diese Praktiken, verbunden mit dem Erwerb des Pfahlbürgerrechts in einer Reichsstadt, damals unter Adeligen und herzoglichen Beamten gang und gäbe. Auch Moser hatte sich 1578 in dlas Bürgerecht der benachbarten Reichsstadt Eßlingen aufnehmen lassen (1).

Über seinen Grundbesitz ist im einzelnen bekannt:

In einer Beschwerde (2) des Rats der Stadt Stuttgart an den Herzog, der uebrigens stets Mosers Partei nahm, wird ihm Häuserspekulation vorgeworfen und ausgeführt, daß er in der Zeit von 1571 bis 1581 nacheinander folgende Grundstücke erworben, sie jeweils nur kurze Zeit besessen und dann mit viel Gewinn wieder veräußert habe:

,,die stattliche Behausung auf dem Markt," die ihm seine (zweite) Frau zugebracht habe, zwei von Matheis Hofmann gekaufte, an den Herzog wieder verkaufte Häuser, ein Haus in der Schulgasse mit Scheuer, Kelter und Garten auf dem Turnieracker, ein Haus und Kelter in der obern Stadt, das von dem Pfleger zu Münster erkaufte Haus auf dem Turnieracker, ferner das Wernlinsche Haus am Markt und endlich die Wirtschaft zum Stern neben dem Rathaus am Markt. Achtfache Häuserbesitzer dürfte es in dem damals kleinen Stuttgart allerdings nicht viele gegeben haben, und für den Rat war es mißlich genug, daß ihm diese Steuerobjekte entgingen.

Am 13. Dezember 1557 erkauften der Herzog Christoph, Martin Eisengrein (3), Balthasar Moser und Michael Daur die Gewerksgerechtigkeiten und den Eisenhandel im Amt Kochenburg, Heidenheim und Mergelstetten für 10 000 fl.

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(1) Reg. Nr.104.
(2) Stadtarchiv, a. a. O. (Anm. 4).
(3) Die Eisengein waren eine Stuttgarter Familie, die 1541 von Kaiser Ferdinand I. in den Reichsadelstand erhoben wurde. Vgl. Alberti, Adels- und Wappenbuch, S. 158.
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Seite 86

1598 wurden die drei Teile des Eisengrein, Moser und Daur um 47 414 fl. an Herzog Friedrich verkauft (1).
1558 erwarb er Filseck mit Weilerberg um 14 210 fl., desgleichen Burgstall und Flecken Bünzwangen um 8000 fl. Filseck
wurde 1573 um 17 000 fl. wieder verkauft. Auch besaß er Bergwerke in Michelstadt im Odenwald.
Seit 1585 besaß er ferner die Mühle in Obertürkheim, und 1592 brachte Moser auch noch den sog. ,,Freihof" in Faurndau in
seinen Besitz. Daß seine finanzielle Hilfe nicht nur von der Landschaft, sondern auch von auswärtigen Fürsten gesucht wurde, beweist sein Reichskammergerichtsprozeß gegen Fortunatus von Baden (2), dem er 6000 fl. geliehen hatte.
Balthasar wurde am 4. März 1573 von Kaiser Maximilian II mit seinem Bruder Valentin in den erblichen Adelsstand erhoben mit dem Recht sich ,,nun hinfüro zu Ewigen Zeiten von Jren Syz und Schlössern Filseckh und Weylerburg zu schreyben und zu nennen.  Das Adelsdiplom enthält zweifellos eine Unrichtigkeit, insofern dem Bruder Valentin Moser der Mitbesitz von
Filseck und Weilerberg zugeschrieben wird.
Balthasar war verheiratet erstmals mit Barbara, Tochter des Johann König (3), Zahlmeisters, welche in Göppingen am 5.
Dezember 1571 starb, sodann mit Christina Keller, + 1600, ohne Kinder.

IV. Grad.
 
B a l t h a s a r  IV, der Stammvater der jüngeren Hauptlinie, begründete eine allerdings schon in der zweiten Generation ausgestorbene
Nebenlinie Goeppingen, Filseck und Weilerberg
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(1) vgl. Regesten Nr. 149.
(2)  Großh. badisches Generallandesarchiv, Dienerakten M.
(3) Ueber eine Kontroverse, ob Barbara König die Tochter des Zahlmeisters König war oder dessen Frau, die dann in zweiter Ehe den Balthasar Moser geheiratet hätte, vgl. Faber, Familienstiftungen, VIII. Bayersche Stiftung § 35.
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Seite 87

Zu ihr gehörten:

(124) a) Daniel I., geb. 19. Juni 1546, + 29. Januar 1606. Er war Bürgermeister von Göppingen. Urkundlich kommt er als
Inhaber dieses Amts 1586 vor. 1583 wird er als Mitglied des Gerichts zu Göppingen genannt, ist um dieselbe Zeit
Landtagsabgeordneter, welche Wuerde er in den folgenden Jahren bekleidet, so 1599, in welchem Jahre er vom
landschaftlichen kleineren Ausschuß in den landschaftlichen größeren Ausschuß gewählt und vom Herzog Friedrich sofort
bestätigt wird.

Daniel war nach dem Tode seines Vaters (1595) Mitinhaber der Brenz- und Kochertalwerke. Er stiftete kurz vor seinem
Tode 100 fl. fuer Göppinger Hausarme.

Verheiratet war er in erster Ehe seit 1564 mit Dorothea Plüderheuser (geb. 1545, + 23. Mai 1571). Die Ehe war kinderlos.
In zweiter Ehe heiratete er 1572 Magdalena Sehmidlapp aus Schorndorf (+ 23. Mai 1613), Witwe des Johannes Neu aus Delsberg, Göppinger Bürgers.

Daniels Sohn ist:
 

(136) a)  J o h a n n  B a l t h a s a r  II , Chemiker; er ging nach seines Vaters Tode 1606 nach Italien und blieb verschollen.
(125) b)  M a r i a , geb. 31. Mai 1547, + 19. Mai 1571, verheiratet mit Emanuel Johann Haug, Stadtschultheißen in Wimpfen
(geb. 10. Januar 1541).
(126) c)  J o h a n n e s , geb. 10. Juni 1548 zu Göppingen, + 23. August 1590 in Stuttgart. Er besuchte in seiner Vaterstadt

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Zu (124). J. J. Moser, Geneal. Nachrichten, S.102 (117); Geschlechtsreg. Tab. VI; II Unfridische Tabelle; Faber a. a. 0.,
VIII. Stiftung, Par. 62; Rep. Kl. Lorch, S. 435; Ständisches Archiv.
Zu (125). J. J. Moser, Geneal. Nachrichten, S. 113 (117); Geschlechtsreg. Tab. VI; Faber, a. a. 0. VIII. Stiftung.
Nach J. J. Moser, Geneal. Nachrichten (II. Aufl. 1750), s. 117 soll Haug ohne Kinder gestorben sein. Nach Faber, XCIV.
Waidelich-Haugsche Stiftung setzte er im Testament seine Kinder zu Erben ein.
Zu (126). J. J. Moser, Geneal. Nachrichten, S. 113 (117); Geschlechtsreg. Tab. VI; K. Landesbibliothek, Gedr. Leichenpredigten für Johannes und Anna;
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Seite 88

die unter dem Rektorat des Magisters Kaspar Falkenstein stehende lateinische Schule von drei Klassen (1). Am 22. März 1563 wurde er in Tübingen immatrikuliert, wo er Kost und Logis beim berühmten Chronisten Crusius nahm, der außerdem nicht nur sein Lehrer, sondern in späteren Jahren auch sein Freund war, mit dem er zeitlebens in brieflichem Verkehr stand. Im Jahr 1567 wurde er zum Magister ernannt. Wir wissen aus einer kurzen Selbstbiographie, daß er darauf noch ,,etliche Universitäten und Partikularschulen" besuchte. 1570 ging er nach Speier, um sich dort mit Hilfe eines Verwandten in den praktischen Justizdienst einführen zu lassen. Von Speier kehrte er nach Tübingen zurück und wurde beim dortigen Hofgerivht Advokat.

Nachdem er sich inzwischen 1572 verheiratet hatte, bemühte er sich im folgenden Jahr vergeblich um eine württ. Ratsstelle
bei der herzoglichen Kanzlei.

1573 noch zum Dr. juris promoviert, zog er wieder nach Speier und erlangte daselbst in den folgenden 2 Jahren als
Kammergerichtsadvokat eine große Praxis und als tüchtiger Kopf einen solchen Ruf, daß er nach bestandener Relation vom
Kurfürsten von Mainz zum Kammergerichtsassessor ohne Konkurrenz präsentiert wurde. Zur förmlichen Ernennung kam es
indessen nicht, da Herzog Ludwig von Württemberg ihn im Dezember 1576 als Rat nach Stuttgart berief; er folgte diesem
Antrag ,,nulla alia causa quam dulcedine et amore patriae motus". Ueber 11 Jahre war er als Oberrat in herzoglichen
Diensten und hatte dabei namentlich auch das Referat über die geistlichen Kammergerichtssachen.

Durch Krankheit veranlaßt, bat Johannes im Jahre 1587 um seine Entlassung aus dem Staatsdienst, die ihm unter Belassung
des vollen Gehalts als Pension bewilligt wurde. Wie aus Bemerkungen des Crusius hervorgeht, beschäftigte er sich in seinen
Mußestunden mit geschichtlichen Fragen, insbesondere mit genealogischen Studien über adelige Familien. Er schrieb auch
1589 einen Aufsatz über die Genealogie seiner eigenen Familie.

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Crusius, schw. Chronik, Bd. I, S.292, 655, Bd. II, S. 888, 305, 329, 387, 417 f.; Reg. Kanzleisachen S.92; Sammlung aller
Magisterpromotionen S. 31, 83; Faber, a. a. 0. VIII. Stiftung; Pflegerberichte Göppingen; Rathausreg. Faurndau; Staendisches Archiv, Tom. act. 12, 127.
(1) Neben der lateinischen gab es damals schon eine deutsche Schule in Göppingen, ,,wo man auch den Anfang zum Rechnen
lehrt" (Crusius, Bd. II. S. 416 f.). Ueber nachmals berühmt gewordene Mitschueler des Johannes Moser vgl. Reg. Nr.61.
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Seite 89

Erst 42 Jahre alt starb er, nachdem er fuenfmal ,,am Stein" operiert worden war. Er wurde am 24. August 1590 zu Stuttgart begraben; die Leichenrede hielt M. Felix Bidenbach.
Zu Lebzeiten genoß Dr. Johannes Moser ungewöhnliches Ansehen wovon heute noch die Aufzeichnungen ueber den
berühmten und weisen" Mann in der Crusiusschen Chronik und eine Elegie (Elegiae II, 7) des Nicodemus Frischlin Zeugnis ablegen. Crusius und die Leichenpredigt heben als besondere Charaktereigenschaften seine Froemmigkeit, sein Mitleid mit den Nebenmenschen und seine Abneigung gegen alle Hoffart und Ueppigkeit hervor.
Dr. Johannes vermählte sich 1572 mit Anna (+ 8. Dezember 1594 in Kirchheim u. T.), Tochter des M. Caspar Wild,
fuerstlich wuerttembergischen Rats und Landtagsadvokaten.
Der Ehe ist ein Sohn entsprossen.

(127) d) M a r g a r e t h a , geb. 16. Oktober 1549 in  Goeppingen, + 4. Januar 1604 in Brackenheim.

Sie war in erster Ehe vermaehlt mit Mathias Feuchter, Klosterverwalter in Bebenhausen, in zweiter Ehe mit Adam
Steinmez, Vogt in Brackenheim (+ 20. Juni 1614)

          e) K a t h a r i n a ,  geb 3. Maerz 1551 + 9 Febr. 1563
          f) B a r b a r a  ,  geb 6 April 1553 + 8 Juni 1553

(128) g)  A n n a , geb. 4. Juni 1554 zu Goeppingen, + 13. September 1626. Sie vermählte sich in Stuttgart am 9. Februar 1574 mit Rochus Zweifel, Juris Licentiatus und Syndicus in Noerdlingen (geb 16 August 1541, + 1581).
In zweiter Ehe war sie verheiratet mit Dr. med. Albrecht Schopf, fuerstlich wuerttembergischem Rat und Leibmedicus (geb
13. Maerz 1569, + 30. August 1631).
(129) h)  B a l t h a s a r  V,  s. u. S. 91.
(130) i)  W i l h e l m, geb. 14. März 1558 zu Göppingen, + l. Februar 1607 dasselbst.
 
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Zu (127). J. J. Moser, Geneal. Nachrichten, S. 113 (117); Geschlechtsreg.
Tab. VI; Faber, a. a. 0. VIII. Stiftung.
Zu e). Nach einer andern Quelle soll sie 1566 geboren sein.
Zu (128).  J. J. Moser, Geneal. Nachrichten, S. 113 (117); Geschlechtsreg. Tab. VI; Faber, a. a. 0. VIII. Stiftung; mit
Ausnahme des Geschlechtsreg. nennen die Quellen als Vornamen des Schopf nicht Albrecht, sondern Abraham.
Zu (130). J. J. Moser, Geneal. Nachrichten, S. 115(119); Familienpapiere; Leichenrede für Ursula Broll; Register zur
Lotterschen Siegelsammlung; Rathausarchiv Faurndau; Faber, a. a. 0. I., VIII. Stiftung.
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Seite 90

Er war bereits 1583, wahrscheinlich schon früher, fürstlich württembergischer Pfleger des Klosters Adelberg zu Goeppingen, welches Amt er bis zu seinem Tode verwaltete. Er war im Besitze des Freihofs in Faurndau, den seine Witwe 1610 verkaufte. 1607 machte er eine Stiftung von 100 fl. für Hausarme in Göppingen.

l. Er vermählte sich in Stuttgart am 12. Juli 1580 mit Anna Maria Kachel (+ 7. November 1588), Tochter des Jakob Kachel,
geistlichen Verwalters in Brackenheim.
2. in Stuttgart am 17. September 1589 mit Ursula Broll (geb. l. Juli 1563, + 17. August 1591), Tochter des Johann Broll, Bürgermeisters in Stuttgart,
3. am 22. Januar 1601 mit Maria Magdalena Jung (geb. 22. Juni 1567, + 2. März 1618), Tochter des fürstlich Anspachschen Rats und Dekans zu Feuchtwangen Wolfgang Jung.

Der ersten Ehe sind 4, der zweiten 1 und der dritten 8 Kinder entsprossen.

Das Epitaph von Moser und seinen drei Frauen ist in der Kirche zu Göppingen.

(131) k)  B a r b a r a ,  geb. 18.Juli 1560, + 1627, vermählte sich in Stuttgart am 31. Mai 1580 mit Kaspar Daur,
Klosterverwalter in Herbrechtingen (geb. 1556, + 1628).
(132) 1)  A p o l l o n i a , geb. 17. Februar 1562, + l. August 1627; verheiratete sich in Stuttgart am 25. April 1581 mit Johann Wilhelm Egen, Apotheker und Gerichtsverwandten in Stuttgart (geb. 1557 + 12. Januar 1611).
(133) m)  E v a ,  geb. 16. Oktober 1563, + 4. April 1605, verheiratete sich zu Stuttgart am 6. Februar 1582 mit M. Heinrich
Welling (geb. 18. September 1555 in Tübingen, +t 17. Januar 1620), Professor der lateinischen Sprache.

          n)  A d a m , Zwillingsbruder zu m), geb. und + 16. Ok tober 1563.
(134) o)  U r s u l a ,  geb. 16. Oktober 1566, + 18. Februar 1612,

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Zu (131). J. J. Moser, Geneal. Nachrichten, S. 116 (120); Faber, a. a. O). VIII. Stiftung.
Zu (132). J. J. Moser, Geneal. Nachrichten, S. 116 (120); Faber, a. a. O. VIII. Stiftung.
Zu (133). J. J. Moser, Geneal. Nachrichten, S. 116 (120); Geschlechtsreg. Tab. VI; K. Landesbibliothek, Kellersche Sammlung § 28.
Zu (134). J. J. Moser, Geneal. Nachrichten, S. 116 (120); Geschlechtsreg. Tab. VI; Faber, a. a. O. LXVII Stiftung.
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Altar im Chor der Michaelskirche in Schwaebisch Hall:
Denkmal fuer den Staettmeister Balthasar Moser, darstellend die Familie des Stifters.
Seite 91

verheiratete sich zu Stuttgart am 25. Februar 1585 mit Johann Sebastian Thumas (geb. 5. Februar 1557, +27. November 1618); er war zuerst Kanzleibeamter, dann Staettemeister, zuletzt Buergermeister in Schw. Hall.

(135) p)  B e r n h a r d  s.u. S. 97.

V. Grad
 
(136)  J o h a n n   B a l t h a s a r  II, s.o. S. 87.

Der einzige Sohn des Dr. Johannes (126) ist:
 
(137)  J o h a n n  B a l t h a s a r  III, geb. 12. Juni 1573 zu Tübingen, + 13. September 1594 in Heidelberg. Er studierte in Tübingen, wo er am 16. Februar 1592 Magister der Philosophie wurde, dann in Heidelberg, wo er ledig als Kandidat der Rechte starb und auf dem Kirchhof St. Peter begraben wurde. Ein lateinisches Gedicht von ihm ist der Leichenpredigt seines Vaters angehängt.
 
 

Nebenlinie Schw. Hall.
 

B a l t h a s a r  V (129), der Sohn des Rats Balthasar IV und der Barbara König, ist der Begründer der Haller Nebenlinie, die allerdings in der zweiten Generation bereits erloschen ist.

Geb. 29. September 1556 zu Göppingen, + 17. Juni 1610 in Hall, erlernte er das Schreibfach in Nördlingen und Stuttgart,
wurde Faktor und Gegenschreiber bei seines Vaters Bergwerk in Michelstadt im Odenwald, trat 1579 in den Äußern und
1580 in den Innern Rat der Schwaebischen Reichsstadt Hall, wurde 1584 in den engeren Ausschuß der Fünfer oder
Geheimen gewählt, welcher die Geschäfte vorzubereiten und in dringenden Fällen provisorisch zu verfügen hatte. Am 27.
Juli 1584 stellte ihn der Rat von Schw. Gmünd in dessen Streit mit der Witwe Anastasia von Rechberg als einen der 3
Schiedsrichter auf.

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Zu (137).  J. J. Moser, Geneal. Nachrichten, S. 113 (117); K. Landesbibliothek, Leichenpredigt; das. Kellersche Sammlung § 21; Crusius II, S. 389.
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Seite 92

Er war erstmals 1597, später wiederholt Stättemeister (1) in Hall.

Dieses Amt bekleidete er auch, als in Hall die Schneckischen Unruhen ausbrachen, ein von 1601-1604 währender Zwist
zwischen dem die orthodoxe Konkordienformel vertretenden Pfarrer Weidner, auf dessen Seite die Bürgerschaft stand, und
dem freidenkenden Pfarrer Schneck. In einem ausführlichen Aufsatz über diese Unruhen (2) wird Balthasar Moser als
,,wohlwollender Mann geschildert, aber offenbar ohne höhere Bildung, jedenfalls nicht mit der Energie, auch nicht mit dem
Takt ausgestattet, die nötig gewesen wären, um das Schifflein der Reichsstadt durch die drohenden Klippen ungefährdet
hindurchzuführen". Dieses Urteil wird durch Mosers Verhalten vielfach bestätigt. Als die Bürgerschaft 500 Mann hoch vor
das Rathaus zog und die Wiederanstellung des vom Rat abgesetzten Weidner forderte, bat der Rat den Weidner zu sich und
erklärte durch den Stättemeister Moser:

,,Weil die Bürgerschaft um ihn gebeten, so setze ihn hiemit der Rat in sein Amt wieder ein; er möge ,,wie bisher" (!) seines
Amtes warten, der Rat habe alles das, was in der strittigen Sache hinc et inde vorgefallen, schwinden und fallen lassen."
Auch allen andern Forderungen der empörten Bürgerschaft gegenüber zeigte sich der Stättemeister machtlos. Man beklagte
sich in formulierten Resolutionen offen über Moser, er begünstige fremde Personen mehr als die Bürgerschaft und trage auf
beiden Achseln. Als dann eine kaiserliche Kommission gegen die Bürgerschaft entschied, duldete der Stättemeister
Schmähschriften auf die Pfaffen und Weidner.

Als 1609-10 der Konvent der evangelischen Union in Hall tagte, zu dem mehrere Fürsten erschienen, wohnte der Herzog von Württemberg bei Moser.

Vermählt war er seit 19. Juni 1577 mit Anna Seuter (geb. 1555, + 25. September 1611), Tochter des Haller Ratsherrn Konrad Seuter,
 
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Zu (129). Moser, Geneal. Nachrichten 113 (118); Geschlechtsreg. Tab. VI; Stammbuch im Familienbesitz; K.
Landesbibliothek, Leichenpredigt für Balthasar und seine Frau; K. Landesbibliothek Cod. hist. 0. Nr.72, F 602, 667, 674;
Württ. Jahrb. 1865, 309; 1902, S. 14; Württ. Vierteljahrsheft. 1893, S. 163 ff.; K. Landesbibliothek, Kellersche Sammlung
§ 21; Faber, a. a. O. VIII. Stiftung § 90; Haalamtsregistratur, Schw. Hall.
(1) Der Name Statt oder Stättemeister, der neben ,,Burgermeister" hergeht, wird schon 1312 genannt, die Form stete ist der
alte Genitiv sing. von etat.
(2) Von Prof. Dr. Kolb in den Württ. Vierteljahrsheften für Landesgesch. 1893, S. 163 ff.
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Balthasar Moser von Filseck
Ratsherr in Schwaeb. Hall

Seite 93

und der Anna, Tochter des Burkhard Stadtmann aus einem alten Haller Geschlecht.

Er starb nach ,,langwieriger hochschmerzlicher Krankheit" in Hall, wo er begraben wurde. In der ersten Kapelle der dortigen
Michaelskirche steht sein und seiner Frau Grabmal aus Alabaster, das ihn und sie in ganzen Figuren knieend, die Kinder in
kleinern Relieffiguren darstellt. Er zeigt auf dem Grabmal breite Wangen, kräftige Lippen, eine kleine Nase, blaue Augen,
dunkelbraunes Haar, Schnurrbart und zugeschnittenen Kinnbart.

Die Kinder des Balthasar V (129) und der Anna Seuter sind:

          a)  J o h a n n  K o n r a d , geb. 15. August 1578, + l. Juni 1581.

(138) b)  B a l t h a s a r  VII , geb. 22. November 1579, + 1650, Ratsherr zu Schw. Hall und Vogt über das Bühleramt, war
verheiratet seit l. September 1601 mit Margarethe Sahl (1) (geb. 17. Dezember 1587), Tochter des Obervogts zu Gaildorf. Er
erbte aus der Verlassenschaft seines Vaters, die nach Abzug der Schulden den nach damaligen Begriffen hohen Wert von
nahezu 27 000 Goldgulden hatte, unter anderem das Haus am Markt nebst Hofscheuer und Nebengebäuden, welches
Besitztum in der Familie bleiben sollte.

Die Ehe war kinderlos.

(189) c) A n n a  M a r i a , geb. 12. August 1581, war verheiratet mit Johann Heinrich Beuerlin (geb. 4. November 1579, + 2. Februar 1631), Spitalschreiber, nachherigem Vogt in Comburg, zuletzt Nachfolger Balthasar Mosers im Stättemeisteramt.
          d) J o h a n n  K o n r a d , geb. 30. August 1582, + 13. September 1582.
(140) e)  B a r b a r a , geb. 5. August 1584, + 1634, war verheiratet mit Christian Gräter, Pflegschreiber im Haalamt und Ratsherr zu Schwäbisch Hall (geb. 4. November 1579, + 1634).

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Zu (138). J. J. Moser, Geneal. Nachrichten, S.114 (118); Geschlechtsreg. lab. Tab. VI; Haalamtsregistratur Schw. Hall;
Gemeinschaftl. Archiv Hall, Reg. Nr. 307 (107?) Faber, a. a. 0. VIII. Stiftung. Oelgemälde im Besitz der Erben des
Staatsrats Moser von Filseck.
Zu (139). J. J. Moser, Geneal. Nachrichten, S. 114 (118); Geschlechtsreg. Tab. VI; Gemeinschaftl. Archiv Hall, Reg. 307;
Familienpapiere.
Zu d). Genealogia von 1591.
Zu (140) und (141). J. J. Moser, Geneal. Nachr., S. 114 (118); Geschlechtsreg. Tab. VI; Faber, a. a. 0. VIII. Stiftung;
Gem. Archiv, Schw. Hall.
(1) Auch Salz genannt; aber Sahl ist wohl der richtige Name, so steht er auch in den Akten des Haalamts.
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Seite 94

(141) f)  E u p h r o s y n a , geb. 19. Januar 1586, + im Oktober 1636, war seit 22. Mai 1604 verheiratet mit Johann Conrad Zinn, Dr. med. und hohenloheschem Leibmedikus zu Öhringen (geb. 21. Januar 1571, + 9. Mai 1636).

          g)  R o s i n a , geb. 9. September 1587, + 16. September 1597.

(142) h)  J o h a n n  W i l h e l m  I, geb. 11. Juni 1589, + 1625, war verheiratet mit Anna Katharina, Tochter des Rechtsgelehrten Werner Bonz.

Deren Sohn war:

J o h a n n  R e i n h a r d , geb. 5. April 1021, +1624, wird in der Genealogia 1691 von J. J. Moser Il Johann Richard genannt.

(143) i)  S u s a n n a , geb. 10. August 1592, + 16. August 1648, war verheiratet mit Reinhard Eisen, gen. Heim, zu Unterlimburg.

(144) k) A n n a  R o s i n a , geb. 10. Juli 1594, war verheiratet mit Johann Brauch, Bürger zu Schorndorf.

(145) l)  J o h a n n  A d a m , geb. 17. August 1598, + 28. Dezember 1632 in Hagenau als schwedischer Hauptmann. Er war
verheiratet seit 11. Juli 1620 mit Maria Magdalena Ans (1) (geb. 22. September 1602, + 19. Januar 1638), Tochter des aus
alter Heilbronner Familie stammenden Ratsherrn Ans.

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Euphrosyne wird auf dem Grabmal des Vaters in der Michaelskirche in Schw. Hall fälschlich Elisabetha genannt.
Zu (142) und (143). J. J. Moser, Geneal. Nachrichten, S. 114 (118); Geschlechtsreg. Tab. VI; Faber, VIII. Stiftung;
Haalamtsregistratur; Gemeindschaftl. Archiv Schw. Hall; Familienpapiere.
Zu (144). J. J. Moser, Geneal. Nachrichten S. 114 (118); Geschlechtsreg. Tab. VI. Die Kellersche Sammlung bemerkt: ,,Es
findet sich nicht, daß sie einen dieses Namens geheiratet haette". Auch Nachforschungen bei den Pfarrämtern blieben
erfolglos, dagegen findet sich in Reichskammergerichtsakten (K. Filialarchiv Ludwigsburg Tom. III J-N. Nr.3737), daß
Johann Brauch als Ehemann der A n n a  R o s i n a  für letztere Prozeßvollmacht ausstellt zur Führung eines vom + Balthasar
Moser, Stättemeister, begonnenen Prozesses gegen die Stadt Crailsheim.
Zu (145). J. J. Moser, Geneal. Nachrichten, S. 114 (118); Geschlechtsreg. Tab. VI; Faber VIII. Stiftung; Gemeindschaftl.
Archiv Hall.
(1) Diese ging später eine zweite Ehe ein mit Tobias Pommer, Hauptmann. Hiezu wird bemerkt: ,,Vor der zweiten Heirat
saß die Frau in Hagenau im Arrest und mußte zu ihrer Erledigung für sie bezahlt werden 141 fl. 31 kr. ehe sie zur Kirchen
und Straßen gangen". S. o. Faber.
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Seite 95

Kinder des Wilhelm (130) aus dessen erster Ehe mit Anna Maria Kachel sind:

(146) a)  B a r b a r a , geb. 24. Juni 1584, war verheiratet mit Johann Nikolaus Egen, Stadtschreiber zu Leonberg

          b) Johann, jung +
          c) Magdalena, jung +
          d) Maria Magdalena, jung +
 
Kinder zweiter Ehe mit Ursula Broll:

(147) e)  K u n i g u n d e , geb. 17. Juli 1590 Göppingen, + 24. Juli 1635. Sie heiratete in erster Ehe in Stuttgart am 30. August 1608 den Dr. jur. Konrad Heiser (geb. 17. November 1576, + 10. Januar 1610), Juris Licentiatus, fürstlich württembergischen Oberrat.
Am 22. Januar 1611 ging sie in Stuttgart eine zweite Ehe mit Heinrich Hiller von der Neupfalz, Dr. jur. utr. (geb. 1577, + 15.
September 1637), kaiserl. Kammermeister und Kammersekretarius in Stuttgart ein (1).

    f) C h r i s t i n a, jung +

Kinder aus dritter Ehe mit Maria Magdalena Jung:

(148) g)  A n n a  M a r i a , geb. 1594, + 1647, war verheiratet seit 20. Mai 1610 mit Cornelius Keller (geb. 11. Juni 1587, + 27. Aug. 1638), Vogt in Herrenberg.
(149) h)  J o h a n n  B a l t h a s a r  IV, geb. 1595, + und begraben in Besigheim am 3. Januar 1640, war von 1625 bis 1640 geistlicher Verwalter und Untervogt in Besigheim.

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Zu (146) J. J. Moser, Geneal. Nachrichten, S.115 (119); Geschlechtsreg. Tab.  VII.
Zu b-d). Familienpapiere.
Zu (147). J. J. Moser, Geneal. Nachrichten, S.115 (117); Geschlechtsreg. Tab. VII; Kellersche Sammlung § 43; Faber
I. und VIII. Stiftung.
Zu (148). J. J. Moser, Geneal. Nachrichten, S. 116 (119); Geschlechtsreg. Tab. VII; Faber, a. a. 0. VIII. Stiftung und Faber,
Nachträge I, S. 255, Manuskr. auf der Univers.-Bibliothek Tübingen.
Zu (149). J. J. Moser, Geneal. Nachrichten, S. 117 (120); Geschlechtsreg. Tab. VII; Faber, a. a. 0. VIII. Stiftung; Mitteilung
des Pfarramts Besigheim; Rep. Steuerwesen S. 28; Rep. Kanzleisachen, S. 149.
(1) Die Hiller wurden 1628 von Kaiser Ferdinand II. geadelt. Sie waren seit Mitte des 17. Jahrhunderts im Besitz von
Gärtringen, wofür sie bei der Ritterschaft immatrikuliert waren. S. Familiengeschichte der Hiller von Gärtringen, Berlin
1910, S. 20 f.
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Seite 96
 

Er heiratete am 20. Juni 1620 zu Stuttgart Anna Magdalena, Tochter des Melchior Rathgeb, Kaufmanns in Asperg.
 
Der Ehe sind 9 Kinder entsprossen.

(150) i)  U r s u l a , geb. 159., verheiratet mit Caspar Murschel aus Balingen, Keller in Göppingen.

         k)  R a b a n  W i l h e l m , jung +

(151) l)  J o h a n n  W i l h e l m  II , geb. 22. Februar 1600 zu Göppingen, + 5. März 1682. Er war seit 1623 Kloster
Königsbronnischer Pfleger zu Reutlingen, wurde auf Georgii 1628 Stifts- und geistlicher Verwalter in Tübingen, welches Amt er später (urkundlich 1653) mit dem eines Syndicus der Universität vertauschte, was er bis zu seinem Tode blieb.

Johann Wilhelm heiratete in erster Ehe zu Pfullingen am 3. Februar 1625 Anna König (geb. 22. August 1604 zu Pfullingen), Tochter des Philipp König, Syndicus der Universität Tübingen.

Am 3. Juli 1627 ließ er sich zu Tübingen in zweiter Ehe trauen
 
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Zu (150). J. J. Moser, Geneal. Nachrichten, S..116 (119); Geschlechtsreg. Tab. VII; Faber, a. a. 0. VIII. Stiftung; Kellersche
Sammlung.
Zu k). Familienpapiere.
Zu (151). J. J. Moser, Geneal. Nachrichten, S. 116 (119); Geschlechtsreg. Tab. VIII; Familienpapiere; Louis Mosers
Stammbuch Mskr.; K. Landesbibliothek Leichenrede für Margarethe; Faber, a. a. 0. VIII. und XXV. Stiftung; Stadtarchiv
Reutlingen, Ratsprotokoll; K. Staatsarchiv. Register zur Lotterschen Siegelsammlung; v. Georgii-Georgenau, Dienerbuch S.
302; Mitteilungen des Pfarramts Pfullingen.
Die Quellen stimmen indessen in ihren Angaben nicht überein:
l. Das Stammbuchmanuskript von Louis Moser nennt als Todesjahr der Anna König 1636, worüber die übrigen Quellen
nichts enthalten.
2. In allen Quellen mit Ausnahme der gedruckten Leichenpredigt für Mosers zweite Frau Margarethe wird als ihr
Kopulationsjahr 1637 angegeben, dort 1627. 1637 würde zu Ziffer l. passen, dagegen sind die Personalien in dieser
Leichenpredigt ausnahmsweise ausführlich.
3. Ist nach der Leichenpredigt das Jahr 1627 das richtige, dann stimnmt die Angabe des Geschlechtsreg. Blatt VIII, nicht,
wonach nur ein Kind zweiter Ehe vorhanden war, denn nach 1627 sind noch 6 geboren. Ist aber 1637 richtig, dann wäre aus
zweiter Ehe gar kein Kind da, was mit den Angaben bei Faber in der VIII. Stiftung übereinstimmte, der § 117 bemerkt, daß
die zweite und dritte Ehe kinderlos waren. Dagegen spricht Faber in der XXV. Stiftung von Kindern zweiter Ehe.
4. Margaretha war die Tochter des Beatus Fabri, nicht Johann Fabri, wie bei Faber VIII. steht, und Beatus war Pfarrer in
Botenheim, nicht in Grossbottwar, wie im Louis Moserschen Stammbuch steht. In ersterem Ort war 1592-96 ein Pfarrer dieses Namens, nicht aber in Großbottwar.
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mit Margarethe (geb. 2. März 1595, + 7. Juli 1654 zu Tübingen), Witwe des Konrad Cellarius, Professors der Physik an der
Universität Tübingen. Tochter des M. Beatus Fabri, Pfarrers in Botenheim.

Eine dritte Ehe ging Johann Wilhelm ein zu Tübingen am l. Oktober 1655 mit Susanna Kleber, Witwe des Heinrich Schmid,
Professors in Tübingen.

Johann Wilhelm hatte 9 Kinder.

(152) m)  J o h a n n   B e r n h a r d  I , geb. 27. August 1606, geistlicher Verwalter zu Bietigheim 1635, verliert 1638 diese Stellung (1).

Er vermählte sich zu Wornheim am 25. Januar 1630 mit Anna Magdalena, Tochter des Eberhard Wild, Buchführers in
Tübingen.

Der Ehe entstammten 4 Kinder.

    n)  J o h a n n   A d a m , jung +
    o)  D a n i e l , jung +
 
 

Linie Oberensingen und Faurndau.
 

Der Begründer des sich nach diesen beiden Sitzen nennenden Zweiges der Familie ist:

B e r n h a r d  M o s e r  v o n  F i l s e c k  zu Oberensingen und Faurndau (135), (vergl. IV. Grad), geb. 8. Juli in Göppingen 1569, + 14. Februar 1619 zu Kirchheim u. T. Das Dienerbuch von 1602 führt ihn bereits als Forstmeister in Kirchheim u. T. auf. Beim Tode seines sehr vermöglichen Vaters (1595) erbte er mit seinen zwei Geschwistern einen Teil des väterlichen Anteils an den Brenz- und Kochertalwerken, der einen solchen Wert besaß, daß er 1598 das Gut Oberensingen dagegen eintauschen konnte. Dazu erwarb er 1599 von der geistlichen Verwaltung das Kaplanathaus zu Oberensingen und erkaufte von der Witwe des Wilhelm Moser (130) den Freihof zu Faurndau mit dazu gehörigen Grundstücken, deren Umfang er noch durch Ankäufe vergrößerte.

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Zu (152). J. J. Moser, Geneal. Nachrichten, S. 116 (119); Geschlechtsreg. Tab. VII; K. Staatsarchiv, Reg. zur Lotterschen
Siegelsammlung; Faber, a. a. 0. Par. 118 und Nachtrag I, S. 255; von Georgii-Georgenau, Dienerbuch S. 387.

Zu n und o). Familienstammbuch

Eine der oben als jung verstorben bezeichneten Toechter des Wilhelm Moser (vgl. c, d, f) soll Dr. Kreidemann in Eßlingen
zur Frau gehabt haben (so auch J. J. Moser, Geneal. Nachrichten, 2. Aufl. 1756, S. 120), doch hat sich nirgends ein
Anhaltspunkt für die Richtigkeit dieser Angabe gefunden.

(1) "Wird abgeschafft", Dienerbuch a. a. 0.
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