Seite 178
DRITTER ABSCHNIT
Die Tuttlinger Linie
Die Geschlechterfolge des Philipp Konrad R e n
z
geboren 1660, war zuerst Adjunkt seines Vaters, der den Posten eines
Hofmeisters im Kloster Rechentshofen bei Vaihingen a. Enz innehatte. Später
war er Amtsschreiber in Gross-Sachsenheim. Er war verheiratet mit Christine
Anna Krämer von Marbach, die nach seinem frühen Tode im Alter von 33 Jahren
am 10.12.1693 in Groß-Sachsenheim sich am 29. l.1696 zum zweitenmale
mit dem Metzger Christian Fackler in Marbach verheiratete. Sie starb ebenda
im Alter von 78 Jahren am 27. 9.1743.
Die Kinder sind:
l. Klara Margarete, geb. 15.3.1687, verheiratet in Backnang 6.9.1707
mit Johann Jakob Kayser, Gerichtsverwandter und Sonnenwirt in Backnang.
2. Anna Barbara, geb. 22. l.1689, verheiratet mit Jos. Kühnlein,
Kastenknecht und Gerichtsverwandter in Marbach, sie starb 1721;
3. ein Kind totgeboren am 3.1.1690;
4. o Johann Konrad (III), geb. 9.1.1691, s.9.3;
5. Marie Christine, geb. 6.7.1692, sie heiratete den Herrenkuefer Jak.
Otinger in Güglingen bei Brackenheim;
6. Philipp Konrad, geb. 14.12.1693, gest. 20.6.1694.
Bemerkung: Alle Namenstraeger der Tuttlinger Linie stammen, soweit
keine andere Ortsangahen gemacht sind, von Tuttlingen.
Seiten 180,181
geb. am 9.1.1681 in Gross-Sachsenheim, erlernte bei seinem Stiefvater
in Marbach das Metzgerhandwerk, das er dann in Neckarweihingen betrieb.
Später zog er nach Murr, wo er die Metzgerei und Wirtschaft zur Krone erworben
hatte. Er starb am 11.2.1753 vormittags 11 Uhr an ,,Seitenstechen".
Sein Gasthaus zur Krone in Murr besteht heute noch.
Am 13.11.1714 vermäh!te er sich mit Anna Margarete Hauser, geb.
13.9.1693 in Neckarweihingen, einer Tochter des Gerichtsverwandten und
Herrenkuefers Georg Hauser und der Anna Maria, Tochter des Herrenküfers
Oethinger; sie starb am 16.3.1728. Zum zweitenmal am 1.2.1729 war er mit
der am 7. l. 1690 in Höpfigheim geborenen Tochter Katharina des Schulmeisters
Baithasar Horn (Hock) ebda. verheiratet, die am 6.6.1735 gestorben ist.
Auf erbetene und erlangte fürstliche Dispensation hat er sich am 22.11.1735
in dritter Ehe mit Katharine, Tochter des Bürgers und Weingärtners Daniel
Kohler in Murr, verheiratet.
Die Kinder sind aus erster Ehe:
l. Christian, geb. Aug. 1716, begr. 10.4.1728;
2. o Georg Christian (I), geb. 7.12.1717, s.10.1;
3. Margarete, geb. 31.1.1720; sie heiratete den Wirt Laiser, der später
die Domäne auf dem Hohentwiel betrieb;
4. Christoph Jakob, geb. 22.3.1722, gest. 22.4. 1728:
5. Marie Agnes, geb. 5.3.1724, begr. 8.6.1724;
6. Marie Agnes, geb. 8.8.1725, begr. 30.3. 1728:
7. Georg Friedrich, geb. 17.10.1727, begr. 24.4.1728.
Aus zweiter Ehe sind keine Nachkommen bekannt;
aus dritter Ehe:
8. Agnes Marie, geb. 3.2.1737 in Murr;
9. Johann Friedrich, geb. 24.2.1738 ebda.
10. Georg Christoph, geb. 31.1.1741 ebda.
11. Christine Salome, geb. 11.4.1745 ebda.
Johann Konrad hat also seine erste Frau und 4 seiner Kinder in den Monaten
März und April 1728 verloren. Die Ursache ist uns leider nicht bekannt;
möglicherweise sind sie einer Seuche zum Opfer gefallen.
geb. am 7.12.1717 in Murr. Seine Lehrjahre verbrachte er im Geschäft
seines Vaters. Auf seiner Wanderschaft kam er etwa 1735 auf die
Festung Hohentwiel. Es muß ihm dort im Hegau wohl gut gefallen haben, denn
er blieb dort, gegen die üblichen Sitten der Wandergesellen, die doch immer
nur kurze Zeit an einem Orte blieben, um dann weiterzuziehen, um so möglichst
viel von der Welt zu sehen, ehe sie wieder in die Heimat zurückkehrten.
Sein Amt als Oberküfer, das er dort verwaltete, deutet darauf hin, daß
er dieses Geschäft in der Heimat in seines Vaters Betriebs erlernt hatte,
und erinnert daran, daß der Weinbau auf dem Hohentwiel damals gut florierte.
Wir wissen, daß z. B. die Besatzung der Festung jährlich ein festgelegtes
Kontingent des Weingefälles als Teil ihrer Besoldung erhielt.
Der Hohentwiel oder Twiel, wie er in früheren Zeiten hieß, war schon
zur Römerzeit ein wichtiger und gut ausgebauter Waffenplatz als Wehr gegen
die Alemannen und hat ein bewegtes und wechselvolles Schicksal hinter sich.
Im Kampf gegen die Hunneneinfälle, gegen Geistlichkeit, Türken, Kaiser
und Reich war er immer wieder mehrfach umstrittenes Bollwerk. Hedwig, die
erst 16jährige Gemahlin Burkhards II. und frühzeitige Witwe und Burgherrin,
ist uns allen aus Scheffels Ekkehard wohlbekannt. Der Name Hohentwiel erscheint
erst im 13. Jahrhundert, als die damaligen Herren von Klingen (bei Stein)
allen
Seiten 182,183
ihren Burgen das Wörtchen *Hohen* vorsetzten. Aber bereits
um die Mitte des 15. Jahrhunderts, mit dem Niedergang des Landadels und
der Tätigkeit einzelner Glieder als Raubritter und Wegelagerer, zerfällt
auch die Hausmacht der Herren von Klingenberg, einem früher sehr angesehenen
Geschlecht. Einerseits wurde ihre Hausmacht durch die Teilungen an die
Söhne und deren Nachkommen immer kleiner, einer Teilung, von welcher allerdings
der Hohentwiel zunächst ausgeschlossen war. Andererseits verfiel auch der
Hohentwiel infolge der zwiespältigen Politik der Söhne bzw. Vettern seinem
Schicksal. Die Oeffnungsverträge der Veste wurden von der einen Seite mit
dem Hause Oesterreich, von der anderen Seite mit dem Herzog Eberhard bzw.
Ulrich von Württemberg abgeschlossen. Dem letzteren gelingt es 1538, nicht
ganz frei von Ränken und unritterlichem Geiste, sich ganz in den Besitz
der Veste zu setzen. Ulrich hatte schon 1519, als er sein Land verlassen
mußte, den Hohentwiel als Zuflucht gewählt und damals schon die Burg ausgebaut
und verstärkt. Die weiteren Geschicke des Berges im Dreißigjährigen Kriege,
seine Verteidigung durch Konrad Wiederholt, sind uns aus der Heimatgeschichte
bekannt. Die Burg wurde später unter Herzog Karl zum Staatsgefängnis degradiert
(J.J. Moser, Oberst von Rieger) bis schließlich in den napoleonischen
Kriegen die Festung mehr durch Verrat, List und Gutgläubigkeit als durch
Tapferkeit im Jahre 1800 an die Franzosen übergeben wurde, die die Festung
alsbald restlos zerstörten.
Der Hohentwiel ist heute noch als Exklave in der Verwaltung der Stadt
Tuttlingen; er wurde von Ludwigstal aus ständig mit Gusslieferungen versorgt.
Diese engen Beziehungen zwischen Tuttlingen und dem Hohentwiel mögen
auch für Georg Christian bei der Wahl eines neuen Aufenthaltes mitbestimmend
gewesen sein. Er ist ja auf dem Hohentwiel nicht sehr lange heimisch gewesen.
Um 1740 verließ er ihn und ließ sich in Ludwigstal bei Tuttlingen
nieder, wo er die Gastwirtschaft zur Eisernen Crone übernahm.
Dort, in Ludwigstal, hatte die wuerttembergische Regierung im Jahre
1696 einen Hochofen mit Hammerwerk errichten lassen zur Verhüttung der
in der Nähe zu Tage tretenden Bohnerze. Schon früher, im Jahre 1661, wurden,
insbesondere auf Betreiben der sehr tatkräftigen jungen Gräfin von Fürstenberg,
der Gemahlin des Grafen Franz Christoph nach vorangegangenen Schürfungen
und Untersuchungen ein Hochofen bei Blumberg und später ein solcher bei
Emmingen ab Egg angelegt. Die Schicksale des Werks Ludwigstal, das anfänglich
mit einer täglichen Erzeugung von 1000 kg Roheisen arbeitete, sind sehr
wechselvoll. Ursprünglich als Staatsbetrieb aufgezogen, kam es nach etwa
30 Jahren in Privatpacht, 1738 in Regie der Stadt Tuttlingen, wurde dann
wieder Staatsbetrieb und kam über die anfänglichen Schwierigkeiten nie
recht hinaus. Insbesondere bereitete die Be schaffung der notwendigen Holzkohle
immer wieder große Sorgen, von anderen Schicksalsschlägen wie Feuer und
Blitzschlag abgesehen. Das Werk, inzwischen wesentlich erweitert und den
Fortschritten der Technik angepaßt, arbeitet heute noch, allerdings nur
als Eisengießerei. Der Hochofen wurde wegen der schwierigen Holzkohlenbeschaffung
im Jahre1861 ausgeblasen. Jetzt ist das Werk an die Schwäb. Hüttenwerke
G. m.b.H. verpachtet. an denen auch der Staat finanziell beteiligt ist.
Zu dem Hüttenwerk gehörte auch eine eigene Schule; außerdem war eine
Brauerei und Gastwirtschaft ,,Zur Eisernen Crone* vorhanden, welche die
anfänglich eingerichtete Werkkantine abgelöst hatte und infolge des starken
Handels- und Fuhrwerksverkehrs notwendig geworden war. Sie gehörte nicht
zum Besitztum des Hüttenwerkes. Ein Schreiben des Herzogs Eberhard Ludwig
vom Jahr 1697 an den Oberamtmann von Tuttlingen gibt dem Wunsche Ausdruck,
daß der Ochsenwirt von Tuttlingen
Seiten 184,185
in Ludwigstal eine Wirtschaft mit Herberge und Brauerei
einrichten möge. Dieser scheint aber dem Verlangen nicht nachgekommen zu
sein; Erst im Jahr 1710 hat der Schiffwirt Josef Huber von Tuttlingen
die Wirtschaft und Brauerei in Ludwigstal erbaut und eingerichtet. Im Jahr
1719 erscheint als Cronenwirt von Ludwigstal der Platzmeister Hans
Jakob Rübelmann, der wohl auch Besitzer geworden ist und es auch bis zu
seiner Übergabe an Georg Christian Renz geblieben ist. Rübelmann hat den
Betrieb allem Anschein nach nicht unschweren Herzens abgegeben, denn als
ein Brand das Werk bis auf den Hochofen vollständig zerstört hatte,
wurde die Verwaltung des Werkes in die unversehrt gebliebenen Wirtschaftsräume
gelegt, was dem Rübelmann viel Ärger und Verdruß
bereitete. Wahrscheinlich ist Georg Christian auf diese Weise vorteilhaft
in den Besitz der Eisernen Crone gekommen.
Diese Wirtschaft zur Eisernen Crone ist heute noch vorhanden. Sie wurde
von Georg Christian Renz um 1740 übernommen. Er ist damit zum Gründer
des sehr lebensstarken und sich weit ausbreitenden Tuttlinger Zweiges der
Familie Renz geworden, der sich dort bei nüchternem und strebsamem Fleiße
in vielen Gewerben breit machte und weiter entwickelte.
Am 24.10.1745 vermählte er sich mit Katherina Barbara Storz (geb. 31.1.1726),
Tochter des Stadtmüllers Christian Storz und der Briska geb. Spindler
in Tuttlingen. Er starb in Iudwigstal im Oktober 1773. Seine Schwester
Margarete verh. Laiser folgte ihm auf den Hohentwiel nach, wo sie die Domäne
betrieben.
Georg Christian hinterließ an Kindern:
1.o Georg Christian (II), geb. 8.6.1746 in Ludwigstal, Weißgerber, s.11.1;
2.o Johann Konrad (VI), geb. 26.8.1747 ebda., Kronenwirt, s.11.2;
3. o Jacob Friedrich, geb. 8.5.1749 ebda., Taglöhner, s.11
3;
4. o Johann Christoph VI, geb. 15.3.1751 ebda., Färber, s.11.4.
Wie das Hüttenwerk selbst, so hatte auch die Wirtschaft zur Crone waehrend
der napoleonischen Kriege viel zu leiden; Ein Brief des Johann Conrad aus
dem Jahr 1809 gibt uns aus dem Jahr 1796 ein anschauliches Bild, wie die
Franzosen sich aus Österreich wieder zurückzogen. gleichzeitig bestätigt
er, daß die Wirtschaft zur Eisernen Crone sein bzw. Familieneigentum war.
Fs heißt da in dem Schlußabsatz: ,,Diesen Hausbrief habe ich bei Handen
gehabt, bis 1796, den 6. Oktober, wo die Franzosen im Krieg retirieret
sind und haben mir nicht nur den Hausbrief genommen, sondern mein ganzes
Haus ausgeraubt und ruiniert da meinen Schaden auf einmal mir beraubt worden
ist auf Viertausend Siebenhundert Gulden. Bitte also mir bei meiner alten
Gerechtigkeit (es handelt sich um die Accisfreiheit der Wirtschaft) es
wider zu bestätigen.
Ludwigstal, den 2. Aug. 1809
Die Accisfreiheit wurde jedoch abgelehnt.
In den Akten des Hüttenwerks befindet sich aus dem Jahre 1843 eine
Beanstandung der Kreisregierung des Schwarzwald kreises in Reutlingen,
daß Kronenwirt Renz auch schlachtet und das Fleisch nicht nur an die Einwohner
von Ludwigstal verkauft. Renz soll sich beim Schlachten eines Lohnmetzgermeisters
bedienen und darf das Fleisch nur an die Einwohner von Ludwigstal verkaufen.
geb. am 26.8.1747, übernahm den väterlichen Betrieb und war Kronenwirt
in Ludwigstal und seit 1778 Zunftmeister der Bergwerkszunft
Seiten 186,187
Ludwigstal laut Sitzungsprotokoll vom 25.8.1778 (aus dem
Zunftprotokollbuch der Laborantenschaft in Ludwigstal). Er vermählte sich
am 20 10.1773 mit Anna Regine Martin, geb. 23. 9. 1756, Tochter
des Metzgerzunftmeisters Johann Martin (geb. am 24.4.1725, gest. 27.6.1809)
und der Anna Regina Storz (gest. 31.3.1762). Der Ehe entsprossen 5 Kinder.
Am 27.11.1794 vermählte er sich zum zweiten Male mit Christiane Elisabeth
Dold, geb. 8. 7. 1753, Tochter des Richters Johannes Dold und der Regina
Elisabeth Schlotter. Sie starb am 28.3.1819.
Die Kinder aus erster Ehe sind:
l. o Johannes (III), geb. am 7.5.1775, Cronenwirt, s.12.3;
2. o Georg Jakob (I), geb. am 30.9.1781, s.12.4,
S.204;
3. Rosina Esther, geb. am 12.6.1789;
4.o Johann Christian (I), geb. am 22.3.1791, Rosenwirt, s.12.5,
S.205;
5. o Georg Adam (I), geb. am 3.12.1792, Rotgerber, 8.12.6, S.206;
aus zweiter Ehe:
6. Christiane Elisabeth, geb. 25.10.1795, gest. 6.11.1795.
2. Der Zweig des Georg Christian Renz,
die Weißgerber und Messerschmiede
geb. am 8.6.1746 in Ludwigstal, war Weissgerber. Er ließ sicli in Tuttlingen
nieder und verheiratete sich am 1.11.1768 mit Maria Magdalena Menger. geb.
in Tuttlingen am 5.6.1749, gest. ebda. am 10.3.1779, Tochter des
Sattlers Joh. Martin Menger ebda. und der Margarete Irion und am 21.9.1779
zum zweitenmale mit Rosine Barbara Hauser, geb. 4.2.1736, Tochter des
Seilers Johannes Hauser und der Elisabeth, geb. Habelshofer. Sie starb
am 7. Juli 1808. Georg Christian starb am 5.10.1812 und hinterließ
an Kindern aus erster Ehe:
1. Priska Christiana, geb. am 11.1.1770, konfirm. 1784, gest. am 29.7.1815,
war verheiratet als zweite Frau mit Johann Martin, Schuhmacher (von 29.5.1766
bis 19.10.1845);
2. o Georg Christian (III), geb. am 1.6.1772, Leimsieder, s.12.1;
3. o Johann Konrad (VII), geb. 27.6.1777. Messerschmied, s.12.
2.
als ältester Sohn des Georg Christian (II) am 1.6.1772 geboren, übernahm
aus seinem väterlichen Geschäft die Leimsiederei und heiratete am 27.
9. 1798 Anna Catherina Hiller, die am 28. 5.1778 als Tochter des Strickers
Johannes Hiller und der Anna Catherina Schnellin geboren wurde und am 30.6.1848
starb, nachdem ihr Mann bereits 4 Jahre vorher, 72jährig, am 2.5. 1844
verstorben war.
Aus der Ehe gingen 10 Kinder hervor:
1. o Johann Christian (II) geb am 6.11.1799, s.13.1.;
2. Rosine Magdalene, geb.am 2. 7.1801, wurde im Jahre 1815 konfirmiert,
heiratete am 25.4.1823 den Georg Adam Renz (Großvetter), gest. 22.10.1842;
3. o Johannes (V), geb. am 12.2.1803, s. 13.2;
4. Anna Catherina, geb. am 31.1.1805 und frueh am 25.4. 1805
gestorben;
5.o Johann Martin, geb am 15.3.1806, s.13.3;
6. Johann Adam, geb. am 3.10.1808, konfirmiert 1822; er zog im Jahr
1830, 22jährig, nach Rotterdam;
Seiten 188,189
7. Marie Magdalene, geb. 31.70. 1871. Sie heiratete am 7.
2.1832 den Zeugschmied Joh. Georg Storz (9.12. 1808-11.5.1855).
Die Ehe wurde vom Ehegericht geschieden und ihr am 15.5.7837 die Erlaubnis
zur zweiten Ehe am 6.6.1837 mit dem Strnmpfweber Alexander Manz (22.3.1812
bis 23.2.1882) erteilt. Sie starb am 70.4. 1851;
8. Johann Konrad, geb. 26.7.1814:
9. Eva Maria, geb. am 15.11.1815, konfirmiert 1829, heiratete am 18.11.1834
den Schlosser Johann Georg Storz (21.8. 1806-31.12.1885);
10. o Johann Jakob (IV), geb. am 13.6.1817, war Bäcker und Bierbrauer
(Stadtwirt), vermählte sich am 7.7.1842 mit Rosine Esther Hilzinger, die
am 11.6.1819 als Tochter des Joh. Georg Hilzinger, Seiler, und der Anna
Maria geb. Storz geboren wurde. Nach dem Tode des Ehegatten, der am 29.4.1849
erfolgte, zog sie (1868) nach Haigerloch und heiratete dort den Bäcker
Anton Reich. Aus der Ehe stammt nur ein Kind, Chr. Ludwig Friedrich, geb.
18.2.7843, das, dreijährig, am 16.5.1846 starb.
als zweiter Sohn des Georg Christian (II) am 27.6.1777 geb., wurde Messerschmied
und verheiratete sich am 13.9.7803 mit Eva Marie Martin, geb. am 29.8.1783,
gest. 11.1.1861, einer Tochter des Schneiders Johann Georg Martin und der
Eva Marie, geb. Tenfelin. Sie starb am 11.6.1846 und hinterließ an Kindern:
l. Sabina Gottliebin, geb. am 3.6.1804;
2.o Georg Jakob (II), Messerschmied, geb. am 26.6.1809, gest. 27.5.1871,
s.13. 5;
3. Georg Christian, geb. 2.11.1811, gest. am 28.5.1812.
geb. 6.11.1799 in Tuttlingen, wurde wie sein Vater Leimsieder, heiratete
am 26.10. 1826 die am 27.9.1801 geborene Rosine Esther Goll, die ihm 9
Kinder schenkte. Sie starb am 13.12.1894. Johann Christian selbst am 2.1.1862.
Die Nachkommen sind:
l. Susanne Katherine. geb. am 20.9.7827. gest. am 7.4.7829;
2. Georg Christian Heinrich, geb. am 30.9.7828, gest. am 10.10.1828;
3. o Johann Konrad (X), geb. 10.10. 1829, gest. 3.8.1876,s.14.1;
4. Susanne Christiane, geb. 19.1.1831, verheiratet am 5.10.1852 mit
dem Tuchmacher Christ. Storz (beim Postamt). Gest. 6.6.1884. S.192;
5. o Georg Christian Heinrich (II), geb. 6.8.1832; er wanderte nach
Nordamerika (Detroit) aus und starb dort 1891, s.14.2;
6. Marie Magdalena, geb. 2.7.1834, verheiratet am 23.10.1856 mit dem
Rotgerber Jacob Conrad Martin und gestorben am 18. 4.1913. Aus der Ehe
entstammt ein Kind, Jacob Martin, Rotgerber;
7. o Wilheim Friedrich IV, geb. 28.2.1836, gest. 14.12.1902, Tuchmacher,
s.14.3.;
8. Johannes (IX), Bierbrauer, geb. 21.4.1838. s.14.3a;
9. Margarethe Barbara, geb. 8.12.1842, heiratete am 25.10. 1862 Joseph
Hilzinger, Rotgerber, und starb am 14.2.1937. S.193.
geb. am 12.2.1803, wurde Rotgerber, heiratete am 22.9.1829 die Marie
Susanne Storz, Tochter des Schlossers und Zunftmeisters Johannes Storz
und der Regina Agathe, geb. Sichler (8.11.1808-8.1.1854). Johannes Renz
starb am 5.5.1862.
Seiten190,191
Die Nachkommen sind:
l. Regine Agathe, geb. am 26.5.1830, gest. am 14.6.1830;
2. Anna Catherine, geb. 7. 5.1831, sie verheiratete sich am 24.4.1851
mit Johann Jacob Held. Die Ehe wurde durch Spruch des Ehegerichtes geschieden
*wegen beharrlicherWeigerung des Weibes, die Ehe fortzusetzen*. In zweiterEhe
war sie mit dem Rotgerber Johann Teufel vermählt;
3. Johannes, geb. am 23.6.1833, gest. am 25.10.1833;
4. Rosina Magdalene, geb. am 5.10.1834. gest. am 6.5.1836;
5. Regina Agathe, geb. am 30.8.1836, ist nach Nordamerika ausgewandert;
6. Maria Susanne, geb. am 4.10.1837, gest. am 6.6.1838.
geb. am 15.3. 1806, wurde Messerschmied, verheiratete sich am 31.5.1831
mit Regine Elisabeth Diener, geb. 29.9.1805, gest. am 7.12.1886.
Johann Martin starb schon am 8.8.1881 an Herzwassersucht.
Aus der Ehe stammen sieben Kinder:
1. Georg Christian (V), geb. 10. 2.1832, war Messerschmied, starb an
Wassersucht am 18. 8.1904;
2. Heinrich, geb. 8.8.1833, gest. 11.10.1845;
3. o Johann Jacob (V), geb. 7.11.1836, Messerschmied, gest. 22.10.1906,
s.14.4:
4. Friedrich Martin, geb. am 3.3.1835, gest. am 15.5.1843;
5. Susanne, geb. 23.3.1840, gest. im Jahre 1923 an Altersschwäche;
sie war verheiratet (3.6.1861) mit dem Konditor Wilhelm Friedr. Schlack
(1828-1882);
6. o Karl August (II), geb. 27.1.1843, gest. am 5.7.1923. War
Rotgerber, s.14. 5;
7. o Friedrich Martin, geb. 6.5.1845, gest. 6.9.1919, war Messerschmied,
s.14. 6.
der einzige männliche Nachkomme des Johann Conrad Renz (VII) war geboren
am 26.6.1809, wurde wie der Vater Messerschmied und heiratete am 24.1.1837
die Marie Elisabeth Held, geb. am 24. 1.1809, Tochter des Stadtmüllers
Philipp Friedr. Held und der Rosina Esther geb. Martin. Er starb am 21.5.1871,
seine Frau am 16. 8.1874.
Die Kinder aus dieser Ehe sind:
l. Friedrich Jakob, geb. 23.2.1837, gest. am 29.10.1892;
2. Johann Konrad, geb. am 19.2.1839, gest. am 12.10.1865;
3. Johannes, geb. am 14.5.1840, gest. am 27.12.1840;
4. Johann Georg, geb. am 3.12.1841, gest. am 7.12.1841;
5. Georg Christian, geb. am 17.12.1843, gest. am 23.12.1843;
6. Maria Elisabeth, geb. am 26. 12. 1845, heiratete am 23.2.1865 den
Messerschmied Georg Martin Muckenfuß;
7. Eva Maria, geb. am 18. 10.1846, heiratete am 21. 11.1867 ihren Vetter
Carl August Renz, gest. 23.4. 1905;
8. o Johannes (X), geb. am 17.1.1849, gest. am 16.5.1879, Messerschmied,
s.14. 7;
9. Rosine Esther, geb. am 22.3. 1850, verheiratet am 28.9.1871
mit dem Rauchwarenfabrikanten Joh. Jakob Teufel.
|