Worldroots.com

Brigitte's Pages

What's New
Site Map

Search
Engines

Main Page
Surnames
Research

Germany
Baden
Bavaria
Wuerttemberg

Royalty

Poets
Philosophers ...
Movers+Shakers
Entertainers

v. Stauffenberg
v. Wuerttemberg
v. Castell
v. Helfenstein

Popes
Cardinals
Saints

Family Search
Archives, etc.
Diaries

Argentina
South America

Fine Art

Russian
Impressionism
 
 
 

Donations
 
DIE FAMILIE RENZ/RENTZ AUS ULM (WUERTTEMBERG)

Die Renzes sind eine alte, zum Patriziat der Reichsstadt Ulm angehoerige Familie, deren Angheoerige in den Ulmer Urkunden schon im 13. Jahrhundert erwaehnt wurden.. Zuerst allerdings erscheint der Name schon im Jahre 1237 in einem Schenkungsbrief des Ulrichs von Freiborg an das Kloster in Ulm, dann in anderen Urkunden von 1244,1246,1264 und 1281. Im Jahr 1291 wurde ein Dominus et magister Renz als Vorstand des Ulmer Kranken-und Armen- Hospitals genannt. Im Jahre 1488 (Gruendungsjahr des grossen schwaebischen Bundes) erscheint die Rentz Familie zum erstenmal in einem Verzeichnis der 38 bedeutendsten Patrizierfamilien der Reichsstadt Ulm 

Die Rentzes aber verzweigten sich ab dem 15. Jahrhundert sehr weitlaeufig, anfangs hauptsaechlich in die schwaebischen Staedte. Sie starben in Augsburg und Ulm aber schon im 16. und 17. Jahrhundert aus. 

Die Augsburger und Ulmer Linien gehoerten u.a. zu: 

Sebastian Renz, verheiratet mit Elisabeth, geb. Ehinger, +1532. 

Soehne: 

1. Friedrich Renz, +1546 in Nancy, Lothringen. Sein Sohn Friedrich, *1537, war Handelsherr in Augsburg und vermaehlte sich mit Maria, geb. Meutinger, die letzte von diesen Patriziern. Dieser Friedrich starb im Alter von 86 Jahren und hinterliess 6 Soehne und 5 Toechter. Sein Soh Friedrich Renz, dr.jur.utr. wurde 1575 geboren ,war Graeflicher Rat, und verheiratete sich mit Jacobina, geb.Zorzi von Vicenza. Dieser Ehe wurde ein Kind mit dem Namen Friedrich Renz geboren im Jahre 1618 in Augsburg, er war Rechtsanwalt sowie Raths-Consultant und vermaehlte sich wiederum mit einer Anna Justina, geb. von Stetten. Sein Todesjahr war 1670. 

2. Sebastian Renz, in Ulm.

3. Hans Renz, geb. 1499 in Ulm, verheiratete sich in 1. Ehe mit einer geb. Zehender von Memmingen und in 2. Ehe mit Anna, einer geb. Mueller

4. Ambrosius Renz verheiratete sich mit Regina, einer geb. Walther, die am 26. August 1565 in Augsburg starb. Von den hinterlassenen Soehnen war Hieronymus Renz Bayerischer Landrichter und Pfleger der Grafschaft Haag, ein anderer Sohn, Peter Renz, lebte in Madrid/Spanien, und hinterliess einen Sohn Johann Ambrosius, welcher General-Consitor fuer die Infantin von Bruessel am Kaiserlichen Hof war und dort residierte. 

Im Jahre 1879 gab es noch 5 Linien, welche von dem Kaiserlichen Kriegshauptmann Ulrich Rentz abstammen, der von Kaiser Maximilian I. d.d. Koblenz am 13. Juli 1513 zusammen mit seinem Bruder Ludwig in den Reichsadelstand erhoben wurde, jedoch sich aber die 3 Linien in Wuerttemberg (die wuerttemb. Linie scheint ueberhaupt nie den Adel besessen zu haben, aber sie sind im Besitz eines der von Kaiser Maximilians I. Wappenbriefes an die erwaehnten Brueder Ludwig und Ulrich Renz, die im Jahre 1513 verliehen wurden), Rheinhessen und Posen sich des Adels seit dem vorigen Jahrhundert nicht mehr bedienen; die Mitglieder der badischen und schlesischen Linie den Adelstitel allerdings ohne Unterbrechung fortfuehrten. Die letztere Linie erhielt den Reichsadelstand von Kaiser Josef II. am 4. Oktober 1783 anerkannt. 

Die direkte Stammreihe der aelteren Linie in Baden ist die folgende:

Ulrich von Rentz (der juengere Bruder Ludwigs), geb. 1480 oder 1490, gest. 1547, war kaiserlicher Kriegshauptmann und zog mit seinem Vater von Ulm nach Wiesensteig und wurde dort spaeter Richter. Er wurde am 13. Juli 1513 zusammen mit seinem Bruder Ludwig von Kaiser Maximilian I. in den Reichsadelstand erhoben. Ulrich verheiratete sich mit Agathe, geb. Dorsch und starb 1559 nach Ostern.

Sohn:
Ulrich, *1506, +1585, war herzoglicher wuerttembergischer Amtskeller in Weinsberg und vermaehlte sich mit Anna Auphrosine, geb. Megenhardt, im Jahre 1528 und verstarb im Jahre 1586. Einer der Verwandten von Anna Megenhardt, der Canonicus Megenhart in Backnang enterbte diese aus Zorn darueber, dass ihr Sohn Heinrich kein Messpriester werden wollte, bzw. sich der evangelischen Lehre angeschlossen hatte. "Daraus abzunehmen, wie eifrig Ulrich Rentz gewesen sein, dass er sich eher etlich 1000 Gulden verlieren, als sein Filium zu einem Messpfaffen ordinieren lassen wollte. 
 

Sohn: 
Georg war herzoglicher wuerttembergischer Amtsmann und Amtskeller in Weinsberg und heiratete in erster Ehe Sarah, geb. Dorsch und in 2. Ehe Katharine, geb. Ilofsaess.

Deren Sohn (von welcher Ehe?): 
Wilhelm , herzogl. Wuerttembergischer Amtmann und Stiftspfleger zu Oberstenfeld, spaeter Buergermeister zu Brackenheim, verehelicht mit Anna, geb. Jaeger, Tochter des Buergermeisters von Goeppingen. 

Sohn: 
Johann Georg, *1587 zu Goeppingen, war bis 1627 evangelischer Dekan zu Neuenstadt am Kocher, verehelicht mit Ursula, geb. Bauhof, *1598.

Sohn: 
Johann Konrad, herzogl. wuerttemb. Amtmann zu Hohenstein, dann Hofmeister zu Rechentshofen, verehelicht mit Anna Barbara, geb. Fiber, am 4. November 1656. 

Sohn: 
Johann Konrad, *7. Dezember 1661 zu Rechentshofen, +1737 zu Kirchheim, von 1707-1735 Pfarrer zu Gemmingen in Baden, verehelicht am 18. Juni 1689 mit Anna Margaretha, geb. Laiblin, aus Gross-Bottwar. 

Sohn: 
Guenther Albrecht, * 27. Februar 1693, +28. Juni 1728 in Stuttgart, herzogl. Wuertt. Amtskeller in Leonberg, danach Vogt zu Backnang und Kirchheim, verehelicht in 1. Ehe am 23. April 1703 mit Christine, geb. Korn, aus Stuttgart, +1714; in 2. Ehe mit Johanna Jacobine, geb. Essich, Tochter des Tuebinger Universitaetssekretarius Essich. 

Sohn: 
Tobias Konrad, *1704/1705, +14. Mai 1779, herzogl. wuertt. wirklicher Geheimrat, Sekretaer des grossen Ordens und Gesandter bei der schwaebischen Kreisversammlung, verheiratet in 1. Ehe mit Christine Friederike, geb. von Rhau, Tochter des Buergermeisters von Esslingen, +1747; in 2. Ehe mit Louise Magdalena, geb. Zink, Tochter des Regierungsraths zu Stuttgart; in 3. Ehe am 20. Juni 1769 mit Maria Friederike, geb. Storr, Witwe des wuertt. Hauptmannes Camerer

Sohn: 
Johann Friedrich aus 1. Ehe, *13. Mai 1730 in Esslingen, +20. Februar 1802 in Stuttgart, herzogl. wuerttemb. Regierungsrath, Geheimer Rathssekretaer und Sekretaer beim schwaebischen Kreiskollegium; verheiratet in 1. Ehe am 20. September 1756 mit Friederike, geb. Hartmann, Tochter des herzogl. wuertt. Hofkammerraths und schwaebischen Kreiseinnehmers zu Ulm; in 2. Ehe am 11. September 1760 mit Karoline Henriette, geb. Freiin von Mylius, Tochter des wuertt. Geheimen Rathes und Kreis-Direktorialgesandten in Ulm, Ernst HeinrichFreiherrn von Mylius.

Sohn:
Albrecht Konrad Friedrich aus 1. Ehe, . *19. September 1757 in Stuttgart, +1. Juli 1831 in Karlsruhe, Doktor utr.juris, erhielt von Kaiser Josef II. durch Diplom d.d. Wien 4. Oktober 1783 die Bestaetigung des Reichsadels, trat in die herzogl. wuertt. Militaerdienste ein, nahm 1794 seinen Abschied und zog 1799 nach Bayreuth, dann 1811 nach Karlsruhe und verpflanzte somit den Stamm nach Baden, verheiratet seit 26. Oktober 1779 mit Sibylle Jacobine, geb. von Koepf aus Augsburg, +18. April 1832.

Sohn: 
Gustav Heinrich Friedrich, *4. April 1789 in Ulm, +25. April 1860 in Karlsruhe, grossherzogl. badischer Generalmajor a.D., verheiratet in 1. Ehe am 29. Juli 1813 mit Louise Amalie, geb. Freiin von Stockhorn, Tochter des Generalmajors und Kriegspraesidenten Freiherrn von Stockhorn, *15. Juli 1795, +11. November 1819; verheiratet in 2. Ehe am 21. Mai 1822 mit Nanette, geb. von Siegle, *1. Oktober 1806, +15. November 1868 in Karlsruhe.. 

Zu dieser Famil;ie gehoeren ebenfalls: 

Conrad Renz, Sohn des Kaiserlichen Obersten, Dr. und Kanzler in Dillingen, Stifter eines vergoldeten Familienstammbechers. 

Heinrich Renz, Sohn des am Anfang erwaehnten Ulrich Renz, Kellers in Weinsberg , Wuerttemb. Praelat, *1529 in Weinsberg, und war von seinem Vater zum Geistlichen bestimmt, auch vom Vater bereits dem Bischof von Wuerzburg vorgestellt, als die Reformation dazwischen trat. Er wurde nun in das Paedagodium nach Stuttgart gesandt, von wo er aus im Jahre 1547 die Universitaet Tuebingen bezog., nachdem Herzog Ulrich sein angestammtes Herzogtum wieder eroberte und auch die christliche Reformation in den Kirchen vorgenommen hatte. 1554 wurde er Diaconus in Brackenheim, 1557 Pfarrer in Lustnau, 1560 Pfarrer in Winnenden, 1567 Abt zu St. Georgen und Fuerstlich Wuerttemb. Rath und Special-Superintendent, als welcher er mit grosser Muehe und Arbeit die Reformation dieses Klosters, *das erst von dem papistischen Sauerteig ausgefegt werden musste*, bewerkstelligte. Er starb im Alter von 72 Jahren am 2. September 1601. 

Seine Gattin, verehelicht in 1557, war Maria, Tochter des Herzogl. Hofpredigers Caspar Graeter, aus deren Ehe 14 Kinder geboren waren, von denen jedoch nur 2 Soehne und 
7 Toechter den Vater ueberlebten. 

Ernst Renz, Sohn des Heinrichs und Maria, war 1591 Diaconus in Nagold, 1594 Pfarrer in Bonlanden, 1599 in Echterdingen, 1617-1634 Decan in Neuffen, verheiratet in 1. Ehe mit Catharina, Tochter des Abts Johann Stecher in Bebenhausen; in 2. Ehe am 15. Mai 1611 mit Anna Maria, Tochter des Pfarrers Ludwig Friedrich Gayling in Bezgenrieth. Aus diesen Ehen kamen 3 Soehne und 1 Tochter, die ihr Geschlecht bis in die Gegenwart fortsetzten und deren Nachkommen meistens Staatsaemter bekleideten. 

Johann Christoph Renz, Herzogl. Wuerttemb. Moempelgard'scher Hofprediger und Consistorialrath der Grafschaft Horburg und der Herrschaft Reichenweiher. 

Sohn: 
Heinrich Emanuel Renz, Rittmeister und Kaufmann in Ansolszheim bei Colmar. Verehelicht im Jahre 1777 mit Anna Dorothea, geb. Barth, von Noerdlingen. 

Bemerkung: 

Entnommen den biographisch-genealogischen Blaettern aus und ueber Schwaben von Dr. Eberhard E. von Georgii-Georgenau, in 1879. 
 

Worldroots Home Page