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Philipp Ernst, Fuerst zu Schaumburg-Lippe (1928-2003)
September 8, 2003 - The funeral -



  B ü c k e b u r g  

Ins Mausoleum kommen nur die engsten Freunde der Familie

Im Schloss laufen letzte Vorbereitungen zur Beisetzung von Fürst Philipp-Ernst

Bückeburg (thm). Alle Hände voll zu tun haben in diesen Tagen die fürstliche Familie und die Hofkammer. Die Beisetzung des am 28. August verstorbenen Fürsten PhilippErnst zu Schaumburg-Lippe am kommenden Montag, 8. September, steht unmittelbar bevor.

Seit vergangenem Mittwoch ist das Schloss teilweise, das Mausoleum ganz für den sonst üblichen Besucherverkehr gesperrt. Insbesondere die Begräbnisstätte selbst und der große Festsaal des Schlosses werden für die anstehende Zeremonie hergerichtet. Bedienstete der Hofkammer, vom Fürstenhaus beauftragte Firmen, aber auch zahlreiche freiwillige Helfer leisten von frühmorgens bis tief in die Nacht Unglaubliches. Das von der fürstlichen Familie seit langem geschätzte Restaurationsteam des Luisenhofs bereitet sich auf hunderte zu verköstigende Gäste vor. Ein Unternehmen aus Holland liefert die Bestuhlung, damit im Mausoleum über 500 Trauergäste Platz finden. Die Bückeburger Gärtnerei Schulz sorgt für ein denkwürdiges und dem Rahmen angemessenes floristisches Dekor.

Zutritt zu der Trauerfeier im Mausoleum werden ausschließlich vom Fürstenhaus geladene Gäste erhalten. Die Anteil nehmende Öffentlichkeit kann den festlichen Akt dennoch verfolgen, wenn auch nur mittelbar: Er wird über eine Lautsprecheranlage nach draußen auf die Mausoleumswiese übertragen (siehe Kasten). Die Zeremonie beginnt, nachdem sich alle Gäste bis 14.45 Uhr in der Begräbnisstätte versammelt haben werden, um 15 Uhr. Das Fürstenhaus hat als die Feierlichkeit tragende Musik das „Adagio for strings“ von Samuel Barber, zwei Passagen aus der Kantate „Aus der Tiefe rufe ich Herzen Dir“ von Johann Sebastian Bach, das „Ave verum“ von Wolfgang Amadeus Mozart sowie das „Cantus in memoriam Benjamin Britten“ des zeitgenössischen lettischen Komponisten Arvo Pärt ausgewählt.

Aufgeführt werden diese Werke, sofern es um die orchestralen Teile geht, von Mitgliedern des Niedersächsischen Staatsorchesters Hannover. Den Gesang übernimmt zum einen der Knabenchor Hannover. Als Gesangssolistin wird Caroline Stein – sie trat schon in der „Met“ auf – die Zeremonie mit ihrer Stimme bereichern.

Die Predigt zur Beisetzung hält Jürgen Johannesdotter, der Landesbischof der Evangelisch Lutherischen Schaumburg-Lippischen Landeskirche. Thomas Krage,Pastor der Evangelisch Reformierten Kirchengemeinde, hält die Lesungen.

Die Zeremonie im Mausoleum endet mit der Beisetzung des verstorbenen Fürsten Philipp Ernst. Ein Novum dabei: Der Fürst wird auf seinen ausdrücklichen Wunsch hin nicht – wie seine Vorfahren aus dem letzten Jahrhundert – in der Gruft des Mausoleums seine letzte Ruhe finden. „Wir möchten alle an die frische Luft“, ist man sich in der fürstlichen Familie einig. So wird der Verstorbene in einem abgeschirmten Areal neben dem Mausoleum seine letzte Ruhe finden. Dort ist bereits am gestrigen Freitag der bereits vor 20 Jahren verstorbene älteste Sohn des Fürsten Philipp-Ernst, Erbprinz Georg Wilhelm, in aller Stille und ohne Öffentlichkeit beigesetzt worden.









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