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Kleine Sinsheimer Chronik

4000-500 vor Christus (Stein-, Bronze- und Eisenzeitliche Funde)
450 nach Christus Keltische Besiedlung (Burghaelde)
50-260 nach Christus Roemische Besiedlung auf Sinsheimer Gemarkung als *Salioba* (Viergoetterstein (gefunden in 1936) im Kurpfaelzischen Museum Heidelberg, Jupiter-Gigantensaule, Badisches Landesmuseum Karlsruhe)
260-500 Hauptort des allemannisch-, dann fraenkischen Elsenzgaues
550 Aus dieser Zeit stammt der Name Sinsheim, abgeleitet aus der Urform Sunnisheim, was soviel wie Heim des Sunno bedeutet
770 erste Erwaehnung im Lorscher Codex
1067 erhielt der Gaugraf Zeisolf das Markt- und Muenzrecht, mit dem schon damals der Grundstein fuer die Stadtwerdung gelegt wurde.
1100 Gruendung des Benediktinerklosters und spaeteren Abtei (Bischof Johannes von Speyer aus der Sinsheimer Grafenfamilie des Zeisolf und Walram)
1192 Sinsheim wird freie Reichsstadt und zusammen mit der Abtei ummauerte *Veste* (Aufenthaltsort durchreisender Herrschaften) oft verpfaendet, schliesslich 1362 pfaelzisch
1496 Umwandlung der Abtei in ein adliges Ritterstift, 1528-1536 Neubau des Kuppelturms nach Zerstoerung durch Eppinger Bauern, 1649 endgueltige Aufhebung des Stifts
1300 das Stadtwappen mit dem Reichsadler stammt aus diesem Jahre. Etwa um 1360 gehoerte Sinsheim zum *Ritterkanton Kraichgau*
1674 Schlacht von Sinsheim (Marschall de Turenne)
1689 Totale Zerstoerung (kurpfaelzischer Erfolgekrieg)
1712 Wiederaufbau des Rathauses
1716 Gruendung des Franziskanerklosters
1730 Ein in die Geschichte eingegangenes, bedeutsames Ereignis fand in diesem Jahre im sogenannten *Lerchennest*, einem altfraenkischen Bauernhof im heutigen Stadtteil Steinsfurt statt. Hier versuchte Kronprinz Friedrich von Preussen in der Nacht vom 3./4. August seinem gestrengen Vater zu entfliehen. Heute erinnert eine Gedenkstaette mit Museum an die Ereignisse jener Tage.
1781/82 Bau der grossen geteilten Kirche (reformiert und katholisch)
1797 Goethe rastet auf der Durchreise und beschreibt Stadt und Umland in seinem Tagebuch *Dichtung und Wahrheit*
18031806 Sinsheim wird leiningische - 1806 Badische Amtsstadt. 1827 Wilhelmi beginnt seine Forschungen
1848/49 Hochburg der Badischen Revolution. Hecker (Eichtersheim) und Sigel (Sinsheim) - fuehrende Persoenlichkeiten des Freiheitskampfes, Sigel wird spaeter General der Nordstaatenarmee von Amerika
1924 Sinsheim wird Kreisstadt nach Vereinigung mit den Amtsbezirken Neckarbischofsheim und Eppingen
2. April 1945 Einmarsch der amerikanischen Truppen in Sinsheim
1973 Aufloesung des Kreises, Sinsheim wird *Grosse Kreisstadt* nach Eingemeindung der Nachbarorte
1992 ueber 30,000 Einwohner

Burg Steinsberg (Sinsheim-Weiler)

Zwischen Sinsheim und dem Stadtteil Weiler steht weithin sichtbar auf einem Basaltkegel die Burg Steinsberg.
Die mittelalterliche Geschichte des Berges beginnt im Jahre 1109 mit der ersten Erwaehnung eines Geschlechts, das sich nach der Burg nannte und nach der Mitte des 12. Jahrhunderts von dem Dichter Spervogel besungen wurde. 1200 ging die Burg in den Besitz der Grafen von Oettingen ueber, die sie aber nur kure Zeit besassen und noch vor 1252 an die Pfalzgrafen bei Rhein weitergaben, die sie mit kurzen Unterbrechungen um 1300-1517 besassen. In dieser Zeit war die Burg Sitz eines pfaelzischen Amtes und zustaendig fuer die Besitzungen im suedlichen Kraichgau.

1517 kauften Hans Hippolyt und Ludwig von Venningen sie, nachdem ihre Vorfahren bereits seit dem Endes des 14. Jahrhunderts als pfaelzische Amtsleute hier gesessen waren. Im Bauernaufstand 1525 wurde die Burg von den Eppinger Bauern niedergebrannt, wofuer sie spaeter 5,000 Gulden Entschaedigung bezahlen mussten. Danach blieb die Burg bis 1717 Wohnsitz der Herren von Venningen, die sie nach einem Blitzschlag im Turm 1777 aufgaben und alle Holzteile ausbauen liessen. 1792 wurde der heutige Eingang in den Turm durchbrochen und dieser wieder begehbar gemacht. 1973 hat die Stadt Sinsheim die Burg gekauft und seitdem erhebliche Mittel fuer ihre Erhaltung aufgewendet.

Von der Burg des 12. Jahrhunderts gibt es keine sichtbaren Zeugnisse mehr. Die erhaltenen Teile gehoeren im wesentlichen zwei Bauphasen an. Der achteckige Bergfried und die innere Umfassungsmauer aus sorgfaeltig bearbeitenden Buckelquadern stammen aus spaetstauffischer Zeit (ca. 1230-1250). Der knapp 30m hohe Bergfried mit rund 4m dicken Mauern gehoert mit seiner ungewoehnlich regelmaessigen Steinbearbeitung und der aufwendigen Innenausstattung zu den besten seiner Zeit. Bemerkenswert sind der Kamin im dritten Obergeschoss sowie die teilweise erhaltenen falschen Gewoelbe, die die einzelnen Stockwerke trennen.

Die unregelmaessig zwoelfeckige Ringmauer umschliesst den Gipfel der Kuppe. Sie ist durchscnittlich 2m stark und bis zu 10m hoch. Den Innenraum nahmen Wohn- und Wirtschaftsgebaeude ein, die heute zu einem Teil als Gaststaette benutzt werden. Um die innere Mauer schliessen sich zwei weitere Mauerringe, die zusammen mit den beiden Toren im Norden und dem zugehoerigen Tortum einer Ausbaustufe angehoeren, die um 1436 anzunehmen ist. Die in die aeussere Mauer eingesetzten, nach innen offenen Halbrundtuerme lassen bereits auf die Verwendung von Feuerwaffen schliessen. Eine letzte Veraenderung erfuhr der Mauerring vermutlich noch im 15. Jahrhundert, als ein weiteres Zwingerstueck und das aeussere Tor angefuegt wurden. Heute ist die bemerkenswerte Burganlage ein bliebtes Ausflugsziel im Kraichgau. Interessante Fuehrungen weihen den Besucher nicht nur in die Baugeschichte, sondern auch in die Geheimnisse seiner ehemaligen Bewohner ein. So manche Sage rankt sich um die romantischen Mauern und mit ein bischen Fantasie kann man die Liebeslieder des Minnesaengers Spervogel hoeren.

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